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Dassault Mirage F.1CT ´Fighter Bomber´

(Special Hobby - Nr. SH72357)

Special Hobby - Dassault Mirage F.1CT ´Fighter Bomber´

Produktinfo

Hersteller:Special Hobby
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:SH72357 - Dassault Mirage F.1CT ´Fighter Bomber´
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:März 2026
Preis:ca. 20 €
Inhalt:
  • 5 Rahmen aus hellgrauem Kunststoff
  • 1 Rahmen mit Klarsichtteilen
  • 1 Decalbogen
  • Farbige Bauanleitung

Besprechung

Special Hobby - Dassault Mirage F.1CT ´Fighter Bomber´

Die Mirage F1CT (Chasse Tactique) war die finale Version der französischen Mirage-F1-Familie. Ihre Entstehung verdankte sie der Mirage 2000, die im Laufe der 1980er Jahre zunehmend die Rolle der Luftverteidigung übernahm. Gegen Ende der 1980er Jahre standen daher recht viele Maschinen mehr oder weniger ungenutzt herum. Man Entschied sich die noch relativ jungen Zellen sinnvoll weiter zu nutzen und legte ein Programm zum Umbau der Flugzeuge in Jagdbomber auf. Zu dieser Zeit wurde diese Aufgabe von alternden Mirage IIIE und V wahrgenommen. Der Umbau begann 1988, die ersten Maschinen wurden 1992 an die Armée de l´Air ausgeliefert. Insgesamt wurden 55 Flugzeuge umgerüstet.

Die Mirage F1CT war äußerlich der F1C-200 sehr ähnlich. Die wesentlichen Unterschiede lagen in der Avionik und der Einsatzrolle. Die CT erhielt dazu eine modernisierte Version des Cyrano IV Radars welches nun auch über einen Luft-Boden-Modus verfügte. Außerdem wurde das Navigationssystem für die neue Rolle angepasst. Für die Zielerfassung wurden ein Laserentfernungsmesser unter dem Bug und ein leistungsfähiger Zentralrechner eingebaut. Die Maschine konnte nun wesentlich effektiver bei Tag und Nacht im Tiefstflug eingesetzt werden.

Das Radarwarnsystem wurde ebenfalls aktualisiert, das bisherige BF, erkennbar an den runden Gehäusen am Seitenleitwerk, wurde gegen das Sherlock System getauscht (eckiges Gehäuse). Fest eingebaute Chaff/Flare Werfer erhöhten den Selbstschutz zusätzlich. Die Bewaffnung bestand neben den beibehaltenen 30mm DEFA Kanonen aus diversen gelenkten und ungelenkten Bomben, Matra Raketenwerfer sowie AS-30L Raketen. Für lasergelenkte Bomben war zusätzlich ein Zielbeleuchter erforderlich (z.B. Altis-Pod oder Bodenbeleuchter). Zur Selbstverteidigung konnten weiterhin Matra Magic II-Luft-Luft-Raketen mitgeführt werden.

Die Mirage F1CT wurde hauptsächlich bei den Escadron de Chasse 1/30 Valois, Escadron de Chasse 2/30 Normandie-Niémen und Escadron de Chasse 3/30 Lorraine eingesetzt. Diese Verbände waren auf dem Luftwaffenstützpunkt Colmar-Meyenheim stationiert und bildeten den Kern der taktischen Jagdbomberkräfte der französischen Luftwaffe. Natürlich gab es auch einige Maschinen bei der Erprobungsstelle der Luftwaffe (CEAM).

Bei nahezu allen Auslandseinsätzen der französischen Luftwaffe kamen die Mirage f1CT zum Einsatz, Balkan, Afghanistan, Golfkriege, Lybien und in weiteren Teilen Afrikas. Die Mirage F1CT erwies sich als robustes und wartungsfreundliches Einsatzmuster. Oft erfolgten die Einsätze gemeinsam mit Mirage 2000D und Rafale. Diese übernahmen schließlich ab 2014 vollständig die Rolle der Mirage F1CT.

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Dassault Mirage F.1CT ´Fighter Bomber´

 

Special Hobby - Dassault Mirage F.1CT ´Fighter Bomber´

Eine Mirage F1CT konnte man bisher nur aus dem Duo-Pack Kasten heraus bauen. Dort waren bereits die hier neu hinzugekommennen Bauteile enthalten. Dies beinhalten neben dem 2000 Liter ´Irakien´Zusatztank auch die beiden Corail Chaff Dispenser die zwischen Rumpf und erster Flügelstation angebaut werden. Letztere kennt man auch schon aus der CR Box. Die restlichen Bauteile sind wie gehabt. Diese verteilen sich auf vier Teilerahmen, insgesamt ca. 160 Bauteile in recht ordentlicher Gussqualität. Nicht alle werden benötigt, gut die Hälfte davon bleibt übrig - viel Material also für andere Projekte. Die Oberflächendetaillierung besteht aus einem Mix zwischen versenkten Gravuren und erhabenen Details. Einige Bleche am Rumpf sind erhaben und machen das Ganze etwas lebendiger. Allerdings liegen nicht wenige davon an Klebestellen, das macht die Sache mit dem Versäubern nicht gerade einfach. Wer hier schnell vorankommen will sollte sich das Eduard Set besorgen, dort liegen diese erhabenen Bleche als Ätzteile bei. Die Gravuren mögen dem Einen oder Anderen einen Tick zu mächtig geraten sein, ich persönlich ziehe diese aber vor, da man nach dem Lackieren noch welche "übrig" hat, um diese dezent zu betonen. Beim Schleifen geht da auch nicht so schnell was verloren.

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Die Detaillierung der relevanten Bereiche Cockpit, Fahrwerk, und Triebwerk sind, gemessen am Maßstab, sehr gut. Die Cockpitwanne und auch das Instrumentenbrett weisen alle nötigen Details auf. Wer möchte, kann ein Decal für die Instrumente verwenden. Der Schleudersitz besteht aus mehreren Teilen und man braucht hier lediglich ein paar Gurte zu ergänzen. Die Fahrwerksschächte sind schön tief ausgeführt und weisen auch einige erhabene Details auf. Je nachdem, ob man die Klappen offen oder zu anbaut (beides ist möglich), bietet sich ein Nachdetaillieren an, da das Original hier recht komplex aufgebaut ist. Die Räder muss man noch ein wenig zurechtschleifen, da es einen leichten Formversatz gibt.

Die Schubdüse ist in voller Tiefe ausgeführt und die charakteristische Struktur mit sich überlappenden Wellblechen ist ganz gut wiedergegeben. Die Schubdüse selbst ist sehr schön gemacht, wer diesen Bereich noch etwas aufbrezeln will, kann inzwischen auf passende Resinteile zurückgreifen.  Besonders gelungen sind die Lufteinläufe, diese sind ein komplett eigenständiges Bauteil mit einer geschlossenen Kontur, die bisherigen Bausätze hatten immer zweigeteilte Einläufe. Die gerundete Kontur ist sehr gut wiedergegeben und auch die Tiefenwirkung wirkt überzeugend, obwohl kein Einlaufkanal vorhanden ist. Eine kleine Schwäche des Modells sind die fest angegossenen Steuerflächen, hier hilft nur der Griff zur Säge wenn man da etwas ausgelenkt darstellen möchte.

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Dassault Mirage F.1CT ´Fighter Bomber´

 

Der Decalbogen ist wie schon bei den anderen Auflagen recht umfangreich ausgefallen. Es werden uns vier Maschinen zur Auswahl angeboten die den gesamten Einsatzzeitraum abdecken. Alle Maschinen tragen natürlich das rundum Tarnschema bestehend aus Dunkelgrün und Dunkelgrau. Bei der ersten Option handelt es sich um eine Maschine die im Jahre 2012 im Tschad stationiert war. Als Besonderheit tragt sie ein markantes Haifischmaul auf dem großen `Irak`Zusatztank. Sie gehört zu den Mirage F1 die von der Firma ATAC heute für Zieldarstellungen eingesetzt wird. 

Die zweite Maschine, N°236 des EC 01/30 trägt am Seitenleitwerk eine Sonderlackierung zum 65. Jubiläum der FAFL, der freien französischen Luftwaffe des Zweiten Weltkrieges. Im Juni 2002 war die Maschine allerdings nicht wie in der Anleitung angegeben in Reims stationiert, sondern in Colmar. In Reims waren nur die CR beheimatet (abgesehen vom 03/33 in der Zeit von 2003-2005). 

Die dritte Maschine im Bunde ist die N°278 des EC 01/013, eine der ersten in Dienst gestellten Maschinen. Da hier die Zeit um 1993 angegeben ist könnte man durchaus auch die Matra 530 Raketen unterhängen, obwohl dies nur in Ausnahmefällen der Fall gewesen sein dürfte. Dieselbe Maschine kann man als Option 4 auch als eine der CT bauen die 1999 beim EC 2/30 im Kosovo im Einsatz waren. Sie trägt dann die Kennung 30-QA anstelle von 13-QA (das 01/013 wurde 1995 aufgelöst um im 2/30 aufzugehen).  

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Dassault Mirage F.1CT ´Fighter Bomber´

 

Darstellbare Maschinen:
  • Mirage F1CT, N°279, 118-QL, Escadron 2/33 Savoie, Armée de l´Air, N´Djamena, Tschad 2012
  • Mirage F1CT, N°238, 30-SB, Escadron 01/30 Alsace, Armée de l´Air Colmar-Meyenheim 2002
  • Mirage F1CT, N°278, 13-QA, Escadron 01/013 Artois, Armée de l´Air Colmar-Meyenheim 1993
  • Mirage F1CT, N°278, 30-QA, Escadron 02/30 Normandie-Niemen, Armée de l´Air Istrana/Italien 1999
Stärken:
  • Sehr ordentliche Detaillierung
  • Umfangreiche Zuladung
  • Schöner Decalbogen
Schwächen:
  • Erhabene Details teilweise an Klebenähten die ein sauberes Verschleifen schwierig gestalten
  • Stellenweise liest man im Internet von einer etwas zu flachen Kontur auf der Rumpfunterseite am Bug, ich tue mich ehrlich gesagt schwer das zu erkennen, für mich sieht das gut aus so wie es ist. Der Rumpf soll außerdem um 1mm daneben liegen...nun denn.
Anwendung:
  • Kein allzu schwieriges Unterfangen

Fazit

Eine Mirage F.1 geht immer, egal in welcher Ausführung. Der Bausatz ist einfach Klasse, super detailliert, viele optionale Teile und nur ganz wenige, oft vernachlässigbare Schwächen. 

Weitere Infos

Referenzen Es gibt inzwischen eine Reihe von brauchbaren Referenzen. Für den ambitionierten Modellbauer ist das Buch von Duke Hawkings nachwievor die ertse Wahl. 

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 28. Juli 2026

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