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MAN 630 L2AE

mit Tankrüstsatz 2 x 2.300 Liter

von Hauke Ahrendt (1:35 Perfect Scale Modellbau)

Das taktische Zeichen weist das Fahrzeug dem Versorgungs-Btl. 130 der PzBrig 13 zu, die zur 5. PzDiv gehörte
Das taktische Zeichen weist das Fahrzeug dem Versorgungs-Btl. 130 der PzBrig 13 zu, die zur 5. PzDiv gehörte

Vorbild

Bei der neu gegründeten Bundeswehr bestand ein hoher Bedarf an Transportkapazität in verschieden Nutzlastklassen. Daher begann man ab 1958 mit der Beschaffung der 1. Fahrzeuggeneration.

In der 5t-Klasse wurden ca. 30.000 Fahrzeuge verschiedener Art und Hersteller angeschafft. Der Lkw 5t gl (BW) MAN 630 L2 hatte daran in verschiedenen Ausführungen einen Anteil von 20.935 Fahrzeugen.

MAN 630 L2AE

Die am häufigsten produzierte Variante war die mit Pritschenaufbau in einer Stückzahl von 1.928 (L2A) und 11.351 (L2AE). Ab 1958 produzierte MAN zunächst Fahrzeuge auf dem Chassis L2A. Zunächst wurde eine einteilige Pritsche mit einer Länge von 4,5 m gebaut. Während der Herstellung wurde ab Ende 1959 voübergehend auf eine einteilige 5,0 m-Pritsche geändert, ab 1961 dann final auf die auch beim Magirus Jupiter verwendete zweiteilige 5,0 m-Pritsche gewechselt. Das Reserverad wurde dazu nun unter der Ladefläche angebracht, bei der kürzeren 4.5 m-Pritsche stand das Reserverad zwischen Führerhaus und Pritsche.

Es wurde dann mit Ausnahme der Fahrzeuge mit Kofferaufbau auf das Chassis L2AE gewechselt. Dieses zeichnet sich durch größtere Einzelräder auf beiden Achsen aus. Auch unterscheidet sich die Ausführung des Führerhauses und die Anordung der Werkzeuge und Staukästen sowie die Stoßstange von den Fahrzeugen von der Baureihe L2A etwas. Einige Fahrzeuge beider Chassis-Varianten waren mit einer Vorbauwinde versehen.

MAN 630 L2AE

Tankankage

Vorab: Ich weiß, dass die Pumpenanlage für den hier dargestellten Zeitraum nicht korrekt ist. Hier hätte ein transportabeles Rahmengestell mit integriertem SEA und Schlauchtrommel dargestellt sein müssen. Aber mir liegen noch nicht genügend Fotos zum korrekten Nachbau vor, ich bin aber dran.

Solange steht hinter den Tankbehältern die erst in den 80ern eingeführte Tankanlage. 

Die Fahrzeuge mit diesem Rüstsatz sind seit den 60ern Bestandteil der Nachschubtruppe und sorgen bei den mobilen Betankungspunkten für Nachschub mit Betriebsstoff.

MAN 630 L2AE

Das Modell: Der MAN

Das Resinmodell von Perfect Scale ist aus der Box gebaut. Es ist ein Bausatz von ca. 2016 und hat noch das alte Fahrerhausverdeck und die hier nicht benötigte Vakuplane für die Pritsche. Diese Teile sind in aktuellen Bausätzen verbessert worden und die Pritschenplane besteht nun auch aus Resin.

Der Bausatz lag lange in meinem Lager, nur die Tankanlage hatte ich schon fast fertig gestellt. Grund für die Unterbrechung war eine mehrjährige Restauration meines alten Rallye-Kadett, dadurch wurde der Modellbau für einige Jahre in den Hintergrund gerückt. Jetzt geht es aber weiter, und alte Projekte werden wieder aufgenommen, um die Halde zu verkleinern.

Durch das gut zu verarbeitende Resinmaterial und den sehr fehlerfreien Guss sind Perfect Scale-Bausätze problemlos zu bauen. Wo notwendig, liegen Ätzteile bei. 

MAN 630 L2AE

Das Modell: Die Tankanlage

Die Tankankage stammt von Y-Modell und ist ebenfalls frei von Gussfehlern. Der Bau geht hier ebenfalls leicht von der Hand.

Wie schon erwähnt, ist die Pumpenanlage für die hier gezeigte Epoche falsch und wird irgendwann durch eine zeitgerechte Ausführung im Eigenbau ersetzt.

MAN 630 L2AE

Lackierung

Airbrush mit Revell 42 Gelboliv, unter Beimengung von etwas 57 Grau und wenig 89 Sand.

MAN 630 L2AE

Decals

Die Decals stammen aus beiden Bausätzen, insbesondere bei der Tankanlage musste ich aber auf die Grabbelkiste zurückgreifen, da die Kennzeichnungen in den 1960ern und frühen 70ern deutlich abweichen von denen ab Mitte der 70er gebräuchlichen Piktogrammen und Beschriftungen.

Man beachte: Die Gefahrguttafeln hatten in den 60ern und frühen 70ern noch keine Ziffern zur Unterscheidung der LadungMAN 630 L2AEMAN 630 L2AEMAN 630 L2AE

Man beachte: Die Gefahrguttafeln hatten in den 60ern und frühen 70ern noch keine Ziffern zur Unterscheidung der Ladung

Man beachte: Die Gefahrguttafeln hatten in den 60ern und frühen 70ern noch keine Ziffern zur Unterscheidung der Ladung 

Hauke Ahrendt

Publiziert am 20. August 2021

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