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Eduard Limited Edition Tornado IDS

(Eduard Bausätze - Nr. 11165)

Eduard Bausätze - Eduard Limited Edition Tornado IDS

Produktinfo:

Hersteller:Eduard Bausätze
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:11165 - Eduard Limited Edition Tornado IDS
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:November 2022
Preis:ca. 78,- Eur
Inhalt:
  • 14 Spritzlinge aus Polystyrol (Kit-Basis: Revell)
  • 20 Resinteile
  • 2 Ätzteilbögen, einer davon coloriert
  • Acetatfilm für Head-Up Display
  • Abdeckmasken für Cockpitkanzel und Räder in Kabuki-Qualität
  • 2 DIN-A-4 Decalbögen für sieben IDS-Versionen.

Besprechung:

Eduard Bausätze - Eduard Limited Edition Tornado IDS

Tornado IDS, aber wenig zu dekorieren

Diese limitierte Edition von Eduard besteht im Wesentlichen aus dem mit vierzehn Spritzlingen üppig gestalteten Revellbausatz des Tornados. Dieser Kit stellt schon für sich eines der wohl technisch komplexesten und von den Darstellungsmöglichkeiten vielfältigsten Revellmodelle im Quarterscale dar. Wer den Kit noch nicht kennengelernt hat, kann sich bei dieser Neuheiten-Besprechung bei Modellversium des im Jahr 2014 neu auf den Modellmarkt erschienenen Modells ein Bild machen, weshalb ich an dieser Stelle auf genauere Beschreibungen verzichte.

Revell brachte uns also vor acht Jahren mit dem Erst-Release des Basisbausatzes zwar eine zeitgemäße IDS-Variante, legte aber nur einen Decalbogen dazu, bei dem ausschließlich eine farbenfrohe Jubiläumsvariante baubar war. Eine einfache, klassische Markierung zum Drei-Farben Lizardanstrich, oder eine der "grauen" Luftüberlegenheits-Varianten wären ebenfalls schön gewesen, aber: Fehlanzeige! Leider waren auch auf dem Zubehörmarkt alternative Decals für eine IDS-Variante erst Jahre nach dem Erscheinen des Revellbausatzes verfügbar und sind dort bis heute auch nur spärlich vertreten. 

Der Inhalt des Sets im Überblick

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Eduard Limited Edition Tornado IDS

Eduard Limited Edition Tornado IDS

 

Tornado-Sets von Eduard

Eduard hat seit 2019 insgesamt fünf Tornado-Pakete auf der Basis der Revell-Kits samt der Eduard-eigenen Zurüstteile geschnürt. Begonnen mit der englischen F3-Variante, wurden uns die GR.1 und zuletzt die ECR-Variante geliefert.

Die IDS-Variante ist nun mit dem vorliegenden Kit zum ersten Mal bei Eduard im Angebot, und das Set bietet uns ganze sieben Decalversionen und verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für Tornado IDS-Jets als klassische Jagdbomber-Varianten, Trainer oder "Recce"-Aufklärer.

Die Eduard-Beigaben im Überblick (Foto: Eduard/eduard.com)
Die Eduard-Beigaben im Überblick (Foto: Eduard/eduard.com)

Brauchbare Ergänzungen

Auch diesmal haben die Tschechen erfreulicherweise wieder zahlreiche brauchbare Ergänzungssets in die Box gepackt, die den Basisbausatz an den entsprechenden Stellen angemessen ergänzen. So finden wir in diesem Set als Zugabe neben zwei großformatigen Decalbögen und Abdeckmasken für Cockpitkanzel und Räder verschiedene Ätz- und Resinteile. Letztere sollen insbesondere im Cockpit, am Fahrgestell und an den Lastträgern des Flugzeugs zur Anwendung kommen.

Revell hat leider die Räder des Tonis zu "eckig" geformt, so dass die Resinteile von Eduard hier einen viel authentischeren Eindruck machen. Auch die Eduardschen Sitzgurt-Ätzteile leisten gute Dienste und schaffen mehr Plastizität im Cockpit.

Beide Ätzteilbögen wurden von Eduard scheinbar extra für das vorliegende Set gefertigt und umfassen grundlegend sinnvolle Teile zur Verfeinerung des Basisbausatzes. Wer noch eine Schippe drauflegen möchte, kann sich zusätzliche Eduard-Sets besorgen, die noch weitere Bereiche des Modells abdecken. Ich habe sie unten bei den Referenzen aufgelistet. 

Die Bauanleitung

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Eduard Limited Edition Tornado IDS

 

Ein wenig Schatten

Doch was ist das? Der Bastler soll immer noch das verkorkste Pitotrohr (Bauteil C 190) von Revell am Bugkonus montieren und damit das schöne Modell verhunzen? Warum wurde hier kein Tuningteil aus Resin, oder noch noch besser aus gedrehtem Messing, beigelegt? Okay, Abhilfe - zumindest als präzises Messingteil - wird standardmäßig von Master in Polen angeboten, aber schön wäre es gewesen, dies im vorliegenden Paket dabei zu haben.

Außerdem sind im Cockpit des Tonis die Rückseiten der Armaturen des Backseaters mit zahreichen markanten Kabelsträngen versehen, die nicht nur dem Tornado-Kenner stets direkt ins Auge fallen - egal, ob die Cockpitkanzel geöffnet oder geschlossen ist. Ein kleines Resinteil wäre hier sehr schön gewesen, liegt aber dem Set leider nicht bei.

Die beim Original mit zahllosen Leitungen vollgestopften Fahrwerkschächte werden leider bei diesem Set komplett ausgeblendet, obwohl zumindest die Hauptfahrwerksschächte beim fertigen Modell je nach Blickwinkel einzusehen sind. Für ein Rundum-Sorglos-Paket wären entsprechende Resinteile als Ergänzung oder zum Austausch der Bausatzteile wirklich toll gewesen. Aber dann würde der eh nicht ganz günstige Bausatzpreis sicherlich in schwindelerregende Höhen steigen.

Decalvarianten

Tornado IDS 1:48 - MFG 2, Eggebek Air Base, Germany, 2002-2004Tornado IDS 1:48 - JaboG 38, Jever Air Base, Germany, 1986Tornado IDS 1:48 - AG 51 Immelmann, Schleswig-Jagel Air Base, Germany, 2002-2003Tornado IDS 1:48 - MFG 1, Schleswig-Jagel Air Base, Germany, 2000Tornado IDS 1:48 - JaBoG 31, Nörvenich Air Base, Germany, 2001-2002Tornado IDS 1:48 - AG 51 Immelmann, Schleswig-Jagel Air Base, Germany, 2006-2007Tornado IDS 1:48 - JaBoG 33, Büchel Air Base, Germany, 1999

Tornado IDS 1:48 - MFG 2, Eggebek Air Base, Germany, 2002-2004

Tornado IDS 1:48 - MFG 2, Eggebek Air Base, Germany, 2002-2004 

Die sieben darstellbaren Varianten decken quasi ausschnittweise alle Epochen und die gesamte Verwendungsbreite des IDS-Tonis in unterschiedlichen Konfigurationen ab. Es sind drei standardmäßig lackierte Maschinen und vier mit einer auffälligen Sonderlackierung darstellbar.

Von einem frühen Tornado des damals noch jungen, friesischen JaBoG 38 als Trainingsmaschine  (43+22) in grau-grün-anthrazitfarbenem Sichtschutz nach Norm 76 über eine Luftwaffen-Jagdbombervariante (44+88) in klassischer, grün-anthrazitfarbener "Lizardtarnung" gemäß Norm 83 des Bücheler JaBoG 33 aus dem Jahr 1999 bis hin zum Marineflieger 43+87 des MFG 1 im markant zweigeteilten, basaltgrau-lichtgrauem Farbkleid gemäß Norm 76 (Marine) reichen die Standardvarianten.

Etwas bunter geht es bei den vier sonderlackierten Maschinen zu: die ganz in schwarz mit umlaufender schwarz-rot-goldener Banderole gestaltete 44+21, in den Jahren 2001/2002 der ganze Stolz des Nörvenicher JaboG 31 "Boelcke", dann wieder ein Marineflieger, diesmal aus dem MFG 2, mit dem grüngrauen Marine-Dreifarb-Tarnschema Norm 87 und ebenfalls schwarz-rot-goldenen Fahnenbannern, und dann zwei Maschinen, mit denen man die Aufklärungs-/"Recce"-Version des Tornados darstellen kann (ein dazu passender Aufklärungsbehälter ist im Bausatz enthalten): 43+46 des Jageler AG 51 "Immelmann" aus dem Jahr 2002/2003, interessanterweise marine-like in Norm 87 gehalten, mit grauen Tigerstreifen auf dem Rumpfrücken und großem Pantherkopf auf dem Leitwerk. Dazu gesellt sich abschließend die 44+87 des AG 51 "Immelmann" in hellgrauer Lüftüberlegenheitslackierung Norm 95, aufgehübscht mit schwarzem Leitwerk und Tigerkopfemblem der "Reccetigers", aus den Jahren 2006/2007.

Bei diesem Variantenspektrum dürfte für jeden Tornadofan etwas dabei sein!

Die Decals und Zurüstteile im Detail

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Eduard Limited Edition Tornado IDS

 

Darstellbare Maschinen:
  • Tornado IDS - MFG 2, Eggebek Air Base, Germany, 2002-2004
  • Tornado IDS - JaboG 38, Jever Air Base, Germany, 1986
  • Tornado IDS - AG 51 "Immelmann", Schleswig-Jagel Air Base, Germany, 2002-2003
  • Tornado IDS - MFG 1, Schleswig-Jagel Air Base, Germany, 2000
  • Tornado IDS - JaBoG 31, Nörvenich Air Base, Germany, 2001-2002
  • Tornado IDS - AG 51 "Immelmann", Schleswig-Jagel Air Base, Germany, 2006-2007
  • Tornado IDS - JaBoG 33, Büchel Air Base, Germany, 1999
Stärken:
  • Aktuell bester 48er Tornado-Kit als Bausatzbasis
  • Umfangreicher Decalbogen
  • Ätz- und Resinteile zur Verfeinerung des Basiskits
  • Resinräder zur deutlichen Verbesserung der Originaltreue.
Schwächen:
  • Keine verkabelten Instrumente des Backseaters
  • Kein Austausch-Pitotrohr
  • Sportlicher Preis

Fazit:

Endlich hat der Tornadofan die Qual der Wahl und kann sich eine unter mehreren IDS-Versionen aussuchen, gepaart mit sinnvolen Zurüsstteilen für ein gelungenes Tornadomodell. Der Preis für das Set ist allerdings sportlich zu betrachten.

Weitere Infos:

Referenzen:

Hier die Besprechung des von Revell im Jahr 2014 herausgebrachten Tornado Basis-Kits auf Modellversium.

Zusätzliche Eduard-Ätzteile für den Kit:

Anmerkungen:

Das Modell ist direkt auf der Website des Herstellers Eduard zu betrachten und - Verfügbarkeit vorausgesetzt - erhältlich, ebenso die Bauanleitung als Download:

Diese Besprechung stammt von Alexander Jost - 19. Dezember 2022

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