U-Boot Typ VIIC/41U 1004von Michael Eilers (1:350 Revell)
Mein letzter U-Boot-Bau lag zum einen schon etliche Jahre zurück und zum anderen reizte mich der Einsatz von Ätzteilen zur Aufwertung eines Modells. Letzteres hatte ich bislang noch nicht ausprobiert und so wurde beschlossen, beides in einem neuen Projekt zu vereinigen.
Der Fokus bei der Modellauswahl lag eher auf ein kleineres / günstigeres / platzsparenderes, was in Form eines Revell Bausatzes im Maßstab 1:350 (#05154) durch den Kauf bei einem lokalen Händler umgesetzt wurde. Die Ätzteile gibt es von Eduard, passend für diesen Modellbausatz (#53228).
Das OriginalDie meisten werden den U-Boot Typ „VII“ aus vielen Filmen, speziell aus „Das Boot“ kennen. In der Zeit von 1939 bis 1945 wurden insgesamt 1162 U-Boote für die deutsche Kriegsmarine gebaut, 703 davon waren der Typ VII – allerdings auch in unterschiedlichen Ausführungen.
Der Typ VIIc (aka „Das Boot“) wurde aufgrund der immer stärkeren Luftüberlegenheit der Alliierten in vielen Punkten verändert und mündete ab Ende 1943 in die Variante VIIc/41. Dabei sind folgende augenfällige Änderungen eingeflossen – neben vielen anderen:
Zum letzten Punkt sollte erwähnt werden, dass es sich bei diesen „U-Booten“ eigentlich um bessere tauchfähige Boote handelt, die in der Regel aber mittels Dieselantrieb über Wasser operierten -ansonsten hätte man sich sicherlich nicht zu dieser „Notlösung“ entschieden.
Die ersten „echten“, weil dauerhaft Unterwasser operierenden Boote waren vom Typ 21 und 23 und stellen somit Beginn der modernen U-Boot Konstruktion dar.
Der Bau...
...des Modells gestaltete sich eher einfach. Revell gibt bei diesem Bausatz einen Schwierigkeits-„Level 4“ an, was per Definition schon anspruchsvoller ist, aber das liegt meines Erachtens weder an der Komplexität der Modellkonstruktion, noch an der Menge der Bauteile – die Schwierigkeit liegt eher in der Handhabung der teilweise doch recht kleinen Bauteile.
Da ich ja den Umgang mit Ätzteilen erlernen wollte, kamen an der Stelle weitere Herausforderungen hinzu, wie zum Beispiel…
Die Antworten auf die Fragen finden sich unter anderem hier im Modellversium unter „Tipps & Tricks“ und wenn man dort nicht fündig wird, natürlich im www – daher möchte ich hier an der Stelle nicht tiefer darauf eingehen…der Umgang mit Ätzteilen war für mich auf jeden Fall eine wertvolle Bildungsreise und ich bin im Nachhinein froh, dass ich das ganze erst einmal an einem „Probemodell“ erlernt habe. Die Bemalung......des Modells erfolge tatsächlich mit getrenntem Turm, da U 1004 doch recht „bunt“ daherkommt – zum einen ist das Überwasserschiff zwei verschiedenen Grautöne, zum anderen wurde der Turm an den vertikalen Flächen mit einem eher bläulichen Farbton lackiert, ganz abgesehen von den gelben Markierungen an Turm und auf Deck. Die weiteren Arbeitsschritte sind dann eher ein Geduldsspiel, was natürlich dem Maßstab geschuldet ist – aber: Man wächst bekanntlich mit seinen Herausforderungen!
U1004...
...wurde am 14. Oktober 1941 bei der Hamburger Blom & Voss Werft in Auftrag gegeben, am 15. Januar 1943 auf Kiel gelegt und ist am 27. Oktober ´43 vom Stapel gelaufen. OL zur See Hartmuth Schimmelpfennig hat als erster Kapitän das Boot am 16. Dezember ´43 in Dienst gestellt. Zu Anfang war U 1004 teil der 31. U-Flottille, einem Ausbildungsverband - das erklärt auch die gelben Markierungen an Turm und auf Deck, die typischerweise bei Ausbildungs-U-Booten angebracht wurden. U 1004 hat nicht sehr viele Feindfahrten unternommen und sogar den Krieg überlebt um letztendlich auf Position 56° 10´ N, 10° 05´ W am 1. Dezember versenkt zu werden. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/U_1004)
Ich wünsche viel Freude beim Betrachten der Bilder! Michael Eilers Publiziert am 09. Mai 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |