Easy KitsThomas F. Lutzvon Making of (ohne, Revell)
PrologDie unterschiedlichen Bausatzarten wurden bereits im Online-Kurs Plastikmodellbau für Anfänger Teil 52 „Glue Kits“ vorgestellt. Die Produktreihe „Easy Kits“ von Revell läuft bereits seit einigen Jahren, meist mit einfachen Modellen in kleineren Maßstäben. Mit der Altersangabe ab 3 Jahren waren diese einfachen Bausätze für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche gedacht. Für ambitionierte Modellbauer eher weniger interessant, bieten die Kits dennoch einen ersten Eindruck vom Plastikmodelle bauen. DefinitonEasy Kits sind einfache Steckbausätze (Snap-Tite), die ohne Kleber und Farben auskommen und in kurzer Zeit ein fertiges Modell auf den Tisch zaubern. Spontane Beschreibung der Sparte in einem Wort „Einfach“ In diesem Making of Easy Kits werden anhand von zwei Bausätzen solche einfachen Modelle vorgestellt mit dem Revell Easy Kit No. 6598 Hubschrauber Eurocopter EC135 „ADAC“ 1:72 und dem Revell Easy Kit No. 7123 Subaru Impreza WRC in 1:32. Zusätzlich werden beide Easy Kit Modelle mit „normalen“ Glue Kits Bausätzen verglichen. Subaru Impreza WRC 1:32Frisch aus der Schachtel kommt das Inlay mit der Karosserie obenauf und den Bauteilen sowie der Bauanleitung darunter.
Die Karosserie und die Scheiben sind ab Werk bereits mit allen Decals bedruckt. Die insgesamt 47 Bauteile sind auf vier Gießäste aufgeteilt, Reifen und Steckachsen nochmal separat verpackt.
Die sehr übersichtliche, weil kurze, Bauanleitung zeigt auf vier Seiten den Zusammenbau des Modells.
Die Montage beginnen wir mit den Rädern. Die Felgen werden von den Gießästen per Seitenschneider getrennt und die Reifen aufgezogen. Die Steckachsen verfügen über eine Zahnung an den Enden und halten die Felgen garantiert ohne Kleber.
Die Rädern werden in die Aufhängungen der Bodenplatte eingesetzt und mit den Steckplatten in Ort und Stelle gehalten. Etwas Vorsicht ist ratsam beim Einstecken der Steckplatten, damit die Raststege nicht brechen.
Jetzt geht es schon an die sehr spärliche Innenausstattung.
Das Lenkrad vorsichtig an das Dashboard und danach die komplette Einheit auf der Bodenplatte montieren. Im Anschluß die beiden Rückenlehnen an den Sitzen einstecken.
Die einzige etwas diffizilere Arbeit entsteht bei der Montage des blauen Rohrrahmens. Am Gießast ist dieses Bauteil noch flach, muss aber, um es in das Modell einzusetzen an den Seiten nach Unten gebogen werden.
Die Produktentwickler bei Revell haben mitgedacht und an den Sollknickstellen sind die Rahmenteile mit einer Kerbe dünner. Trotzdem ist vorsichtiges Arbeiten ratsam.
Der Gitterrahmen ist montiert.
Die Scheibenwischer werden vorischtig an der Frontscheibe montiert und der komplette Scheibeneinsatz in die Rastnasen innen in der Karosserie eingesteckt.
Im nächsten Bauabschnitt werden dann diverse Kleinteile angebracht. Der Kühlergrill, das Luftgitter unten an der Frontschürze, der Gitter in der Motorhaube und die beiden Hutzen auf Motorhaube und Dach.
Mit sauberen Fingern oder besser noch mit Einweghandschuhen kommen dann die Frontscheinwerfer und Heckleuchten an die Reihe.
Die letzten Arbeiten folgen mit dem Einsetzen der Interior-Platte, der Montage des Heckspoilers und der „Hochzeit“ von Chassis und Karosserie.
Den Abschluß machen die Seitenspiegel.
Ansichten des fertigen Modells:
Für ein echtes Supering (siehe Online-Kurs Teil 25 „Supering“) bietet der Subaru kaum Potential. Eine Lackierung fällt aus, da die Decals bereits ab Werk aufgedruckt sind. Zum Ausgleich läßt sich das Modell aber leicht wieder demontieren und man kann z.B. die Innenausstattung bemalen. Die Reifenlaufflächen könnte man aufrauhen und den Heckspoiler mit Schwarz mattieren. Wer den WRC Subaru Impreza mit mehr Details bauen möchte, für Den stehen die normalen Glue-Kits von Tamiya, Hasegawa und Heller im Maßstab 1:24 zur Verfügung oder im kleineren Maßstab 1:43 der Bausatz von Heller. Der Revell Easy Kit eignet sich aber ganz gut für Modellbaufreunde, die erste Versuche mit Alterung, Drybrushen und Weathering von Rallyefahrzeugen machen wollen, dafür reicht das 1:32 Modell allemal. In der Kit-Ecke von Modellversium findet sich auch die Vorstellung des Bausatzes: https://www.modellversium.de/kit/artikel.php?id=462 Als Referenz zu einem ungefähren Vergleich dient der Subaru Impreza WRX von Tamiya im Maßstab 1:24, der mit mehr Bauteilen und feinen Details natürlich viel mehr „Modellbau“ enthält. Eurocopter EC-135 „ADAC“ Maßstab 1:72Für den Easy Kit Bausatz gibt es eine aktuelle Besprechung in der Kit-Ecke von Modellversium: https://www.modellversium.de/kit/artikel.php?id=9556 Das recht kleine Modell des EC-135 im Maßstab 1:72 besteht gerade einmal aus 14 Bauteilen. Dementsprechend kurz fällt auch die Bauanleitung aus als Faltblatt mit vier Seiten.
An zwei großen Gießästen sind die meisten Teile enthalten, das Cockpit und die Verglasung liegen als Einzelteile bei.
Im direkten Vergleich die Gießäste des Revell Glue-Kits No. 4457 mit ca. 60 Bauteilen
In Baustufe 1 wird die Rotoraufnahme eingesteckt und die Haube auf den Rotorblättern. Die Rotorblätter sind in einer grauen matten Farbe beschichtet. Beim Trennen vom Gießast und Verputzen der Gießstege kommt das gelbe Plastik zum Vorschein und sollte per Pinsel in Grau nachgearbeitet werden.
In die rechte Rumpfhälfte wird jetzt die Innenausstattung eingesteckt. Die Pilotenfiguren sind gräßlich gemacht und nur als Relief im Cockpit. Hier hätte sich Revell etwas mehr Mühe geben und z.B. das Inlet vom Glue Kit verwenden können. Ordentliche Figuren in 1:72 sollten doch auch möglich sein.
Mit der zweiten Rumpfhälfte wird das Ganze geschlossen.
Das Zusammenstecken der Rumpfhälften erfordert etwas mehr Druck mit den Steckverbindern. Die Verglasung wird von vorne eingeschoben und rastet beidseitig ein. Die beiden Flügel mit den vertikalen und horizontalen Stabilisatoren sind zum Einstecken, aber die Steckverbindungen sind relativ kurz und wackeln. Hier kommt einmalig Kleber zum Einsatz damit die Flügel sich nicht lösen.
Die abschließenden Arbeiten sind das Einstecken der Landekufen und das Aufsetzen der Rotorblätter. Das kleine Modell kippt nicht um, benötigt also kein Zusatzgewicht im Rumpf und die Rotorblätter lassen sich drehen.
Fazit:Die Easy Kit Serie der ersten Generation sind neu nicht mehr erhältlich und wurden abgelöst durch die etwas aufwendigeren Easy Click System Kits. Die einfachen Easy Kits eignen sich als Einsteigersets für Kinder ab 6 Jahren, können aber auch dem Modellbauanfänger für erste Probestunden für Bemalung, Lackierung oder handwerkliche Arbeiten dienen. Expertise vom ExpertenDer Steckbausatz des EC-135 wird seiner Zielgruppe sicherlich gerecht. Mehr ein Bastelspielzeug als ein Modell. Sicher auch für Leute, die nicht bauen wollen oder können, aber einen dreidimensionalen EC-135 ihr Eigen nennen wollen, eine gute Option. Von der Form her ist er im Gesamten gut getroffen. Wenn man die breiten, innenliegenden gelben Flächen hinter der Frontverglasung Mattschwarz lackiert, kommt sicher noch ein realistischerer Eindruck zu Stande. Happy Modeling!
Galerie von Thomas F. Lutz auf Modellversium siehe: https://www.modellversium.de/galerie/modellbauer.php?id=484
Bausätze
PS: Easy Kit Bausätze sind im Sammlermarkt noch in ausreichender Zahl vorhanden. Das Angebot erstreckt sich über mehrere Sparten vom Airliner bis zum Warbird. Eine explizite Empfehlung abzugeben fällt schwer, da nicht alle Kits in der Kit-Ecke besprochen wurden. Was wir Anfängern im Plastikmodellbau aber empfehlen können ist sich für den Anfang eher einfachere Bausätze auszusuchen, die viel Spaß beim Zusammenbau garantieren, für einen Wow-Effekt sorgen und Lust auf weitere Bauprojekte und Modelle machen. Ein einfacher EasyKit eignet sich auch schon zum Experimentieren für diverse handwerkliche Arbeiten.
Revell Easy Kits:
Making of Publiziert am 03. Mai 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |