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Su-27UB

(Eduard Bausätze - Nr. 1168)

Eduard Bausätze - Su-27UB

Produktinfo:

Hersteller:Eduard Bausätze
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:1168 - Su-27UB
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:March 2012
Preis:ca. 90 €
Inhalt:
  • 2 Rumpfschalen 
  • 4 Spritzrahmen mit Plastikteilen
  • 1 klarer Spritzrahmen
  • 3 Bögen Photoätzteile (einer bedruckt)
  • 1 bedruckte Folie für Headup-Display
  • Resinteile für Cockpit und Bugrad-Spritzschutz
  • Lackiermasken
  • 2 Decalbögen
  • Bauanleitung (volfarbig gedruckt)

Besprechung:

Eduard Bausätze - Su-27UB

Nachdem Eduard im Januar diesen Jahres den Einsitzer der Su-27 in der „Limited Edition“ Serie herausgegeben hat, folgt nun ebenfalls als „Limited Edition“ der Doppelsitzer Su-27UB. Wie üblich bei Bausätzen dieser Serie stammen die Plastikteile von einem schon länger bekannten und vertriebenen Bausatz, in diesem Falle von Academy, die um Zurüstteile der Eduard-eigenen Produktlinien ergänzt werden.

Der Bausatz von Acadamy erschien Mitte der 90er Jahre und begeisterte auf Anhieb ob seines einfachen Aufbaus und seiner Oberflächendetails. Hingegen konnten die Details im Inneren des Cockpits und der Fahrwerksschächte nicht überzeugen. Argwöhnisch betrachtet wurden im Allgemeinen auch die Reifen aus Vinyl. Die, die es etwas genauer mögen, störte zudem der um anderthalb Zentimeter zu kurze Rumpf und das etwas aus der Form geratene Radom. Die Nachbildung der Lenkraketen ist ebenfalls nicht sehr exakt, meist sind sie zu kurz und die Spannweiten der Flächen zu groß.

Drückt man bezüglich der Rumpflänge ein Auge zu und besorgt sich ein neues Radom (z.B. bei Quickboost), ist der Bausatz alles in allem eine gute Basis für ein schickes Modell, wenn auch mit Verbesserungspotential, insbesondere in Fragen der Detaillierung im Innenbereich. In diesem Zusammenhang las sich der Hinweis im Eduard-Newsletter 12/2011 sehr verheißungsvoll. Mr. Sulc wies in selbigem darauf hin, dass Academy den Flanker-Bausatz überarbeitete und damit signifikant verbessert hat. Geändert haben sich im Wesentlichen die Teile fürs Cockpit und die Räder. Die Cockpitwanne wurde umgestaltet und die Sitze bilden den legendären K-36 wesentlich besser nach als bei der Erstausgabe. Die Vinylreifen sind jetzt nicht mehr vorhanden, stattdessen sind diese als Spritzgussteile ausgeführt und somit wesentlich besser zu verarbeiten. Ein klitzekleiner Wermutstropfen bleibt – Reifen und Felge waren in der Erstausgabe getrennt, hier sind die Räder als Ganzes dargestellt. Die notwendige Bauteiltrennung erfolgt vertikal. Schlimm ist das nicht, alle anderen machen das auch so, jedoch wird das Lackieren durch eine getrennte Ausführung von Reifen und Felge wesentlich erleichtert. Warum allerdings das Radom nicht überarbeitet wurde, ist unklar. Hier hat man die Chance verpasst, ein formgebendes und damit wichtiges Bauteil zu korrigieren.

Dennoch war die Überrarbeitung seitens Academy ein begrüßenswerter Schritt. Die Korrektur der Rumpflänge war nicht zu erwarten. Die Tragflächen und der Rumpf sind in nur zwei Teile getrennt, als Ober- und Unterschale ausgeführt. Man hätte also zwei komplett neue Werkzeuge anfertigen müssen. Sehr wahrscheinlich scheute man aus Kostengründen diesen Schritt.

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Die überarbeiteten Plastikteile komplettierte Eduard nun zu einem Bausatz der "Limited Edition"-Serie. Ironischerweise wurden damit Academys Bemühungen zum Teil egalisiert. Aber der Reihe nach. Zunächst wäre da das Cockpit zu erwähnen. In der Machart der BRASSIN-Serie liegen dem Bausatz Resin- und Ätzteile bei, die eine Cockpitnachbildung ermöglichen, die wirklich keine Wünsche mehr offen lässt. Ob das jetzt die Instrumente sind, die zweiteilige Cockpitwanne oder die Sitze, die im Übrigen noch einmal herausstechen, alles vom Feinsten, sowohl was die Geometrie als auch die Details angeht. Über die Fertigung der Resin-Teile braucht man bei Eduard eigentlich auch keine Worte mehr verlieren, außer alles blasen- und verzugsfrei und scharfkantig, wo es im Original auch ist. Es ist wie so oft bei BRASSIN-Produkten fast ein Bausatz für sich. Als Zugabe spendiert Eduard noch zwei Pilotenhelme. Jedoch nicht die schon bekannten ZScha-5 aus dem MiG-21 Bausatz, nein hier findet man ZScha-7, ganz so wie im Original. Ein wichtiges Detail ist der Spritzschutz über dem Bugrad, welchen Eduard berücksichtigte und ebenfalls als Resinteil belegt.

Die Ätzteile verteilen sich auf drei Bögen und ermöglichen in nahezu allen Bereichen eine Verbesserung der Detaillierung. Das beginnt im Cockpit, geht über die Fahrwerke und deren Schächte, Lufteinläufe, Antennen bis hin zu den Schubdüsen. Man würde erwarten, dass die Flügel der Lenkraketen ebenfalls als Ätzteile vorliegen, dem ist nicht so. Möchte man die Flanker bewaffnet darstellen, empfiehlt sich ohnehin das BRASSIN-Set „R-27R/ R1 / AA-10 Alamo-A 1/48“. In dem findet man wesentlich exaktere Nachbildungen der Hauptwaffe der Flanker.

Mit den Beigaben in Resin und als Ätzteile hat man eigentlich alle „Schwächen“ des Bausatzes bezüglich der Detaillierung im Griff.

Zur Unterstützung der Lackierarbeiten liegt dem Bausatz wie immer ein Bogen mit vorgestanzten Masken bei. Dieser berücksichtigt die Kabinenhaube und die Räder. Insbesondere letzter Punkt dürfte das weiter oben beschriebene "Problemchen" der geänderten Bauteiltrennung in Luft auflösen.

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Einen besonderen Höhepunkt des Bausatzes stellt wiedereinmal die Auswahl der Markierungsmöglichkeiten und der dazu gehörenden Abziehbilder dar. Neben dem Aufmacher, einer kasachischen Maschine, kann man wählen zwischen einer der russischen Marineflieger, einer aus Eritrea oder einer ukrainischen. Die Verschiedenartigkeit der Tarnschemen macht die Auswahl attraktiv und erleichtert nicht gerade eine Entscheidung. Es sei denn, man hat von Vornherein ein ziemlich klares Bild vom fertigen Modell im Kopf oder noch diverse „alte“ Academy-Bausätze im Fundus.

Der Druck der Decals erfolgte bei Cartograph in Italien und überzeugt wieder auf ganzer Linie, kein Versatz, satte Farben und die Wiedergabe kleinster Details.

Eine besondere Erwähnung verdient wieder einmal die Bauanleitung, die eindeutig und verständlich alle notwendigen Schritte erklärt und zudem als Vollfarbdruck ausgeführt ist.

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Das alles zusammen hat einen stolzen Preis. Eduard bietet den Bausatz für 112 Euro im hauseigenen Online-Shop an. Hierzulande kann man ihn für knappe 85 Euro kaufen. Das ist immer noch eine Menge Geld, auch für eine limiterte Sonderauflage. Versucht man aber alles auf einem Originalbausatz von Academy aufzubauen, indem man die Zurüstteile und Abziehbilder separat beschafft, kommt man in ähnliche Preisregionen, insofern ist der Preis nicht übertrieben.

Für den, der den Bausatz weiter aufrüsten möchte, sei ein Blick in die BRASSIN-Produktlinie von Eduard empfohlen. Dort findet man neben den schon erwähnten Raketen inzwischen auch ein Räder-Set für die Su-27 und verschiedene Außenlasten, die zum Teil auch für die Su-27 verwendet werden können.

Darstellbare Maschinen:
  • Su-27UBM1 - Kasachische Luftwaffe, Taldikorgan Air Base
  • Su-27UB - Russische Marine, Saki–Nowofiodorowka, Ukraine, August, 2010
  • Su-27UB - Luftwaffe Eritreas, 6th Fighter Squadron, Flughafen Asmara, Eritrea, Sommer 2003
  • Su-27UB - Ukrainische Luftwaffe, 831st Tactical Air Brigade, Mirgorod, Ukraine, 2009

Fazit:

Attraktiver Karton, der viel verspricht. Der gute Eindruck setzt sich im Inneren fort. Bewährtes Plastik wurde hier um hochwertiges Zubehör ergänzt. Insgesamt hat Eduard ein sehr interessantes Paket geschnürt, das seine Abnehmer finden wird.

Weitere Infos:

Anmerkungen:

Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

Diese Besprechung stammt von Kai Röther - 10. April 2012

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