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Trägerflugzeuge / Elektronische Komponente

(L'Arsenal - Nr. verschiedene)

L'Arsenal

Produktinfo:

Hersteller:L'Arsenal
Sparte:Schiffe Militär Modern
Katalog Nummer:verschiedene - Trägerflugzeuge / Elektronische Komponente
Maßstab:1:400
Kategorie:Bausätze (Resin, Vacu, ...)
Preis:ca. 10 - 14 €
Inhalt:
  • Nr. 3D 400 204: 2 x E-2 Hawkeye
  • Nr. 3D 400 156: 5 x EA-6B Prowler

Besprechung:

Zugegeben, das Angebot an Flugzeugträgern im Maßstab 1:400 ist recht überschaubar, aber auch diese Modelle haben ihre Berechtigung, da sie teilweise in anderen, gänigeren Maßstäben nicht erhältlich sind. Und um das Flugdeck zu beleben, sind Flugzeuge im passenden Maßstab unabdingbar, jedoch gerade den Bausätzen beiliegenden Flugzeugnachbildungen gemeinsam ist eine Ausführung, die viel bis seeehr viel Luft nach oben läßt. Über die Flugzeuge, die der alten Revell-Enterprise beiliegen, hatte ich mich ja hier schon ausgelassen. Und das Arii-Erzeugnis ist leider ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei: obwohl rund 20 Jahre jünger, darf man auch da über den Modellierungsstil enttäuscht sein, dazu gibt es Unstimmigkeiten bei der Form einiger Flugzeugmuster und bei manchen Typen sind heftige Sinkstellen zu finden.

Eine weitere Gemeinsamkeit über alle Maßstäbe hinweg ist die Darstellung allein mit ausgefalteten Tragflächen, für eingefaltete Flächen muss der Modellbauer selbst Hand anlegen, ebenso bei der Beladung der Flugzeuge. Hier ermöglicht nur Trumpeter bei seinen 1:350er Nachbildungen bereits aus der Box einige wenige Optionen. Die Flugzeuge sind auf einem Trägerdeck jedoch eine wesentliche Komponente, also macht es Sinn, sich nach qualitativ hochwertigeren Alternativen umzusehen.

L'Arsenal - Trägerflugzeuge / Elektronische Komponente

Hier kommt l´Arsenal ins Spiel: der französische Hersteller bietet eine breite Palette an Trägerflugzeugen aus dem 3D-Druck in exzellenter Qualität an. Hauptsächlich vertreten ist die Nachkriegsepoche bis heute, hier gibt es bei amerikanischen, britischen und französischen Flugzeugmustern kaum eine Lücke. Schwächer vertreten sind Hubschrauber (hier erscheinen aber aktuell neue Typen) und Muster aus dem Zweiten Weltkrieg, aber auch hier wird man fündig. Die allermeisten Typen sind in unterschiedlichen Optionen verfügbar, und das in allen gängigen Schiffsmaßstäben.

Heute geht es mit den EA-6 (ECM - Electronic Countermeasures) und den E-2 Hawkeye (AEW - Airborne Early Warning) als „Elektronischer Komponente“ weiter. Das Set mit den EA-6 besteht aus fünf Modellen, das mit den Hawkeyes aus zwei. Beide Typen sind wiederum in unterschiedlichen Konfigurationen erhältlich. Auffallend, gerade bei den Prowlern, ist zunächst der Wust an Stützen und (Schutz-)Rahmenteilen, unter denen die eigentlichen Modelle kaum ausgemacht werden können. Hat man sich erst mal dahin vorgearbeitet, findet man exzellent detaillierte Flugzeuge, die von der Ausführung ihresgleichen suchen. Dass Form und Proportionen stimmig sind, ist fast selbstredend.

L'Arsenal - Trägerflugzeuge / Elektronische Komponente

Die EA-6 sind in zwei verschiedenen Versionen verfügbar: als A-Variante "Electric Intruder" sowie als EA-6B Prowler, jeweils mit ein- oder ausgefalteten Tragflächen. Für meine Air Group ist die EA-6B relevant: auch hier sind so gut wie keine Layer vom Herstellungsprozess zu finden und feinste versenkte Oberflächengravuren sowie offene Triebwerksein- und auslässe zu sehen. Die Fahrwerke liegen wiederum als separate, sehr filigran ausgeführte Teile bei, die extra anzubauen sind. Zwar ging bei einem meiner Flugzeuge der bereits anmodellierte Tankstutzen verloren, der sich aber aus entsprechend dünnem Drahtmaterial problemlos ersetzen lassen dürfte.

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Trägerflugzeuge / Elektronische Komponente

 

Die Hawkeyes kann man, wie schon etliche Modelle zuvor, fast als kleine Bausätze einstufen. Auch hier gibt es wieder unterschiedliche Konfigurationen: E-2C mit Vierblattpropeller, E-2C 2000 mit Achtblattpropeller und E-2D; alle Versionen sind wiederum mit ein- und ausgefalteten Tragflächen erhältlich. Ich hatte mich für die E-2C 2000 mit eingefalteten Tragflächen entschieden, da dies hier aber separat anzubauende Teile sind, dürfte es mit nur wenig Mehraufwand möglich sein, sie auch in ausgefalteter Stellung zu montieren. Sowohl bei den Hawkeyes als auch bei den Greyhounds fiel jedoch auf, dass bei manchen Modellen die Fahrwerksstrukturen nicht sauber ausgedruckt waren. Nach intensivem Kontakt (nicht nur deswegen) mit Mélaine Lavacquery von l´Arsenal habe ich nun Druckblöcke als Ersatz mit separat anzubauenden Fahrwerksteilen in gewohnt filigraner / detaillierter Ausführung erhalten - vielen Dank für den tollen Service!

In solchen Fällen sollte definitiv dem Hinweis auf der Website nachgegangen werden: bei Fehlern in der Herstellung umgehend den Hersteller kontaktieren! Für Ersatz wird unkompliziert und zeitnah gesorgt - ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass l´Arsenal in höchstem Maße bemüht ist, seine Kunden zufrieden zu stellen.

L'Arsenal - Trägerflugzeuge / Elektronische Komponente

Hier einer der nachgelieferten Druckblöcke mit den separaten Fahrwerken für die E-2C 2000, auch verwendbar für die C-2 Greyhound
Hier einer der nachgelieferten Druckblöcke mit den separaten Fahrwerken für die E-2C 2000, auch verwendbar für die C-2 Greyhound

Bei mir kommt, wie bereits erwähnt, die E-2C 2000 zum Einsatz, die Druckqualität reiht sich in das bisher beschriebene ein, einzig die Radome weisen feine Layerstrukturen auf. Dennoch ist die Detaillierung über jeden Zweifel erhaben: wie gehabt feinste versenkte Gravuren auf der Oberfläche, Tragflächen, Fahrwerk, Radom und Propeller sind separat anzubauen, die abgestellt gezeigten Maschinen sind mit geöffneter Einstiegsluke versehen. Die Materialstärke der Flächen am Leitwerk darf man als hauchdünn bezeichnen, auch eine Anzahl Antennen ist nachgebildet. Hier muss man aber aufpassen, dass man sie beim Versäubern der Stützpunkte nicht versehentlich mit abtrennt.

Trägerflugzeuge / Elektronische KomponenteTrägerflugzeuge / Elektronische KomponenteTrägerflugzeuge / Elektronische KomponenteMan beachte die freistehenden Bügel auf der RumpfseiteTrägerflugzeuge / Elektronische KomponenteTrägerflugzeuge / Elektronische KomponenteHier sind leichte Layer im unteren Bereich des Radoms zu sehen, die aber kaum auffallen werdenTrägerflugzeuge / Elektronische Komponente

Trägerflugzeuge / Elektronische Komponente

 

Die Hawkeyes sind naturgemäß ohne Außenlasten unterwegs, aber den Prowlern liegt ein kleiner Rahmen mit ECM-Pods, AGM-88 HARM, Zusatztanks sowie den entsprechenden Pylonen bei, wiederum in exzellentem Qualitätsstandard hergestellt. So können nicht nur unterschiedliche Beladungsoptionen an den Flugzeugen, sondern auch Beladungsszenarien auf dem Flugdeck verwirklicht werden. Wiederum sind hier kaum Layer zu finden, einzig manche Pylone weisen welche auf, die an den fertigen Modellen aber kaum zu sehen sein werden.

L'Arsenal - Trägerflugzeuge / Elektronische Komponente

L'Arsenal - Trägerflugzeuge / Elektronische Komponente

Etwas schade finde ich, dass den Sets keine „Bauanleitung“ mit beiliegt. Bei den Prowlern ist das zwar grundsätzlich und mit Modellbauerfahrung noch ohne Anleitung händelbar, die Hawkeyes haben aber den Umfang eines kleinen Bausatzes, wo etwas mehr Information sehr hilfreich wäre, besonders zur Montage der eingefalteten Tragflächen. Auch bei den Zuladungen würde eine Übersicht, was was ist und zusammengehört, nicht schaden.

L'Arsenal - Trägerflugzeuge / Elektronische Komponente

Darstellbare Maschinen:
  • E-2C 2000 Hawkeye in verschiedenen Konfigurationen
  • EA-6B Prowler in verschiedenen Konfigurationen
Stärken:
  • im Maßstab 1:400 einzigartig
  • hohe Druckqualität
  • extrem feine Modellierung
  • in zahlreichen Konfigurationen verfügbar
  • bei Kleinteilen sind Reserven verfügbar
Schwächen:
  • keine transparenten Cockpitscheiben - aber man kann nicht alles haben!
  • fehlender Bauplan/ Teileübersicht
  • verbesserungsfähige Verpackung
Anwendung: Hier werden die feinmotorischen Fähigkeiten bis zum Äußersten beansprucht - definitiv nichts für Anfänger!

Fazit:

Meiner Ansicht nach bietet L´Arsenal mit diesen Modellen aus dem 3D-Druck momentan das Non-Plus-Ultra an Trägerflugzeugen fürs Modellflugdeck an. Das Befreien der Flugzeuge aus ihrem „Käfig“ und das Vervollständigen mit den winzigen Anbauteilen werden einem viel Geduld und alle feinmotorischen Fähigkeiten abverlangen. Aber hat man erst mal diese Hürde überwunden, werden Flugzeugmodelle das Flugdeck beleben, die nicht nur in diesem Maßstab ihresgleichen suchen.

Weitere Infos:

Anmerkungen: Beide Flugzeugmuster sind in unterschiedlichen Konfigurationen verfügbar. Sie sind in den Maßstäben 1:144, 1:200, 1:350, 1:400 und 1:700 erhältlich. Die genauen Bestelloptionen kann man bei www.larsenal.com ermitteln.

Diese Besprechung stammt von Roland Kunze - 21. Februar 2025

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