Avia B.534 early series(Eduard Bausätze - Nr. 4451)Produktinfo:
Besprechung:Das Original
In den späten 1930er Jahren war die Avia B.534 das Standard-Jagdflugzeug der tschechoslowakischen Luftwaffe. Zu Beginn der 1930er Jahre entwickelt, ging der Doppeldecker durchaus mit der Zeit. Dass die Maschine durchaus leistungsfähig war, zeigte ein zweiter Platz jeweils in der Kategorie Alpenrundflug und Dreiergruppenflug bei dem internationalen Flugtreffen 1937 in der Schweiz. Geschlagen geben musste sich die Avia nur einer Neuentwicklung aus Deutschland – der Bf 109. Nach der Besetzung der Tschechoslowakei wurde die Avia B.534 als Schulflugzeug in die deutsche Luftwaffe übernommen. Die Maschinen der frühen 1., 2. und 3. Serien entsprechen den im Bausatz wiedergegebenen Varianten. Diese hatten zuerst ein offenes und später geschlossenes, nicht eingestraktes Cockpit. Ab der 4. Serie wurde der Rumpfrücken erhöht und das Cockpit eingestrakt. Außerdem erhielt das Muster eine Metall-Luftschraube. Insgesamt wurden ca. 550 Maschinen hergestellt, die u.a. in der Slowakei, Bulgarien und Griechenland verwendet wurden. Der Bausatz
Nicht weniger als vier Modelle befinden sich in dem Eduard-typischen Karton, der mit seiner Größe, voll bepackt, an der Grenze liegt. Pro Gussrahmen 46 graue Spritzgussteile, macht in Summe 184 Spritzgussteile zuzüglich 15 Klarsichtteilen. Wer jetzt gedacht hat, Eduard hat lediglich vier identische Gussrahmen und Markierungsoptionen beigelegt, der liegt völlig falsch. An den Gussrahmen befinden sich jeweils in Form und Ausführung unterschiedliche Rümpfe. Durch kluge Umsetzung in der Form können durch Wechseleinsätze an ein und demselben Gussrahmen verschiedene Einzelteile abgespritzt werden. So fällt es bei einer ersten Betrachtung gar nicht ins Auge, dass sich hier vier unterschiedliche Varianten bauen lassen. Dieser Bausatz ist schon als Royal Class des kleinen Maßstabes anzusehen – Hut ab Eduard! Die Qualität ist bei der Eigenentwicklung dabei selbstredend. Feine Gravuren, filigrane Bauteile wo immer man hin schaut. Grat, Formtrennversatz etc. sucht der geneigte Modellbauer vergebens. Die Ausführung der Bauteile verspricht einen übersichtlichen Bau, der ohne große Schwierigkeiten, selbst bei einem Doppeldecker, vonstattengehen dürfte.
Klarsichtteile
Selbst die Klarsichtteile, ein Manko vieler Bausätze dieses Maßstabes, sind ausreichend fein und klar ausgeführt. Es liegen drei Gussrahmen mit verschiedenen Ausführungen der Hauben bei. Bauanleitung
Die Bauanleitung ist klar gegliedert und bebildert und führt ohne große Fragen durch den Bau der Modelle. Die jeweils zu verwendenden Einzelteile der unterschiedlichen Varianten sind mit Zuordnung zu der jeweiligen Markierungsvariante eindeutig beschrieben. Decals
Es liegen insgesamt Decals für sechs unterschiedliche Markierungsvarianten bei. Die Decals sind sauber und versatzfrei gedruckt. Markierungsvarianten
Wie bereits beschrieben liegen dem Bausatz sechs unterschiedliche Markierungsvarianten bei. Bis auf eine Ausnahme alle in einem einheitlich grünen Anstrich, kommen die Varianten aufgrund der teilweise recht umfangreichen und bunten Markierungen in Form von Abzeichen und Nummern recht farbig daher. Eine ganz in freundlichem Grau gehaltene Variante sticht aus den beiliegenden Markierungen deutlich heraus.
Darstellbare Maschinen:
Stärken:
Schwächen:
Fazit:Ja, was soll man da noch sagen, ein Modellbausatz der Spitzenklasse im kleinen Maßstab, hervorragend umgesetzt und realisiert. Auch wenn das wiedergegebene Muster persönlich nicht, oder nur eines der sechs verschieden darstellbaren Muster gefällt, lohnt der Kauf. Royal Class im Kleinmaßstab – Hut ab Eduard! Weitere Infos:Anmerkungen: Das Set auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links: Diese Besprechung stammt von Christian Bruer - 27. Januar 2016 © 2001-2024 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |