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schwere Feldhaubitze sFH 203 mm M115

von Hauke Ahrendt (1:35 AFV Club)

schwere Feldhaubitze sFH 203 mm M115

Vorgeschichte

Die 203mm-Feldhaubitze (sFH) M115, im WW2 noch gemeinsam mit der 155 mm Kanone als M1 bezeichnet, stammt in ihrer Entwicklung aus der Zeit vor dem WW2. Die zunächst abgebrochene Entwicklung und Produktion wurde in den USA ab 1939 wieder aufgenommen.

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Einsatz bei der Bundeswehr

Die sFH M 115 wurde in einer Stückzahl von 37 Geschützen bei der Bundeswehr eingeführt und gehörte zur Erstausstattung der schweren Feldartilleriebataillone auf Divisions- bzw. Korpsebene. Hier wurden sie jeweils in der 4. Batterie eingesetzt.

Die 155mm-schwere Feldkanone (sFK) M 59, welche die gleiche Spreizlafette wie die M115 hatte, wurde üblicherweise in der 2. und 3. Batterie verwendet (manchmal alternativ auch die 155mm mittlere Feldhaubitze (mFH) M114).

Ab Mitte der 60er Jahre wurden die 203 mm-Haubitzen M115 durch 203mm-Haubitzen auf Selbstfahrlafetten (M 110) abgelöst.

schwere Feldhaubitze sFH 203 mm M115

Technik

Das Geschütz M115 hatte eine Wirkungsweite von 16 km. Eine Feuergeschwindigkeit von 1 Schuss/Min. konnte bei eingespielter Mannschaft erreicht werden. Die Geschützbedienung bestand aus 14 Mann. Als Zugmittel des 9,6 t schweren Geschützes wurde bis ca. 1960 die M4 Vollkettenzugmaschine 18t genutzt, später dann der Faun 912/45 (übergangsweise), abschließend der Faun 912/21, der als Zugmaschine, aber auch als Munitionsfahrzeug diente. Bei den späten Faun-Fahrzeugen wurde der Lenkwagen der Lafette nicht mehr verwendet, sondern die Spreizarme direkt an eine Vorrichtung der Zugmaschine eingehängt.

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Das Modell

Das Modell der 203 mm - Haubitze ist von AFV und wurde direkt aus der Box gebaut, Fragen ergeben sich durch die eindeutige Bauanleitung im Grunde nicht. Mit kleinen Maßnahmen kann man die Entscheidung von Feuer- und Marschstellung umgehen und sich flexibel halten, lediglich die Schutzklappe außen für den Spalt zwischen Spreizarm und Hauptlafette habe ich in Feuerstellung festgeklebt.

schwere Feldhaubitze sFH 203 mm M115

Ergänzt wurden einige Kabel und Schläuche an der Spreizlafette und an dem Lenk-Wagen, außerdem die Bremsleitungen an den Lafettenachsen. Am abnehmbaren Lenkwagen der Lafette musste noch ein Stahlseil mit Kausche ergänzt werden, um die Absetzmimik vorbildgerecht nachzubilden. Wie es am Vorbild ablief weiß ich inzwischen (hier hat mir Peter Schweisthal mit einigen Infos weitergeholfen – so weit weg war ich mit meinen Vermutungen also gar nicht). Die Deichsel blieb am Zugfahrzeug angekoppelt, die Achse war natürlich immer rotierbar in der Deichsel gelagert. Die Lagerungsklammer der Spreizlafettenarme war an der Achse fest. Um die Haubitze abzuprotzen wurde das Stahlseil des Lenkwagens an die Zugmaschinenseilwinde angehakt und durchgeholt. Dann wurde die Klammer gelöst, welche die Spreizarme auf dem Lenkwagen während des Transportes fixierte. Nun konnte mit Hilfe der Seilwinde der Zugmaschine das Seil langsam abgelassen werden. Durch die Seilführung (die 180°-Scheibe mit Einkerbung in der Mitte der Achse) wurde das Stahlseil geführt und zugleich der Hebelarm verbessert. Dabei klappte die Klammer auf und gab die Spreizarme frei. Das Aufprotzen lief umgekehrt, das Unterteil der Klammer wurde an den Spreizarmen befestigt und nahm beim Aufspulen der Zugmaschinenwinde die Spreizarme mit nach oben. Die Klammer wurde geschlossen und verriegelt, war aber noch seitlich drehbar (sonst hätte man ja nicht lenken können) und die Haubitze war schleppbereit.

schwere Feldhaubitze sFH 203 mm M115

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Für die BW-Version ist dann noch die frühe und einfache Form Beleuchtung ergänzt worden, wie man sie auf wenigen Bildern sehen kann. Die ersten Fahrzeuge am Beginn der Einsatzzeit bei der BW hatten noch keine Lampenträger und Beleuchtung. Die Ergänzung erfolgte Anfang der 60er Jahre. Außerdem einige Kleinigkeiten. Das Reifenprofil der Bausatzräder kann man für die 50er und 60 so nutzen, aber die Felgen sind nicht ganz korrekt. Von Master Production aus Frankreich (die haben ein recht interessantes Programm) gibt es Austauschprodukte. Ich habe aber immer noch keinen Importeur oder Händler in Deutschland gefunden und die Versandkosten für ein Räderpaar war mir dann zu teuer. So sind dann doch die Bausatzräder zum Einsatz gekommen. Aber wer einen Importeur/Händler kennt, kann sich ja gerne mal bei mir melden.

schwere Feldhaubitze sFH 203 mm M115

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Vergleich zwischen M59 (unten) und M115 (oben)
Vergleich zwischen M59 (unten) und M115 (oben)

Geschütz in Feuerstellung

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Details

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Hauke Ahrendt

Publiziert am 02. August 2010

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