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Leichte Feldhaubitze M101 (L) 105mm

von Hauke Ahrendt (1:35 Dragon)

Dargestellt ist das  C-Geschütz der 2.Batterie/ FeldArtBtl 195, PzGrenBrig 19 der 7. PzGrenDiv.
Dargestellt ist das C-Geschütz der 2.Batterie/ FeldArtBtl 195, PzGrenBrig 19 der 7. PzGrenDiv.

Das Vorbild

Diese Haubitze stellt eine Standardwaffe der Bundeswehr-Artillerieverbände in den 60ern und 70er Jahre dar. Eingesetzt wurde sie in der Brigadeartillerie der Panzergrenadierdivisionen, in denen ab 1959 jeweils 5 Bataillone aufgestellt waren (zwischen 1956 und 59 nur 3).

Nach Ablösung der Geschütze in den Brigaden gehörten sie zur Ausrüstung der Korpsartillerie, weiterhin sind sie für Ausbildungszwecke weiterverwendet worden.

Noch bis in die 80er Jahren nutzte dann die Feldartillerie der Heimatschutzbrigaden die Geschütze weiter. Nach der Wiedervereinigung wurden die Haubitzen dann in den Artillerieeinheiten des Bundeswehrkommandos Ost verbraucht.

Die leichten Feldhaubitzen wurden 2000 ausgemustert, es werden einige noch immer als Salut-Geschütz bei entsprechenden Anlässen genutzt.

Leichte Feldhaubitze M101 (L) 105mm

Modifikationen der Bundeswehr

Die ab 1956 bei der BW eingeführte Variante der Fh M101 war ausschließlich in der Ausführung A1 in einer Stückzahl von 216 beschafft worden.

Ende 1959 wurde in Deutschland eine KWS eingeleitet, bei der das Rohr durch ein längeres Exemplar von Rheinmetall ausgetauscht wurde. Damit verbunden war auch ein anderer Verschlussblock, eine geänderte Visiereinrichtung, eine Änderung am linken Schild und eine Mündungsbremse. Eine Beleuchtungseinrichtung entsprechend der StVo wurde ebenfalls ergänzt. Bezüglich der Tarnleitkreuzes bin ich mir nicht sicher, ob dies schon zu dieser Zeit oder erst später montiert wurde. Diese so modifizierten Geschütze wurden nun gekennzeichnet mit dem Zusatz (L) für Leistungsgesteigert. Dadurch konnte die Reichweite von 11.27 km auf 14,6 km gesteigert  werden, das Gewicht des Geschützes stieg aber auch um 240 kg auf 2,50 t. Die Schussfolge blieb bei 15 Schuss/min

Leichte Feldhaubitze M101 (L) 105mm

Hinter dem Schild wurde außerdem eine Aufhängevorrichtung montiert, um das Geschütz mit dem Faun GT 8/15 verlasten zu können. Dieses Fahrzeug war in der Lage, mit einer Art Ladebrücke die Haubitze auf die Ladefläche zu heben und zu transportieren. Nach der Ausmusterung der Faun-Fahrzeuge ab ca. 1973 wurden die Haubitzen mit unterschiedlichen Zugmittel angehängt gezogen und daher die Lasthaken wieder entfernt.

Die Ergänzung der Aufhängevorrichtung für das neue Faun-Fahrzeug überschnitt sich mit der Umrüstung zur leistungsgesteigerten Version, so dass es zeitweise auch einige originales M101A1-Haubitzen mit den Lasthaken für das GT8/15-Fahhrzeug gab. 

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Noch immer in Dienst

Für die heute noch aktive Salutausführung des Wachbataillons sind die Rücklichter dann später eckig ausgeführt worden, die Anhängeöse wurde geändert (so dass die Abwinkelung entfiel), ein Nummerschildträger wurde ergänzt, außerdem erfolgte eine Lackierung in Flecktarn.

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Das Modell

Inspiriert durch das von Dragon nun verfügbare Geschützes M2A1 wollte ich eine leichte Fh der BW bauen. Das so als Baubasis dienende hervorragende Modell von Dragon stellt eigentlich die ursprüngliche Variante M2 aus dem letzten Weltkrieg dar. Dennoch sind viele erforderliche Teile enthalten, um spätere Varianten wie die M101 und M101A1 zu fertigen. Dies kam mir natürlich zu Hilfe. Das Schutzschild rechts/links an der Lafette musste ich allerdings einem alten Pendant von Italerie stehlen, das ich noch in den 80ern gebaut und in einem Karton aufbewahrt hatte. Der Rest für oben beschriebenen Änderungen entstammt der berühmten Grabbelkiste oder ist gescratcht.

Eine kleine Arbeit zwischendurch und ohne großen Aufwand. Durch die Verwendung des neuen Dragon-Modells kommt man schon fast von allein zu einem sehr guten Ergebnis. Mit kleinen Maßnahmen kann man das Modell so modifizieren, das die Spreizarme beweglich bleiben und eine Entscheidung zwischen Fahr- und Feuersstellung umgangen wird. 

Leichte Feldhaubitze M101 (L) 105mm

Lackierung:      Airbrush mit Revell 42 Gelboliv, unter Beimengung von etwas 57 Grau und wenig 88 Ocker.

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Weitere Bilder

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Hauke Ahrendt

Publiziert am 16. November 2009

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