Let´s RollKugelpanzervon Michael Wittmann (1:35 verschiedene Hersteller)
Der Kugelpanzer ist ein ungewöhnliches und äußerst seltenes Panzerfahrzeug aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.
Zum Original:
Nur ein einziges Exemplar dieser Personenkleinstpanzer existiert heute noch. Es steht heute in der Sammlung deutscher Panzerfahrzeuge im Panzermuseum Kubinka. Der Kugelpanzer wird dort lediglich als „Exponat Nr. 37“ beschrieben. Das Fahrzeug wurde seit seiner Erbeutung verändert, der Antrieb wurde entfernt und es wurde neu- bzw. umlackiert. Im Jahr 2000 wurde der Originalanstrich wiederhergestellt. Anfang 2017 wurde der Kugelpanzer in einem dunkleren deutschen Grau neu lackiert und an der Nabe jedes Rades ein Wehrmacht-Emblem, das sogenannte Balkenkreuz angebracht. Anschließend wurde er in eine neue Ausstellung verlegt. Die Geschichte des Fahrzeugs ist praktisch unbekannt, da keinerlei Dokumente erbeutet wurden und keine Markierungen zu erkennen sind.
Lediglich fünf Punkte scheinen gesichert:
Auf die Funktionsweise des Gefährts kann man nur aufgrund seines Äußeren schließen. So scheint es sich um einen Ein-Mann-Aufklärungspanzer zu handeln, ausgestattet mit gepanzerter Außenwand und einem Sichtschlitz. Vermutlich war der Antrieb unter oder hinter dem Fahrer angebracht. Am Heck befindet sich ein lenkbares Rad, um den Schwerpunkt hinter die Achse der beiden Spurräder zu verlagern und um Drehbewegungen, welche mit den Spurrädern ausgeführt werden, zu unterstützen.
Im stationären Betrieb konnte der Panzer wohl als gepanzerte Zuflucht oder Behelfsbunker dienen. Es ist anhand des vorhandenen Bildmaterials nicht festzustellen, ob Feuerwaffen aus dem Panzer heraus eingesetzt werden konnten und ob sich unterhalb des Sichtschlitzes eine Öffnung für Feuerwaffen befand.
Es gibt aber auch die Vermutung, dass es sich in Wirklichkeit gar nicht um einen Panzer deutscher Fertigung handelt und die obigen Vermutungen nicht zutreffen, sondern es sich um einen Scherz russischer Produktion handelt:
Der Kugelpanzer 41 ist ein reines Fantasieprojekt von Miniart.
Zu den Modellen:
Das Werk brachte 2020 den Kugelpanzer auf den Markt. Es sind 2 Modelle in der Schachtel. Ein Modell besteht lediglich aus 15 Teilen. Es sind insgesamt 4 Markierungsoptionen vorhanden. Die Passgenauigkeit ist recht gut. Das einzig negative ist die Trennung der Bauteile in der Mitte der Lauffläche wo ein Spachteln und Schleifen sehr aufwendig ist. Ein Modell baute ich im Werksanstrich mit den noch vorhanden Markierungen der Fertigung. Das andere Fahrzeug in Japanischer Tarnung, da das Fahrzeug ja angeblich in der Mandschurei erbeutet wurde. Ich glaube aber, dass es einfach ein russischer Fake ist. Ich sah das Fahrzeug vor vielen Jahren und so eine handwerklich grottenschlechte Arbeit stammt hundertprozentig nicht aus Deutscher oder Japanischer Hand. Lackiert wurde das Ganze mit Tamiyafarben.
Da die beiden in der Vitrine relativ verloren ausgesehen hätten, baute ich den Kugelpanzer 41 auch noch. MiniArt brachte den Kugelpanzer als zweites Fahrzeug der Serie 2018 auf den Markt. Inzwischen gibt es 4 Fahrzeuge der Serie. das Modell hat eine komplette Inneneinrichtung, auf die ich aber verzichtete. Der Bau war einfach und die Passgenauigkeit war gut. Es stehen 4 Versionen zur Auswahl. Ich entschied mich für eine Hinterhalttarnung. Die 3 Modelle stellte ich einfach auf ein Holzbrett mit einer Grasmatte. Eine Dragon Figur, die vor einem Maus Kettenglied steht, dient zum Größenvergleich. Das Ganze könnte sich eventuell so auf einem Versuchsgelände abgespielt haben. Ein kleines Projekt das wirklich Spaß gemacht hat.
Weitere Bilder vom Bau findet ihr auf meinem Instagram Account unter: blue_patriot_mustang_ Michael Wittmann Publiziert am 31. März 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |