Turbo-HabichtHerunterskalierter Modellflugtraumvon Thomas Brückelt (1:18 verschiedene Hersteller)
Schon seit längerem geistert die Idee in meinem Kopf herum, einen flugfähigen Stummelhabicht (F-Variante mit 8 m Spannweite im Original) als ein ferngesteuertes Spaßgerät mit Impeller auf dem Rumpfrücken zu bauen. Da aber noch einige andere Projekte auf ihren Bau warten, steht in den Sternen, ob es jemals dazu kommt. So entstand die Idee, das Ganze vorerst im Plastikmodellbau entstehen zu lassen.
Für den Modellflieger, der stolz neben seinem Modell steht und wartet, bis der Luftraum für ihn frei wird, griff ich auf eine Figur von American Diorama in 1:18 zurück. Diese wurde angepasst und hält einen JETI DS-12-Sender in der Hand, welcher im Eigenbau entstand. Da ich selbst diesen Sender habe, fotografierte ich dessen Oberseite ab und nutzte das Bild als Decal, um die Oberseite originalgetreu abzubilden. Knüppel und markante Schalter, sowie der Tragegriff kamen hinzu. Die Basecap gestaltete ich ebenfalls nach meiner Kopfbedeckung.
Matthias Simon von Airmodel Products steuerte die Basis zum Turbo-Habicht bei - vielen Dank dafür! Von ihm stammt der Rumpf seines hervorragenden Resin-Bausatzes des Habicht E samt Leitwerk, welcher sich auch mehrfach in meiner Galerie hier auf Modellversium findet. Die Tragflächen stammen vom Habicht F (8 m-Stummelhabicht) aus dem Doppelbausatz von Warlord, welcher auch das Flügelpaar für die 6 m-Version und den Kampfsegler Bv 40 enthält.
Da Mütze und JETI-Sender von der Firma Hacker Motor GmbH stammen, welche alles erdenkliche Zubehör für den RC-Modellbau liefert, sollte mein Modell in den Firmenfarben designt werden. Die Verzierungen und Beschriftungen wurden auf Decalfolie gedruckt.
Damit der Stummel-Habicht mit seinem Impeller auch gut funktioniert, gab es ein paar Modifikationen: Das Modell soll natürlich eigenstartfähig sein, so benötigt es ein Hauptrad, ein Spornrad und zwei Stützräder an den Tragflächen, die an kurzen Beinen montiert sind. Sobald die Querruder wirken, kann man das Flugzeug dann beim Startvorgang waagrecht ausrichten und sie haben keinen Bodenkontakt mehr.
Den Impeller zeichnete ich an einem CAD-System und gab meinem Arbeits- und Modellflugkollegen Dominik die Datei, der sie mir in hervorragender Qualität mit seinem Resindrucker druckte. Vielen Dank dafür an dieser Stelle! Der Impeller wurde dann so auf dem Rumpfrücken angebracht, dass die Schubachse ca. 2° nach unten zeigt. Da er oberhalb des Neutralpunkts sitzt, muss er etwas nach hinten/unten blasen, um das Nickmoment zu kompensieren, das er durch seine relativ hohe Position erzeugt. Das Hauptrad muss recht weit vor dem Schwerpunkt angebracht sein, damit er beim Anrollen nicht auf die Nase geht.
Eine geschlossene Haube (gab es für den originalen Habicht übrigens auch) passt besser zu der „Turbo-Version“, so fertigte ich ein entsprechendes Tiefziehteil an.
Wer sich tiefergehend für den Bau interessiert, hier habe ich ein Video davon: https://youtu.be/RWz5mIRD9c0
Thomas Brückelt, Publiziert am 09. März 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |