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LKW 7t milgl MAN Typ 453 Dreiseitenkipper

Dargestellt wird ein Fahrzeug der 4./PiKp 130, 5. PzDiv.

von Hauke Ahrendt (1:35 Revell)

LKW 7t milgl MAN Typ 453 Dreiseitenkipper

Das Vorbild

Die weitverbreiteten Lkw der so genannten „Nachfolgegeneration“ wurden zehn Jahre lang durch ein Konsortium verschiedener Lkw-Hersteller entwickelt. Ziel war die drastische Reduzierung der Nutzlastklassen von 8 auf 5 und die Vereinheitlichung der Fahrzeuge.

 

LKW 7t milgl MAN Typ 453 Dreiseitenkipper

Schließlich erhielt 1975 MAN als Generalunternehmer den Auftrag für die Fertigung der weithin bekannten 7t-Lkw, die der Truppe in einer Stückzahl von 3.500 zwischen 1976 und 1983 zugeführt wurden. Darin enthalten sind fast 700 Kipper-Ausführungen.

LKW 7t milgl MAN Typ 453 Dreiseitenkipper

Die Lkw der Gewichtsklassen 5, 7 und 10t sind dem Konzept der Nachfolgegeneration folgend als Baukastensystem ausgeführt, um möglichst viele Bauteile baugleich und austauschbar zu halten, was die Herstellung und Instandsetzung vereinfacht.

LKW 7t milgl MAN Typ 453 Dreiseitenkipper

Die Variante als 7t milgl Dreiseitenkipper ist ein MAN Typ 453 und verfügt über einen 6x6 Antrieb, der durch einen KHD-Dieselmotor BF 8 L 412 F mit 253 kW angetrieben wird. Die die Kippmulde von Meiller hat die Maße 4.200 x 2.300, die Ladeebene ist unbeladen 1.722 mm über Bodenniveau.

LKW 7t milgl MAN Typ 453 Dreiseitenkipper

Die Gesamtlänge von 8.065 mm des Dreiseitenkippers ist etwas kürzer als die des Pritschenfahrzeugs, auch ist der Rahmen hinten im Vergleich etwas gekürzt. Bei einem Gesamtgewicht von 11,9 t konnten 7,3 t Nutzlast befördert werden.

LKW 7t milgl MAN Typ 453 Dreiseitenkipper

Alle Dreiseitenkipper sind mit der Rotzler-Seilwinde ausgerüstet und bei der Pioniertruppe in Verwendung. 

LKW 7t milgl MAN Typ 453 Dreiseitenkipper

Das Modell

Ein Projekt, das ich schon lange auf der Pfanne habe, war der MAN Typ 453 Dreiseitenkipper. Irgendwann gab es eine Wiederauflage des Revell-7t aus den Händen meines Stamm-Internet-Modellbauhändlers, den ich als Baubasis gekauft habe. Dazu einen Ätzteilesatz von Eduard für den 10t-MAN (weil es den für den 7t nicht gab, und es ist auch mehr drin glaube ich).

LKW 7t milgl MAN Typ 453 Dreiseitenkipper

Das Führerhaus kann aus der Box gebaut werden. Den Rahmen kann man ebenfalls weitgehend nach Anleitung bauen, muss ihn hinten aber kürzen und einige Streben anpassen sowie die Zylinderaufnahme ergänzen. Die Winde muss man in jedem Fall anbauen, alle Kipper hatten eine. Zum Glück ist sie am Spritzbaum enthalten. Nach Bauplan kann die Abgasanlage montiert werden und der Druckluftbehälter.

LKW 7t milgl MAN Typ 453 Dreiseitenkipper

Dann beginnt der Umbau: Zusatzstreben, der Fuß für den Hydraulikstempel und der vordere Querträger für die Schüttmulde werden ergänzt. Die Schmutzfänger und Rücklichter müssen aus dem Eduardsatz modifiziert werden, kann man aber alles aus den Ätzteilen generieren. Das hintere Kipplager muss in den Rahmen eingelassen werden, weiterhin werden zwei Patronen für die Luftentfeuchtung auf der rechten Seite ergänzt (die hatten scheinbar aber nicht alle Fahrzeuge). Außerdem sind einige Hydrauklikleitungen erforderlich, ich habe aber nur ein paar ergänzt, es müssten noch viel mehr sein, sieht man im Normalfall unter der Mulde aber nicht. Zuletzt noch zwei Drahtseile mit Kauschen zur Schüttmulde. Schwer, das alles genau zu beschreiben, dazu besser meine Bilder aus der Bauphase betrachten.  

LKW 7t milgl MAN Typ 453 Dreiseitenkipper

Die Kisten hinter dem Führerhaus müssen etwas gekürzt und in ein Gestell eingebaut werden. Das Erfordernis die beiden Kisten zu kürzen ist mir erst aufgefallen, als ich die Entlüfterpatronen zwischen Winde und Feruerlöscherkasten einbauen wollte und der Platz fehlte. Aber schon das Nachzählen der Blechsicken der Kiste zeigte, dass es nicht die übliche Kiste war. Also nochmal auseinander nehmen, kürzen und wieder einbauen. Wenn man Pech hat zerstört so eine Sache das bisher erreichte total: Bei mir musste das gesamte Kistengestell neu gebaut werden, weil ich nicht so sparsam mit dem Kleber war. Unter den Kisten sind die Halterungen für Kanister und Feuerlöscherkisten anzubringen, dazu noch eine Leiter erstellen und oben einige Halterungen (deren Zweck ist mir unbekannt) und das wenige Werkzeug anbringen. Dann hat man es für das Chassis auch schon geschafft. 

Bauphase

Kippmulde von unten (rechts ist vorne)Kippmulde (links ist die Vorderseite)Kippmulde (links ist die Vorderseite)Chassisoberseite von rechtsChassis von linksChassis von hinten

Kippmulde von unten (rechts ist vorne)

Kippmulde von unten (rechts ist vorne) 

Die Kippmulde war aufwendiger als gedacht, das hat 50% der gesamten Bauzeit benötigt und richtig zufrieden bin ich auch nicht, aber ich habe keine bessere Möglichkeit gefunden, die gesickten Wände der Mulde innen und außen darzustellen. Und nur außen die Sickung darstellen und innen alles glatt lassen wollte ich nicht, auch wenn es deutlich einfacher gewesen wäre. Zunächst geplant war am Modell eine Funktion als "Zweiseitenkipper", aber da mir das zu fummelig wurde mit dem Umstecken der Arretierungsbolzen an der Pritsche, habe ich mich schließlich auf einen "Einseitenkipper" mit Kippen nach hinten beschränkt

LKW 7t milgl MAN Typ 453 Dreiseitenkipper

Lackierung:  

Airbrush mit Revell 42 Gelboliv, unter Beimengung von etwas 57 Grau und wenig 88 Ocker.

Decals:         

Bausatz und Grabbelkise

Vergleiche mit dem LKW 7t milgl MAN Typ 452

Längenvergleich mit Typ 452 (Pritsche)LKW 7t milgl MAN Typ 453 DreiseitenkipperUnterschiede von hinten gesehenLKW 7t milgl MAN Typ 453 Dreiseitenkipper

Längenvergleich mit Typ 452 (Pritsche)

Längenvergleich mit Typ 452 (Pritsche) 

Hauke Ahrendt

Publiziert am 03. August 2016

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