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M110

Fahrzeug der 5./FArtBtl. 11, der 11. PzGrenDiv

von Hauke Ahrendt (1:35 Italeri)

M110

Das Vorbild

Die M110 wurde in einer Stückzahl von 80 Fahrzeugen beschafft, gleichzeitig erfolgte die Einführung der M107 auf gleichem Fahrgestell, jedoch mit dem optisch deutlich eindrucksvolleren 175mm Geschützrohr. Mit den M107 und M110 wurde eine Vielzahl der im wesentlichen gezogenen Rohrartillerie ersetzt oder in untergeordnete Aufstellungen verdrängt.

M110

1985 erfolge die Modifikation beider SFl zur M110 A2. Diese Ausführung erkennt man an dem Rohr der FH70 und einem Wetterschutz für die Bedienung. Nur sehr, sehr wenige Fotos zeigen Bundeswehrvarianten der A2 mit dem neuen Rohr, aber noch ohne Wetterschutz, so wie sie dieser Bausatz darstellt.

Die Leistungen der Waffe der M110 ist mit denen der M115 vergleichbar. Die M110 hatte eine Reichweite von 16 km, eine Kadenz von 1 Schuss/Min. und eine Besatzung von fünf Mann. Zwei Schuss Bereitschaftsmunition wurden am Stützsporn mitgeführt, der Rest mit dem Begleit-Lkw (30 Schuss). Neben konventionellen Geschossen konnte auch Atom-Munition verschossen werden.

M110

Das Modell

Das Modell ist der aktuelle Bausatz von Italeri. Die A2-Variante war erstmal nicht mein Plan (für die ich zur Sicherheit aber schon mal einen zweiten Bausatz auf Halde habe). Das hat zum Einen wieder meine Vorliebe der frühen BW-Zeit zum Grund. Andererseits muss für eine typische A2-Version der Bundeswehr der M110 auch eine Wetterschutzplane und dazugehörende Einfassung der Bedienplattform spendiert werden. Es gibt nur extrem wenige Fotos, auf denen das lange A2-Rohr ohne Wetterschutz zu sehen ist. Damit ist die Ausführung einer BW-A2 eine Aufgabe für einen späteren Zeitpunkt. Zumal ausgerechnet jetzt, wo es nun endlich eine M110 auf dem Markt gibt,  Perfect Scale die zwingend erforderliche Diehl-Kette nicht mehr im Programm hat...

M110

Umbau auf die frühe M110

Leider gab es keine AFV M115 als Teilespender mehr zu kaufen, deswegen habe ich das lange Rohr der A2-Version gekürzt. Ganz korrekt ist das nicht, denn die deutlich sichtbare Rohrverjüngung ist aufgrund der dünnen Materialwandung auch durch einen längeren Schleifprozess so nicht darstellbar. Einige Mulden im Rohr mussten verschlossen werden. Einen Ätzteilesatz konnte ich für die M107/M110 auch nicht auftreiben, die Restekiste musste herhalten. Viele angegossene und separate Anbauteile, Beleuchtungsmittel, Verstrebungen usw. wurden ersetzt, da das Modell formtechnisch nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit ist. Viel Frickelei eben.

M110

Früher gab es von HobbyFan einen Resin-Update-Satz, bestehend aus schönen Teilen zum Ergänzen (z.B. die Kisten am Stützsporn) oder als Ersatz für angegossene Teile. Leider auch nicht mehr zu beschaffen. So hat man einige zusätzliche Arbeit. Die Kisten am Stützsporn habe ich weggelassen. Es müssen am Sporn aber auf jeden Fall noch einige Werkzeughalterungen und das Abschleppseil ergänzt werden.

M110

Andere Teile mussten ebenfalls geändert oder verfeinert werden, viele Leitungen verlegt und Klimperkram ergänzt werden. Die Ladevorrichtung ist eine Katastrophe, hier war Handlungsbedarf zwingend. Auch die Arretierung der Ladevorrichtung in Fahrtstellung musste ergänzt werden, die ist im Bausatz nicht mal vorhanden.

Ansonsten kann man das ja halten wie man will, das ist ja das Tolle am Modellbau: Alles kann, aber nichts muss, wenn man nicht will oder keine Zeit hat. Ich hatte, denn es war schlechtes Wetter!

M110

Die US-Kette ist von Perfect Scale und sieht einerseits besser aus, die Verlegung ist vor allem aber auch etwas einfacher als mit dem störrischen Teil aus dem Bausatz. Ich habe die amerikanische Variante genutzt, weil diese Kette durchaus lange bei der Bundeswehr in der Verwendung stand. Es sind auch in späteren Jahren bis in die 70er hinein unheimlich viele Fotos von Bundeswehrfahrzeugen mit der US-Kette zu finden.

M110

Die Bemalung ist einfach in Gelboliv. Anders als es bei vielen Modellen von Bundeswehr-M107 oder 110 häufig zu sehen ist, habe ich lange gezögert, das Modell mit deutschen Hoheitszeichen zu versehen. Weder die M107 noch die M110 zeigte sich auf den meisten von mir gefundenen Fotos mit Kreuz auf dem Rohr, bei der M110 sogar noch seltener als bei den M107.

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Anfang der 80er nahm die Kennzeichnung auf den Rohren dann aber wohl zu. Lediglich zwei Fotos des 12. AR aus dem Jahre 1978 zeigen in der gelboliven Zeit bei der M110 ein Eisernes Kreuz dann doch, ich denke anlässlich einer Truppenschau oder so, aber kein regulärer Einsatz. Ich habe die Markierung dann weggelassen. Somit ist die M110 mein bisher einziges bewaffnetes BW-Ketten-Fahrzeug ohne Hoheitszeichen.

M110

Lackierung: Airbrush mit Revell 42 Gelboliv, unter Beimengung von etwas 57 Grau und wenig 88 Ocker.      

Decals: Bausatz und Grabbelkiste

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Weitere Bilder

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Hauke Ahrendt

Publiziert am 26. August 2013

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