Republic P-47M Thunderbolt61st Fighter Squadron, 56th Fighter Group, "Pengie V", Maj. Boleslaw Mike Gladychvon Christopher Schärig (1:72 Revell)
Zum OriginalWer an amerikanische Flugzeuge des Zweiten Weltkriegs denkt, dem kommt unweigerlich die P-47 Thunderbolt in den Sinn. Dies zeigt sich alleine schon daran, dass es auf Modellversium über 50 Galeriebeiträge von diesem Flugzeug gibt. Da es auch mindestens genauso viele gute Berichte zu diesem Flugzeugmuster gibt, möchte ich nur kurz auf die Ausführung „M“ eingehen.
Die P-47M Thunderbolt war eine besonders leistungsstarke Variante des amerikanischen Jagdflugzeugs P-47, die in der Endphase des Zweiten Weltkriegs entwickelt wurde. Ihr Zweck bestand vor allem darin, schnelle deutsche Flugzeuge wie die Me 262, die Arado Ar 234 und deutsche Aufklärungsflugzeuge in großer Höhe abzufangen. Angetrieben wurde sie von einem luftgekühlten Pratt-&-Whitney-R-2800-Doppelsternmotor, der mit einem verbesserten Turbolader ausgestattet war. Mit aktivierter Wassereinspritzung konnte der Motor ungefähr 2.800 PS leisten, wodurch die P-47M Geschwindigkeiten von etwa 760 km/h erreichte. Damit gehörte sie zu den schnellsten kolbenmotorgetriebenen Jagdflugzeugen ihrer Zeit.
Obwohl die Thunderbolt sehr schwer war, konnte sie dank ihrer robusten Bauweise, ihrer hohen Geschwindigkeit und ihrer hervorragenden Sturzflugleistung überzeugen. Die P-47M wurde hauptsächlich von der 56th Fighter Group der US Army Air Forces in Europa eingesetzt, die bereits viel Erfahrung mit früheren Thunderbolt-Versionen hatte. Technische Schwierigkeiten mit Motor, Turbolader und Kühlung verzögerten jedoch ihren Einsatz, so dass sie erst in den letzten Kriegsmonaten umfassend verwendet werden konnte. Insgesamt war die P-47M eine auf Hochgeschwindigkeit und Höhenleistung optimierte Version der Thunderbolt, während die spätere P-47N stärker auf große Reichweite ausgelegt war. Mein Modell stellt die „Pengie V“ mit der Verbandskennung „HV-M“ dar. Diese Maschine gehörte zur 61st Fighter Squadron der 56th Fighter Group. Geflogen wurde dieses Flugzeug von Boleslaw Mike Gladych.
Zum ModellMeine Thunderbolt entstand aus dem Revell-Bausatz 04141. Dieser erschien erstmals im Jahr 1999 und wurde seitdem mehrmals von Revell neu aufgelegt. Auf dieser Seite gibt es dazu auch mehrere Vorstellungen der jeweiligen Neuauflagen, auf die ich gerne verweise. Der Zusammenbau ging gut von der Hand, so dass man nach wenigen Schritten bereits das lackierfertige Modell vor sich hat. Die Lackierarbeiten waren ebenfalls schnell erledigt, so dass die Decals folgten. Diese hatten vermutlich im Laufe der Zeit zu viel Feuchtigkeit abbekommen, so dass sie sich immer wieder aufrollten. So viel zum kurzen Bericht über den Bau. Da dieses Modell bereits mehrfach auf Modellversium.de vorgestellt wurde, möchte ich mich nicht unnötig wiederholen und stattdessen einige Bilder sprechen lassen.
FazitDer Bau dieses Modells weckte schnell einige Kindheitserinnerungen. Schließlich waren es genau diese Modelle, die man als Jugendlicher für wenig Taschengeld im örtlichen Spielzeuggeschäft bekommen konnte. Selbst 27 Jahre nach der Erstveröffentlichung ist dieser Bausatz immer noch auf der Höhe der Zeit, und man kann damit ein tolles Modell gestalten. Christopher Schärig Publiziert am 04. November 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |