BMP-2Nationale Volksarmeevon Christopher Schärig (1:72 Ace)
Zum OriginalDer BMP-2 ist sowjetischer amphibischer Schützenpanzer, der in den 1980er-Jahren bei der NVA eingeführt wurde. Er hat ein Gefechtsgewicht von etwa 14,3 Tonnen, ist rund 6,72 Meter lang, 3,15 Meter breit und 2,45 Meter hoch. Die Besatzung des Fahrzeugs besteht aus drei Soldaten; zusätzlich konnten bis zu sieben Infanteristen transportiert werden. Angetrieben wird er von einem Dieselmotor mit etwa 300 PS, der eine Höchstgeschwindigkeit von ungefähr 65 km/h auf der Straße ermöglicht. Die Hauptbewaffnung besteht aus der 30-mm-Maschinenkanone 2A42, ergänzt durch ein koaxiales 7,62-mm-PKT-Maschinengewehr und die Panzerabwehrlenkrakete 9M113 „Konkurs“. Seine geschweißte Stahlpanzerung schützt hauptsächlich gegen Handfeuerwaffen und Splitter, während die Konstruktion eine hohe Beweglichkeit und den Einsatz der mitgeführten Infanterie direkt aus dem Fahrzeug heraus ermöglichte. Selbst in heutigen Konflikten kommt der BMP nach wie vor zum Einsatz.
Zum ModellGenau wie bei meinen Flugzeugmodellen, wollte ich gerne ein Fahrzeug in meiner Sammlung haben, das vielleicht nicht jeder kennt oder baut. Meine Wahl fiel dabei auf den BMP-2, quasi das sowjetisch/russische Gegenstück zum M2 Bradley oder SPZ Marder. Das Modell entstand aus dem Bausatz des ukrainischen Herstellers „ACE“ und wurde auch bereits hier auf Modellversium besprochen.
Der Bau dieses Fahrzeugs geht trotz der sehr „speziellen“ Bauanleitung gut von der Hand. Anders als andere Hersteller, besteht die Bauanleitung aus einer DIN-A4 Seite, wo eine Explosionszeichnung des BMPs abgebildet ist. Hier empfiehlt es sich, besser zweimal hinzusehen, bevor man das Bauteil abschließend festklebt. Viele Teile benötigen etwas Nacharbeit, aber dies hält sich auch in Grenzen.
Nach dem Zusammenbau grundierte ich den Panzer schwarz. Flächen, die durch Sonneneinstrahlung ausbleichen lackierte ich weiß um später kein monotones Farbbild zu bekommen. Die olivgrüne Farbschicht sprühte ich dann in mehreren dünnen Schichten um den gewünschten Effekt zu bekommen. Bei der Alterung des Fahrzeugs nutze ich wieder die Drybrush-Technik, verschiedene Ölfarben und Pigmente.
Um das Fahrzeug etwas interessanter zu gestalten, entschied ich mich, noch einen Bergebalken anzubringen. Bei meinen Recherchen bin ich auf ein Bild gestoßen, bei dem der Balken nicht wie üblich am Heck befestigt war, sondern an der linken Wannenseite. Ich verwendete dazu einen Holzspieß, den ich auf eine passende Länge kürzte. Danach schliff ich das Stäbchen an und pinselte ein dunkles Wash auf. Die Halterungen fertigte ich aus Maskierband. Zum Abschluss folgte wie immer matter Klarlack.
FazitObwohl der BMP ein weit verbreitetes Fahrzeug ist, fristet dieser Panzer doch ein Schattendasein. Bisher hat leider keiner der großen Hersteller (Revell, Trumpeter, usw.) einen BMP im Sortiment, sodass man zwangsläufig auf kleinere Hersteller wie „ACE“ zurückgreifen muss. Die Verfügbarkeit ist dementsprechend schwierig. Der fertige Panzer macht dennoch einen stimmigen Eindruck. Für Sammler sowjetischer Fahrzeuge definitiv eine Empfehlung. Christopher Schärig Publiziert am 02. November 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |