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MiG-21MF

von Alex Grivonev (1:72 Eduard)

MiG-21MF

Das hier präsentierte Modell war ursprünglich als ein "Testobjekt" für ein Naturmetallfinish gedacht, bei dem ich neue Techniken ausprobieren und die ich dann in einem größeren Projekt umsetzen wollte. Am Ende lief es jedoch etwas anders als geplant... mehr dazu später.

MiG-21MF

Es handelt sich um die MiG-21MF in 1:72, welche wiederum eine Exportvariante der MiG-21SM war. Der Bausatz ist das fantastische Profipack von Eduard, bei dem das Deckelbild ein Exemplar dieser Maschine in einem wunderschönen Naturmetallfinish ziert, was auch meine Entscheidung bei der Produktwahl begünstigte.

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In der Profipack-Version ist fast alles dabei, was man braucht, um eine schöne Nachbildung dieses Fliegers herzustellen. Ich entschied mich zusätzlich für Räder von Res/Kit, einer fein nachgebildeten Schubdüse von Brassin, dünneren Fahrwerksklappen von Quickboost und gedrehten Statikentladern von Master.

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Das Cockpit lässt sich mit den beiliegenden Ätzteilen sehr schön aufwerten. Besonders fein sieht das Instrumentenbrett aus. Hervorheben möchte ich auch die Fahrwerksschächte. Diese sind sehr fein detailliert und kommen bei entsprechender Bemalung sehr gut zur Geltung.

MiG-21MF

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Einige Abzüge gab es dennoch. Die Kanten beim Lufteinlauf-Ring, sowie bei der Triebwerksauslass-Verkleidung sind viel zu dick und stumpf ausgeführt und müssen deutlich dünner geschliffen werden. Diese sind beim Mach-2 Original messerscharf!

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Kommen wir zur Lackierung. Geplant war, wie bereits erwähnt, diese Maschine in einem Naturmetall-Finish darzustellen. Bei dem Exemplar der polnischen Luftwaffe, welches auch das Deckelbild ziert, gibt Eduard in der Bemalungsanleitung "Superfine Silver" als Farbgebung für den Flugzeugrumpf an. Bei der Recherche zur Vorbildmaschine habe ich jedoch andere Schlüsse gezogen. Von dem Exeplar mit der taktischen Nummer "7600" und der Fledermaus vorne auf der Nase gibt es recht gute Bilder im Netz.

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Diese Maschine war bis zum Ende der 90er Jahre bei der polnischen Luftwaffe im Einsatz und landete nach ihrer Außerdienststellung schließlich in einem Museum in Galveston(Texas), wo sie bis 2008 ausgestellt war. Diese Bilder zeigen meiner Meinung nach kein Naturmetallfinish, sondern eine graue Überlackierung. Und es war keine dieser "kreativen" Museums-Lackierungen (diese kam erst später), der Lack war im Originalzustand samt Wartungshinweisen und co. Ein polnischer Modellbaukollege bestätigte mir, dass die 21er in der polnischen Luftwaffe anfangs im Naturmetall-Kleid unterwegs waren und irgendwann eine graue Überlackierung erhielten.

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Ich entschied mich, diesem Vorbild zu folgen und begann mit dem Metallfinish. Das, was ich eigentlich testen wollte, war ein flächiges Preshading einzelner Panele, diese wurden scharf abgeklebt und mit Tamiya X-18 gespritzt. Anschließend kamen einige dünne Schichten Aluminium von AK Xtreme Metal drüber. Die "Basis" mit farblich abgesetzten Panelen war fertig. Bei einer Naturmetall-Lackierung hätte ich dann weitere Panele herausgearbeitet, aber als Grundlage für die Überlackierung mit einem Grauton habe ich mich mit dem Ergebnis begnügt.

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Bevor das Grau draufkam, hatte ich noch die Idee, die Blechstöße mit dem Pinsel und einem dunkelbraunen Wash von Vallejo herauszuarbeiten. Als abschließende Farbschicht kam eine leicht transparente Mischung aus Tamiyas Weiß X-2, Smoke X-19 und Grau XF-20 zum Einsatz.

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Begnügt mit der Hauptlackierung, erhielten die entsprechenden Flächen am Leitwerk, die Finne am unteren Rumpf, sowie der Einlaufkonus das klassische "Radargrün". Der Triebwerksauslass wurde in diversen Metalltönen herausgearbeitet.

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Der Decalbogen erschlägt einen beinahe mit der Fülle. Alleine das Aufbringen der Wartungsmarkierungen hat mehrere Stunden in Anspruch genommen. Diese wurden nach dem Auftragen und Fixieren mit einem feinen Schleifschwamm etwas "entschärft", um nicht zu sehr ins Auge zu stechen. Als Abschluss bekam der Vogel noch ein Washing, hier und da kamen vereinzelt Pastellkreiden und Ölfarben zum Einsatz.

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Mit Außenlasten wollte ich meine MF nicht überladen, so bekam sie einen mittigen Zusatztank und ein Paar RS-2US aus dem Bausatz, sowjetische Luft-Luft-Raketen erster Generation, die von den Polen noch bis in die `90er Jahre als Übungsziele verwendet wurden.

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Kurz vor der Ziellinie gab es dann einen Dämpfer, beim unvorsichtigen Abziehen von Klebeband habe ich das Fledermaus-Decal vorne rechts an der Nase beschädigt. Glücklicherweise gibt es tolle Modellbakollegen, die einem gerne in so einer Situation aushelfen und im Nu habe ich über Scalemates Ersatz-Decals gefunden, die bei mir bereits einige Tage später im Briefkasten lagen. Vielen Dank dafür noch mal an Vincent nach Wallis!

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Alex Grivonev

Publiziert am 25. March 2021

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