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McDonnell Douglas F-4C Phantom II

57th FIS "The Black Knights of Kefllavik"

von Jost Schreiber (1:72 Hasegawa)

Die Geschichte der F-4C beim Geschwader

Die 57. FIS der USAF in Keflavik, Island war ein Abfanggeschwader, das mit der Überwachung der Lücke zwischen Grönland, Island und Großbritannien im Nordatlantik beauftragt war, die während des Kalten Krieges eine Drosselstelle für die Seekriegsführung bildete. Der 57. FIS würde auf Warnungen von Ground-Control Intercept (GCI) und Warnstationen reagieren, die auf Island eingerichtet wurden. Die GCI-Stationen führten ihr Abfangflugzeug zu nicht identifizierten Eindringlingen, die auf dem Radar aufgenommen wurden. In der isländischen Zone zur Identifizierung der militärischen Luftverteidigung (ADIZ) wurden über 1.000 sowjetische Flugzeuge abgefangen.

Die erste McDonnell Douglas F-4C Phantom II wurde am 16. April 1973 dem Geschwader zugewiesen, als das TAC (Tactical Air Command) am Ende des Vietnamkrieges seine F-4C durch F-4E-Modelle ersetzte. Bis zum 30. Juni hatte das Geschwader sechs F-4Cs und zusätzliche F-4C wurden im dritten Quartal 1974 empfangen. Die letzten F-102s wurden Anfang 1975 ersetzt, als weitere F-4C von TAC-Staffeln der Luke AFB und George AFB empfangen wurden; die letzte F-4C kam im März 1976 an. Insgesamt flogen 13 F-4C Phantom II, bevor diese durch F-4E Phantom II ersetzt wurden.

McDonnell Douglas F-4C Phantom II

Die Bausätze

Wie schon im Beitrag über die F-4C und D des 52. TFW in Spandahlem erwähnt, ist es sehr schwer, Hasegawa F-4C/D Modelle zu bekommen. Hobby 2000 hat die Kits der F-4C/D aus den Hasegawa-Formen wieder aufgelegt, sind aber nicht zu bekommen. Fine Molds bringt 2021 eine hervorragende F-4E (frühe Version) heraus. Bleibt zu hoffen, dass die Serie dann vorgesetzt wird. Ich verwendete daher einige Bausätze der japanischen F-4EJ, die reichlich verfügbar sind. Wichtig dabei ist, dass die Bausätze die äusseren Tragflächen in Standardausführung (vor der Einführung der Slats) haben und nicht nur die japanische Version. Die Bausätze bekommen dann ein neues Rumpfvorderteil, welches ich selber aus Resin gegossen habe. Alle anderen relevanten Bauteile für die F-4C/D können den Bausätzen entnommen werden. Alle Modelle erhalten die AOAs und Staurohre von Master Model.

McDonnell Douglas F-4C Phantom II

Die Lackierung meiner Modelle

Ich verzichte auf die Grundierung und das Preshading der Modelle. Bevor ich mit der Lackierung meiner Modelle beginne, werden diese komplett mit Revell Color Mix gereinigt und abgerieben. Dadurch wird die Oberfläche der Modelle stumpf und die Farbe erhält eine sehr gute Haftung. Seit ich diese Methode anwende, habe ich nie wieder Probleme mit abgelöster Farbe nach dem Abziehen von Klebeband gehabt.

McDonnell Douglas F-4C Phantom II

Das Spritzen von geschwungenen Tarnverläufen passiert bei mir freihand ohne Abkleben. Ich verwende die Xtracolor Farben. Nach Beendigung der Farbaufträge erfolgt ein Feinzeichnen an Stellen, die eine Nachbearbeitung benötigen. In der Regel spritze ich die Tarnungen nach Fotos der zu bauenden Maschine, denn trotz Grundschema gibt es zuweilen einige Unterschiede in den Farbverläufen. 

McDonnell Douglas F-4C Phantom II

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Bislang habe ich für die Naturmetall-Bereiche die Alclad II Farben verwendet. Im Großen und Ganzen war ich eigentlich zufrieden, allerdings hatte ich hin und wieder doch mal Farbablösungen der Alclad Grundierung. Des Weiteren war die Geruchsbelästigung enorm und das Reinigen der Spritzpistole kein Vergnügen. Ich stieß auf die AK XtremeMetal Farben und las, das diese keine Grundierung benötigen (außer Polished Allu und Crome) So wagte ich den Schritt und kaufte die Farben. Schon beim ersten Versuch erzielte ich ein hervorragendes Ergebnis. Das Besondere an der Farbe ist, dass sie absolut fest auf der Oberfläche haftet und sich auch mit starkem Klebeband nicht ablöst. Die Deckkraft nach mehreren dünnen Aufträgen ist klasse. Auch die Geruchsbelästigung ist weit weniger intensiv und das Reinigen geht gut von der Hand.

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F-4C 63-7412, 1976

Diese Maschine in SEA-Tarnung kam im Juni 1973 vom 58. TFW in Luke AFB, Arizona zur 57. FIS nach Keflavik und flog bis Juni 1978 auf Island. Im Juni 1976 nahm sie an der William Tell Schießübung auf der Tyndall AFB in Florida teil und erhielt dafür die Markierungen. Die Markierungen stammen von EuroDecals, die Stencils von den hervorragenden Bögen von Procal. Beim Anwenden des Checkerboards muss man sich auf eine Nummer festlegen, wenn man nicht die Maschine des Decalbogens bauen möchte. Es bestehen leichte Unterschiede im Ansatz und der Aussparung für die Serialnummern der einzelnen Phantoms, die diese Markierungen trugen. Auf einer Seite habe ich das Board neu mit den ausreichend vorhandenen extra Streifen neu aufgebaut. Die Phantom trägt auf der linken Seite einen Störbehälter AN/ALQ-71, rechts ein AN/ALQ-87.

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F-4C 63-7589, 1978

Diese F-4C flog von August 1974 bis Mai 1978 bei der 57. FIS und kam ebenfalls vom 58. TFW, Luke AFB. Die Maschine trägt eine Abschußmarkierung auf der linken Seite unter dem Cockpit. Diese rührt von einem Abschuß einer nordvietnamesischen MIG-21 am 2. Jan. 1967. Zum Ende ihrer Zeit bei der 57. FIS wurde die Maschine in ADC-Grey FS16473 umlackiert. Decals: EuroDecals und Bausatz.

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F-4C 63-7685, 1974

 

Ebenfalls im SEA-Camo kam diese F-4C im April 73 zur 57. FIS, flog dort bis Mai 1978. Auf dem linken Splitter Plate ist eine Abschußmarkierung. Leider konnte ich keine Information über den Abschuß finden. An den inneren Unterflügelstationen trägt die Maschine jeweils eine AIM-9J. Zwei AIM-7E befinden sich an den hinteren Aufnahmen. Decals: EuroDecals, Procal.

 

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Jost Schreiber

Publiziert am 22. March 2021

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