Sd.Kfz. 9 FamoSchwere SS-Panzerabt. 101, 1. SS Panzer Division LAH, Aug.1944 Frankreichvon Michael Wittmann (1:35 Tamiya)
Zum Original:Das Sd.Kfz. 9 (Sonder-Kraftfahrzeug 9 – Schwerer Zugkraftwagen 18 t) war das schwerste Halbkettenfahrzeug der Wehrmacht. Es wurde als Artilleriezugmaschine für die schwersten deutschen Geschütze sowie auch als Schlepp- und Bergefahrzeug entwickelt und während des Zweiten Weltkriegs bis zuletzt an allen Fronten eingesetzt.
In der ursprünglichen Planung des Heereswaffenamtes war dieses Fahrzeug vorgesehen, um die schwersten Lasten, etwa großkalibrige Geschütze wie die 24-cm-Kanone K3, zu den entsprechenden Einsatzorten zu bringen. So findet man heute Bilder von Sd.Kfz. 9 mit den Teilen schwerster Geschütze auf Culemeyer-Schwerlastanhängern. Aber auch die mittlere Heeresartillerie, beginnend mit 15-cm-schwere Feldhaubitze 18 wurde von diesem schweren Artillerieschlepper gezogen.
Mit dem Beginn der Aufrüstung wurde allerdings auch offensichtlich, dass die Bergeeinheiten der Panzertruppe ein geeignetes Fahrzeug benötigten, um auch die damals als schweren Panzermodelle klassifizierten Panzer zu bergen. Deshalb wurde das Sd.Kfz. 9 bei Panzerwerkstattkompanien eingesetzt und transportierte mit Hilfe des Sd.Anh. 116 (22t) das zu reparierende Fahrzeug zum Instandsetzungsstützpunkt. Mit der Winde, die ab der Version F3 vorhanden war, konnte die Bergung auch in schwierigem Gelände versucht werden. Mit dem Auftreten schwerer sowjetischer Panzer folgte schnell die Entwicklung neuer Panzertypen in einer höheren Gewichtsklasse. Die ab 1942 bei den schweren Panzer-Abteilungen zulaufenden Tiger-Panzer waren nur noch im Schleppverband von 2 oder 3 zusammen eingesetzten Sd.Kfz. 9 zu bergen. Um den 18t-Zugkraftwagen beim Einsatz der Winde mehr Halt zu geben, wurde ein großer Erdsporn entwickelt, der am Heck des Fahrzeugs angebracht werden konnte. Doch auch diese Nachbesserung konnte nicht verhindern, dass es offensichtlich wurde, dass das Sd.Kfz. 9 mit den neuen schweren Panzertypen überfordert war. Und als schließlich nach dem Sommer 1943 die ersten in Serie gefertigten Bergepanther zu den Einheiten kamen, verringerte sich der Bedarf an Sd.Kfz. 9 in diesen Einheiten erheblich.
Das Fahrzeug wurde auch als Zugfahrzeug für den Strabokran und Flak, wie etwa die 12,8-cm-Flak auf Sd. Anh. 203, eingesetzt. Mit dem Fortschreiten des Krieges wurde das Sd.Kfz. 9 jedoch auch immer häufiger zur Aufrechterhaltung des reinen Transportbetriebes gebraucht, vor allem an der Ostfront während der Schlammperioden (russisch Rasputiza, „Wegelosigkeit“) im Frühjahr und Herbst. Dennoch wurde es bis zum Kriegsende an allen Fronten eingesetzt, zumal die Masse der deutschen Panzer nicht zu jenen der oberen Gewichtsklassen gehörte. Quelle: Wikipedia
Zum Modell:Das Sd.Kfz. 9 Famo von Tamiya ist seit 1999 auf dem Markt. Trotz des hohen Alters ist es ein Top Bausatz. Den Famo habe ich schon einige Zeit daheim liegen, aber da ich zu dem Modell auch ein Originalteil haben wollte hat es gedauert bis ich mit dem Bau begonnen habe. Die Laufrolle habe ich aus Polen bekommen, der wiederrum hatte sie von einem Sammler in Nordfrankreich. Mehr ist nicht bekannt leider. Als die Laufrolle per Spedition kam war ich von der Größe auch etwas beeindruckt. Somit konnte dann der Bau des Modells beginnen.
Ich habe bei dem Bausatz noch folgende Zubehörteile verwendet: Räder, Kühlergrill mit Kühler und Schlammschürzen,von pimp my Miniatures, Instrumente von Yahu models, Laderaumplane von Blast Models, vordere Plane von Boltdivision, Reifen von DEF Model, Ladegut von Royal Model und Tamiya, Figur von Dragon.
Der Bau ist wie man es bei Tamiya gewohnt ist völlig unkompliziert und die Passgenauigkeit ist sehr gut. Aufgrund des Alters kann man aber mit Zubehörteilen noch mehr aus dem an sich schon tollen Modell herausholen. Man kann das Modell in drei große Baugruppen aufteilen, was die Lackierung, Alterung und Verschmutzung um einiges erleichtert. Lackiert wurde mit Tamiyafarben.
Aufgrund des vermutlichen Fundortes der Laufrolle stellte ich ein Fahrzeug der Werkstatt Kompanie und Bergezug der Schweren SS Panzerabteilung 101 der 1. SS Panzer Division LAH im August 1944 in Nordfrankreich dar. Die Besatzung des Famo hat einen Panzermann dabei. Gemeinsam hält man nach Alliierten Fliegern Ausschau. Der Bau hat sehr viel Spaß gemacht und auch der Einbau der Zubehörteile war problemlos.
Weitere Bilder und Bilder vom Bau findet ihr auf meinem Instagram Account unter: blue_patriot_mustang_ Michael Wittmann Publiziert am 15. August 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |