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Deinocheirus mirificus

von Alexander Bähr (1:72 Shapeways)

Deinocheirus mirificus

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Mit der "schrecklichen Hand" (wörtliche Übersetzung des Namens) begeben wir uns zunächst in das Jahr 1965 in die Wüste Gobi. Dort entdeckte eine polnisch-mongolische Expedition zwei riesige 2,4 m lange Arme aus der oberen Kreidezeit vor 72 - 69,9 Mio. Jahren. Die Fossilien wurden dann fünf Jahre später von Osmolska und Roniewicz als Deincheirus mirificus beschrieben. Lange Zeit wusste man nicht, wie wohl der Rest dieses Dinosauriers aussah. Manche spekulierten auf die Dramatik der riesigen Arme und entsprechend großen Klauen auf einen Räuber, andere vermuteten einen riesigen Ornithomimosaurier - Straußennachahmer, wie z.B. der flinke Gallimimus.

Deinocheirus mirificus

Das Jahr 2014 brachte Licht ins Dunkel, als zwei weitere, mehr oder weniger vollständige Exemplare gefunden wurden. Nun war klar: Deinocheirus war ein sehr großer Ornithomimosauride.

Deinocheirus mirificus

Die Art erreichte Längen von 11- 12 m und war damit der größte Vertreter der Ornithomimosauria. Markant war der hohe Rückenbuckel und natürlich die großen Arme. Der Schädel konnte bis 1 m lang werden und trug keine Zähne im Kiefer. Wir haben es hier also mit einem Allesfresser zu tun. Die Beine waren kürzer als bei den Ornithomimosauria üblich ausgelegt, was darauf schließen läßt, dass Deinocheirus nicht der beste Läufer war.

Mit den riesigen Armen hat Deinocheirus wohl nach Fressbaren gebuddelt oder sich gegen Tarbosaurus - der asiatische T. rex - verteidigt.

Deinocheirus mirificus

Das Modell...

...hatte ich dereinst bei Shapeways erstanden. Die Qualität des Drucks, bzw. des auswählbaren Materials, war stark verbesserungswürdig, die Details werden durch die körnige Oberfläche schlicht geschluckt. Mittlerweile gibt es aber zum Selberdrucken genug Möglichkeiten.

Deinocheirus mirificus

Deinocheirus mirificus

Die Bemalung

Es gibt einen schönen Kurzfilm japanischer Produktion über Deinocheirus, der ein kurzes Techtelmechtel zweier Deinocheirus zeigt und später eine fürsorgliche Dinomutter, die sich gegen einen fiesen Tarbosaurus mit Händen und Füßen wehren muss. Im Film wird Deinocheirus rosa wie ein Flamingo dargestellt. Als erfrischender Farbklecks zwischen all den braunen und sandfarbenen Viechern kam mir das gerade recht. Die Grobkörnigkeit des Materials läßt ausgiebiges Trockenmalen zu.

Das kleine Diorama bekam wegen der zeitlichen Einordnung noch ein paar Grasbüschel spendiert.

Deinocheirus mirificus

Deinocheirus mirificus

Alexander Bähr

Publiziert am 02. Februar 2026

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