Unimog S404 mit Funk-Koffer späte BauartDas Modell zeigt einen Unimog S404 mit Universal-Kofferaufbau des Luftwaffen JG74 an.von Hauke Ahrendt (1:35 ICM)
Zum VorbildDer Unimog S 404 wurde zwischen 1956 und 1977 in einer Stückzahl von 34.000 für die Bundeswehr in verschiedenen Ausführungen beschafft, in der Mehrzahl mit Pritsche oder Kofferaufbau. Wegen der außergewöhnliche Geländegängigkeit des Unimog 404 war dieser Lkw in der Lage, den Gefechtsverbänden auch bis zur Frontlinie zu folgen. Der Antrieb war ein 60 kW-2,2 l Benzin-Vergasermotor, der auf Anraten amerikanischer Berater gewählt wurde. Hier wurde das typisch amerikanische Prinzip der Benzinmotorisierung vorgezogen.
Als Kofferwagen wurden sie mehrheitlich als Funk- und Werkstatt- und Krankenkraftwagen eingesetzt. Die Universalkofferaufbauten kamen in der Regel als mobile Schreibstruben oder Werkstätten zur Anwendung und waren bei vielen Truppenteilen anzutreffen. Neben den Universalkoffern waren die Varianten für den KrKw und Funkfahrzeuge am verbreitetsten. Hierfür gab es verschiedene sich weitgehend ähnelnde Kofferaufbauten, die sich aber in einigen funktionsbedingten Details wie Klappen und Anschlüsse unterschieden. Die wesentlichen Unterschiede befanden sich aber im Inneren. Den Koffer gab es in allen Ausführungen in einer frühen und späten Ausführung, die man im Wesentlichen an den 3-,2- oder einteilen Längswänden, Dachluken mit den Astabweisern und den Fenstergrößen unterscheiden kann.
Das ModellDie Fahrzeugbasis ist eine der drei Koffervarianten von ICM. Hier gibt es nichts zu meckern, alle Bauteile sind ohne sichtbare Sinkstellen, scharfkantig und passgenau. Auch sind die Angüsse nicht übermäßig und ein Trennen vom Spritzast ist gefahrlos auch für Kleinteile. Grundsätzlich gibt es für alle Unimog S404 von AK, ICM und Revell nur folgende Kritikpunkte:
Ich habe diesen Funkkoffer in der späten Kofferform und im Standard gebaut. Es gab auch Koffer mit abweichenden Besonderheiten. Vor allem Funkkoffer-Fahrzeuge wurden später noch in Flecktarn lackiert, dieser hier ist gemäß Vorbildfoto in Gelbolive lackiert. Das Modell ist problemlos zu bauen, Die Bauanleitung ist eindeutig, und die Teileflut wurde auf das Sinnvolle beschränkt. Leider gibt es nicht einmal einen rudimentären Innenausbau der Koffer, und es ist nicht vorgesehen das die Türen offen gebaut werden ist. Gut an Bausätzen ist, dass bei den Modellen der Kofferversionen (San, Funk, Universal) sind immer die Seitenfenster für die Fahrerkabine enthalten.
Bei diesem Modell ist der Funkkoffer in der späten Bauart verbaut. Das Modell ist im Einsatz dargestellt. Daher sind alle Tritte unter den Türen ausgeklappt. Ich hätte noch einiges an Inneneinrichtung von Perfect scale aus dem früher verfügbaren Komplettbausatz über gehabt, das ich hier hätte nutzen können, es ist aber nicht 100 % und man kann das durch die Fenster auch nicht erkennen. Und leider ist sie hintere Tür nicht zum Öffnen separat, und das zu schnitzen hätte mehr zerstört als genutzt. Dafür hab ich die Fenster mal mit mit den Blenden abgedeckt. Die Fensterblenden sind nicht aus dem Bausatz sondern von Perfect scale.
Die Räder des Unimog wurden durch 3D-gedruckte Räder von FC ersetzt. Diese haben ein wunderbares Profil in belasteter Form und sind makellos gedruckt. Anders al bei DEF ist bei den Reifen mit NATO-Profil kein Reserverad dabei. Insgesamt sehen die Räder von DEF etwas besser aus als die von FC. Die 4 Antennen sind von Schatton, wo man die Produkte zukünftig nahezu ausschließlich im eigenen Obline-Shop erwerben kann. Die Antennen haben den Vorteil, das sie wie mein Vorbild konisch zulaufen und nie abbrechen sondern nur verbiegen (wie man auf den Bildern sehen kann).
LackierungAirbrush mit Revell 42 Gelboliv, unter Beimengung von etwas 57 Grau und wenig 88 Ocker
DecalsDie Decals stammen aus dem Bausatz. Diese sind korrekt umgesetzt so wie es beim JG74 gehandhabt wurde. So war das Geschwaderwappen auf allen Fahrzeugen angebracht, und es stand auf den Fahrzeugen immer einen Inventarnummer. So wurde hier auch berücksichtigt, dass die interne 3-stellige Inventarnummer bei diesem Fahrzeug nicht wie sonst in Verbindung mit dem taktischen Kennzeichen steht, sondern zur besseren Erkennung großflächig auf dem Koffer steht. Das war auch Grund, dass ich dieses Fahrzeug als Vorbild gewählt habe.
Hauke Ahrendt Publiziert am 29. Mai 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |