Lockheed L-1011 TriStarN315EA, Eastern Air Linesvon Patrick Kirchesch (1:125 Heller)
Eins vorweg liebe Modellbaufreunde:Ich war etwas länger abwesend, da ich mein ganzes Leben umkrempeln musste. Das Hobby hat zum Glück nicht daran gelitten, aber die Beiträge mussten etwas länger auf sich warten, da die Zeit und die Lust dafür zum Bedauern nicht mehr ausreichte. Wie dem auch sei, hier bin ich wieder, diesmal mit Heller.
Zum Modell:Diese TriStar flog bis in die 90er im Farbkleid der Eastern Air Lines und wurde immer abwechselnd von Air Canada geleast, bis sie schlussendlich die ganzen 90er für die kanadische Air Transat flog. Die Maschine wurde 2002 verschrottet.
Wie schon erwähnt, diesmal wurde Heller gebaut. Dem üblichen Airliner-Maßstab bin ich diesmal nicht treu geblieben und das hatte einen ganz bestimmten Grund. Ich war nämlich zu geizig gewesen, die TriStar von EasternExpress zu besorgen, und den Airfix-Bausatz kann man getrost ganz vergessen. Mit diesem Geiz musste ich allerdings einen anderen Preis zahlen, weil die marode Detaillierung aus den 70ern sehr zu wünschen übrig lässt, dennoch war die Neugier auf die Wiederauflage zu groß.
Um ein detailliertes, zeitgemäßes Modell zu zaubern war der Aufwand enorm, denn "Out of the Box" wäre in dem Fall überhaupt nicht in Frage gekommen.
Das Hauptproblem waren ganz klar die komplett missratenen Cowlings und der fehlende S-Einlass am Heck. Fahrwerkschächte, Strukturen, Fahrwerkbremsen, alles was ergänzt werden musste, denn dieser Maßstab verzeiht rein gar nichts mehr. Die eckigen Fenster sahen äußerst schaurig aus und waren nur noch ein Fall für die Spachtelmasse.
Außerdem waren die Spinner wesentlich zu klein ausgefallen. Dafür wurden diese Teile extra separat aus Aluminium auf einer CNC-Drehmaschine gedreht und im Anschluss poliert. Für den S-Einlass diente ein einfaches PVC Rohr. Auch im Rumpf gab es einiges zu tun: Da die Cockpitverglasung sehr groß ist, wollte ich noch ein (eher rudimentäres) Cockpit scratchen.
Da es sich um eine ältere TriStar-Version mit den ersten Rolls Royce RB211 Triebwerken handelte, waren die Bemalungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt, sodass ich mich schlussendlich für Eastern entschied. Der Heller-Maßstab bietet mit Außnahme für den Airbus A320 keine alternativen Triebwerke an. Die LTU wäre meines Wissens auch nicht mit den beiliegenden Decals baubar gewesen, da die LTU für die Anfänge des Dreistrahlers ein anderes Farbkleid hatte. Die Decals der Eastern wurden dann von Brent Air Decals aus Österreich extra gedruckt. Et voilà.
Fazit:Tja, dieser Aufwand war halt die Strafe dafür, dass ich manchmal so geizig bin. Egal, die TriStar sticht raus und das ist das was zählt.
Patrick Kirchesch Publiziert am 07. Juli 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |