SIAI-Marchetti SF-260TPN260DP, die "Schwarze Schönheit"von Thomas Brückelt (1:48 Kovozavody)
Die SF-260 ist wirklich ein cool aussehendes Flugzeug und als KP einige Varianten in 1:48 und 1:72 davon herausbrachte, legte ich mir gleich drei Bausätze zu. Meine beiden 1:72er-Modelle sind ja bereits hier zu sehen: https://modellversium.de/galerie/artikel.php?id=17506 https://modellversium.de/galerie/artikel.php?id=17535
Als ich Bilder der N260DP im Internet fand, wusste ich, wie mein Modell im Maßstab 1:48 aussehen sollte. Einige Modifikationen waren notwendig: Ich brauchte einen anderen Propeller (der im Bausatz hat Propellerblätter mit deutlich weniger Blatttiefe), also habe ich ihn gemäß der Bilder am CAD-System nachgezeichnet und mit meinem 3D-Drucker hergestellt. Der hintere Teil der Kabinenhaube ist komplett klar und hat keinen dunklen Sonnenschutz auf der Oberseite, wie man ihn oft an der SF-260 sieht. Ich musste die Streben entfernen, die diesen Bereich markieren, und ihn polieren.
Ich zeichnete die orangefarbenen und grauen Linien und schickte die Grafikdatei an Daniel Brenter von Brent-Air-Decals ( https://www.brent-air-decals.at/ ), der mir einen hervorragenden Decalbogen druckte. Um die doch sehr an die Form gebundenen Verzierungen passend zu zeichnen, klebte ich weißes Isolierband auf die Bausatzteile an den entsprechenden Stellen und zeichnete mit einem Bleistift die Linien auf. Das Klebeband klebte ich auf einen Karton und scannte die so erstellten Abwicklungen ein. Mit einem Zeichenprogramm zog ich dann die Zierlinien nach. Die Beschriftungen entstanden direkt nach den Bildern. Danach gab es ein paar Probedrucke auf Papier, bis die letzten Anpassungen gemacht waren und ich mir sicher sein konnte, dass die bestellten Decals dann auch gut darauf passen. So war es dann auch.
Ich wollte mein Modell im Flug zeigen, also sollten zwei Resin-Figuren von CRM ( https://www.cr-models.com/ ) eingebaut werden. Um sie nebeneinander ins Cockpit setzen zu können, musste ich etwas schmaler machen, außerdem entfernte ich den ehemaligen Airlinerpiloten ihre Krawatten, so sieht es gleich mehr nach Flugspaß aus. Um sie schmaler zu machen, trennte ich die Arme ab und versetzte diese weiter zur Körpermitte hinein. Die Gurte entstanden aus Alufolie, weiterhin stellte ich aus einem dünnen Draht die Mikrofone der Headsets her.
Um den CFK-Stab des Displays einschieben zu können, passte ich einen Polystyrolklotz an, in dem ich ein Stück Silikonschlauch einklebte.
Der Bau verlief problemlos. Obwohl die fliegende Konfiguration bausatzseitig nicht vorgesehen war, passten die Fahrwerksklappen ganz gut in die Aussparungen. Von den Hauptfahrwerksrädern nutzte ich nur die von unten sichtbare Hälfte. Außen habe ich gemäß den Bildern einige Antennen angebracht. Ein besonderer Dank geht an Michael Patlin, der mir weitere Bilder dieser schwarzen Schönheit zur Verfügung gestellt hat!
Das Modell wurde mit Pinsel und Email-Farben von Revell lackiert. Versiegelt habe ich es mit Glanzlack von Mr.Hobby. Die Abgasrohre und den Griff zum Öffnen der Haube strich ich mit Liquid Chrome von Molotow an. Diese Teile klebte ich erst nach der Versiegelung mit dem Klarlack an.
Thomas Brückelt, Publiziert am 16. April 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |