Raphaels Hot Rodvon Karsten Schmidt (1:8 Eigenbau)
Mit diesem Modell präsentiere ich den „Hot Rod vom Raphael“ im Maßstab 1:8 – ein vollständig personalisiertes Einzelstück, das dem außergewöhnlichen Originalfahrzeug bis ins Detail nachempfunden wurde. Das Projekt hat besonders viel Freude bereitet, da es sich um ein sehr individuelles und charakterstarkes Fahrzeug handelt. Das Modell wird als Curbside-Modell umgesetzt – das bedeutet, Hauben und Türen bleiben geschlossen und der Fokus liegt ganz bewusst auf der authentischen Gesamtwirkung des Fahrzeugs. Doch das Besondere an diesem Projekt ist nicht nur das Auto selbst, sondern die Geschichte dahinter.
Das OriginalEs war einmal ein Ford A Roadster, Baujahr 1930, aus Pennsylvania in den USA. Von dort fand er seinen Weg in die Niederlande und schließlich weiter in die Schweiz, wo Raphael gemeinsam mit seinem Vater den Neuaufbau begann. Für beide war das Projekt ein echtes Herzensprojekt. Leider ist Raphaels Vater während der Restaurierung verstorben. Seitdem hat dieses Auto für Raphael eine ganz besondere Bedeutung. Die Initialen an der Seite erinnern an seinen Vater und machen den Wagen zu einer sehr persönlichen Hommage. Der Neuaufbau des Fahrzeugs wurde speziell für die Anforderungen einer Schweizer Zulassung ausgeführt. Die technischen Arbeiten übernahm die Firma T & M Schilter aus Steinen, ein Spezialist für solche Umbauten. Besonders im Bereich der Lenkung gab es einige Herausforderungen, die dort fachgerecht gelöst wurden.
Das Fahrzeug ist tiefergelegt, wird von einem Vierzylindermotor (3,4 Liter) mit scharfer Nockenwelle angetrieben und besitzt zwei Stromberg-Vergaser. Lackiert ist der Hot Rod in Panzergrau, was dem Fahrzeug einen kraftvollen und fast schon „bösen“ Auftritt verleiht. Der Wagen ist dabei keineswegs ein reines Showcar – er wird in der Schweiz das ganze Jahr über gefahren.
Der EntwurfWie bei all meinen Modellen entstand auch dieses Fahrzeug komplett „vom leeren Tisch“. Es wurde kein Bausatz oder Fremdmodell als Grundlage verwendet. Sämtliche Bauteile wurden von mir mittels CAD konstruiert und anschließend im 3D-Druck produziert.
Der BauUm die nötige Stabilität der filigranen Fahrwerkskomponenten zu gewährleisten, entstanden Achsen und Radträger im Metalldruck. Auch im Innenraum orientiert sich das Modell eng am Vorbild. Die Sitze wurden mit gealtertem, teilweise abgerieben wirkendem Leder ausgestattet und zahlreiche Details im typischen „Rat-Look“ beziehungsweise Used-Look umgesetzt.
Teile in Metall-3D-Druck (aus China) Eine Besonderheit des Originals ist die Lackierung in Panzergrau, die tatsächlich mit der Spraydose aufgetragen wurde. Dieses Merkmal wurde selbstverständlich übernommen.
die Karosserie als 3D-Druck aus China
Weil Raphael eine Glaserei betreibt, wird die Windschutzscheibe dieses Modells aus echtem Glas gefertigt, das er selbst für dieses Projekt anfertigt und liefert. Eine persönliche Note, die perfekt zu diesem besonderen Fahrzeug passt.
Und mit dem oben rechts gezeigten Verdeck schaut der Wagen auch sehr gut aus. Noch mehr Bilder und Information findet ihr auf meiner unten genannten Homepage!
Karsten Schmidt, Publiziert am 20. Juni 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |