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Mitsubishi J2M3 Raiden Type 21 & A6M5c Zero Fighter Type 52

(Hasegawa - Nr. 01989)

Hasegawa - Mitsubishi J2M3 Raiden Type 21 & A6M5c Zero Fighter Type 52

Produktinfo:

Hersteller:Hasegawa
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:01989 - Mitsubishi J2M3 Raiden Type 21 & A6M5c Zero Fighter Type 52
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:May 2012
Preis:ca. 39 €
Inhalt:
  • 8 Gießäste aus grauem Kunststoff
  • 2 Gießäste aus klarem Kunststoff
  • 1 Decalbogen
  • 2 Anleitungen in Schwarz-Weiß

Besprechung:

J2M3 Raiden Type 21

Hasegawa - Mitsubishi J2M3 Raiden Type 21 & A6M5c Zero Fighter Type 52

Seit Beginn der Besetzung Chinas im Jahre 1937 war die japanische Marine das Ziel kleiner aber sehr zermürbender Angriffe der chinesischen Luftwaffe. Man brauchte also einen schnellen Jäger, der innerhalb kürzester Zeit aufsteigen konnte, was 1938 schließlich zur Entwicklung der Raiden, („Donnervogel“) führte. Ausgebremst durch die Bevorzugung der A6M Zero sah sich Jiro Horikoshis Team bei Mitsubishi gezwungen auf den großen und leistungsstarken 14-Zylinder Mitsubishi Kasai 13 Sternmotor für die neue Maschine zurückzugreifen, obwohl ernste Bedenken wegen seiner Größe und seines sehr hohen Kraftstoffverbrauches bestanden. Um den dadurch verursachten hohen Luftwiderstand zu kompensieren, entschloss man sich dazu den Motor relativ weit hinten im Rumpf zu platzieren. Der Propeller wurde über eine verlängerte Welle angetrieben, außerdem wurde ein Lüfter-Rad eingebaut, ähnlich wie bei der deutschen Fw-190.

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Der Erstflug der Maschine fand im März 1942 statt, jedoch blieb die Leistung weit hinter den Erwartungen zurück, es gab außerdem Probleme mit dem Motor und dem Kühlsystem. Die Sicht des Piloten ließ ebenfalls sehr zu wünschen übrig. Zahlreiche Modifikationen mussten durchgeführt werden, so wurde der Motor durch den noch leistungsstärkeren Kasai 23a ersetzt, was zudem zu einem verkürzten Rumpf und damit auch zu einer verbesserten Sicht des Piloten führte. Die Marine war mit dem Ergebnis zufrieden und bestellte die Raiden Model 11 (J2M2) ab September 1943. Gleichzeitig arbeitete man am Model 21 (J2M3), bei dem die zwei 7,7mm Rumpf-MGs durch zwei weitere 20mm Kanonen (4 Stück insgesamt) ersetzt wurden. Die J2M3 war die mit Abstand am häufigsten produzierte Version, es gab daneben noch die mit einem Turbolader ausgestattete Version J2M4 (Type 32), J2M5 (Type 33) mit vergrößertem Cockpit und dem Kasai 26 Motor, und die J2M6 (Type 31) die im Grunde eine J2M5 mit dem Motor der J2M3 war (die Kasai 26 waren nur begrenzt verfügbar). Insgesamt wurden etwa 500 Raiden aller Versionen gebaut.

Quelle: Übersetzung von Hasegawa

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Der Bausatz der Raiden stammt, wie auch die Zero, aus den 1990er Jahren. Die Werkzeugformen können ihr Alter nicht ganz verbergen, so befindet sich an den einzelnen Teilen zum Teil sehr viel Grat, besonders ärgerlich ist dies an den zylindrischen Teilen wie z.B die Fahrwerke oder die Kanonenmündungen. Die Detaillierung ist typisch Hasegawa, außen gibt es versenkte Gravuren mit einigen wenigen erhabenen Details. Die Steuerflächen sind allesamt fest angegossen und können nicht ausgelenkt gebaut werden. Die Darstellung der Bespannung ist aber ganz gut gemacht. Das Cockpit, zwar komplett ausgestattet, ist nahezu frei von Details. Das Instrumentenbrett wird mit einem Decal belegt, ansonsten gibt es keinerlei Extras, leere Seitenkonsolen, glatte Wände, keinerlei Hebel, Schaltkästen o.ä.. Da die Cockpithaube ohnehin nur einteilig ausgeführt ist sollte man den beiliegenden Piloten auf seinem einfachen Sitz Platz nehmen lassen und die Löcher an der sichtbaren inneren Struktur des Haubenrahmens aufbohren.

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Die Fahrwerke sind sehr filigran und wie bereits erwähnt übersät mit Grat. Die Schächte sind komplett leer und viel zu flach. Die Fahrwerksklappen weisen einige unschöne Auswerferspuren auf. Die Räder sind glatt ohne jegliches Längsrillenprofil und wie üblich im unbelasteten Zustand dargestellt. Es stehen zwei verschiedene Propeller zur Wahl, der Sumitomo VDM Propeller und der "High Performance Propeller", welcher nun wann zu verwenden ist, ist aus der Anleitung nicht zu erkennen. Eine Motornachbildung gibt es keine, ist auch nicht nötig, da man den Motor ohnehin nicht sieht. Das Lüfterrad muss von einigem Grat befreit werden. Die Abgasstutzen sind stark vereinfacht wiedergegeben, die seitlichen Kühlluftklappen sind geschlossen. Als Außenlast liegt ein einzelner 400 Liter Kraftstofftank bei. Der Bausatz besteht insgesamt aus lediglich 32 Einzelteilen. Allzu große Schwierigkeiten sollten beim Zusammenbau nicht auftreten, abgesehen von der nervigen Beseitigung des vielen Grates.

A6M5c Zero Fighter Type 52 Hei

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Während die Mitsubishi Zero Type 21 zu Beginn des Zweiten Weltkrieges noch spektakuläre Erfolge erzielen konnte, sah sich sie ab 1943 mit den neuesten amerikanischen Jagdflugzeugen konfrontiert, welche ihr in Sachen Feuerkraft und Geschwindigkeit haushoch überlegen waren. Die Zero Type 52 sollte dieses Manko wieder wettmachen. Als Weiterentwicklung der Typen 22 und 32 erfuhr sie eine umfangreiche Überarbeitung. Die wesentlichsten Änderungen betrafen die Flügelspannweite und die Neugestaltung des Motorenbereiches. Die Flügel wurden um einen Meter gestutzt, auf nunmehr nur noch elf anstatt zwölf Meter Spannweite.

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Der Motor erhielt eine komplett neue Verkleidung, zudem wurde ein überarbeitetes Abgasrohr eingebaut, was die Endgeschwindigkeit auf ordentliche 565 km/h erhöhte, immerhin ein Zuwachs um 24 km/h gegenüber dem Type 22. Die Flügel wurden zudem verstärkt, um die Sturzflug-Geschwindigkeit zu verbessern. Die Waffenanlage wurde auf gurtzugeführte 20mm Kanonen umgebaut, später wurden für die japanische Marine zusätzliche Kaliber 13mm Waffen eingebaut, welche die 7,7mm MG ersetzten. Insgesamt wurden über 6.000 Type 52 Zero gebaut, sie wurden bis zum Ende des Krieges eingesetzt. 

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Die A6M5c Zero stammt in etwa aus derselben Zeit wie die Raiden. Auch dieser Bausatz verfügt über eine Vielzahl feiner versenkter Gravuren. Die allgemeine Gussqualität ist hier allerdings deutlich besser, Grat und Fischhäute sind so gut wie nicht erkennbar. Da die A6M von Hasegawa in mehreren Versionen aufgelegt wurde, bleiben am Ende gut ein Drittel der Teile übrig. Was die Detaillierung angeht gilt im Prinzip das Gleiche wie bereits oben bei der Raiden. Ein recht einfach gehaltenes Cockpit mit glatten Instrumentenkonsolen, keinerlei Details an den Seitenwänden und nur das allernötigste an Ausstattung wie Sitz, Steuerknüppel und Cockpitwanne. Da man auch hier nur ein geschlossenes Cockpit bauen kann und die Haube ohnehin sehr viele Streben hat, reicht das auch völlig. Eine Pilotenfigur gibt es hier nicht.

Der gemeinsame Gießast aller Zero-Versionen, hier bleiben fast 20 Teile übrig.
Der gemeinsame Gießast aller Zero-Versionen, hier bleiben fast 20 Teile übrig.

Die Fahrwerke sind auch hier wieder sehr filigran und gut detailliert. Die Räder sind wie beim Original sehr einfach, ohne Profil und mit glatten Felgen. Jedes Rad ist mit zwei sehr ungünstig gelegenen Auswerferspuren verziert. Die Schächte weisen einige Strukturen im Inneren auf, sind jedoch wie schon bei der Raiden viel zu flach ausgefallen. Beim Motor sind beide Zylindersterne vorhanden, ein paar zusätzliche Details in Form zumindest angedeuteter Zündkabel und Steuerstangen sollte man noch ergänzen. Die Abgasrohre sind separate Teile, ebenso die Kühlluftklappen. Optionen beim Bau auch hier Fehlanzeige, sämtliche Klappen und Steuerflächen sind fest angegossen. Als einzige Außenlast liegt ein 330 Liter Zusatztank für die zentrale Rumpfstation bei.

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Decals und Markierungsoptionen

Der 16x12cm große Decalbogen ist in der typischen Hasegawa-Qualität, will heißen sehr sauberer Druck und ein etwas dickerer Trägerfilm als z.B. von Cartograf her gewohnt. Die Farben sind kräftig und auch bei den Hinomarus sollte der grüne Untergrund am Ende nicht durchscheinen. Es können insgesamt fünf Maschinen der 352nd Fighter Group dargestellt werden, bei der Raiden sind jedoch zwei Zahlenreihen mit auf dem Bogen, was theoretisch jede Maschine der Einheit ermöglicht. Bei der Zero ist man da eingeschränkter. Neben den individuellen Markierungen gibt es noch einige wenige Wartungshinweise und natürlich die Instrumenten-Decals. Bei der Raiden ist sicherlich die 352-20 mit ihren gelben Streifen am Rumpf am interessantesten, bei der Zero sind alle mehr oder weiniger gleich, bis auf die Anordnung der Streifen.  

Hasegawa - Mitsubishi J2M3 Raiden Type 21 & A6M5c Zero Fighter Type 52

Darstellbare Maschinen:

Insgesamt 5 Maschinen laut den Bemalungsplänen, alle vom Frühjahr 1945 und alle von der 352nd Flying Group auf dem Omura Luftwaffenstützpunkt, Präfektur Nagasaki:

  1. J2M3, 352-20, Lt.J.G. Yoshihiro Aoki
  2. J2M3, 352-50
  3. A6M5c, 352-177, Lt. Naoshi Sugisaki
  4. A6M5c, 352-112
  5. A6M5c, 352-157
Stärken:
  • Sehr gute Detaillierung im Außenbereich
  • Umfangreiche Decals
Schwächen:
  • Mäßige Gussqualität bei der Raiden
  • Kaum Optionen beim Bau
Anwendung: Beide Bausätze sind relativ simpel mit wenigen Bauteilen. Die Vorarbeiten bei der Raiden sind teilweise sehr aufwändig.

Fazit:

Ein typisches Limited Edition Set. Zwei altbekannte Bausätze mit einem gemeinsamen Thema zu einem leicht erhöhten Preis. Die Bausätze sind mit kleineren Einschränkungen von guter Qualität und fix zusammengebaut. Die 352nd Flying Group als Markierung gab es bisher noch nicht als Option in den bisherigen Auflagen der Einzel-Bausätze.

Weitere Infos:

Anmerkungen: Im Laufe der Zeit sind zahlreiche Detailsets für beide Typen erschienen. Eduard, CMK, Aires & Co. haben alle relevanten Bereiche mit Detailsets abgedeckt. Bei der Zero hat man allerdings etwas mehr Auswahl.

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 21. August 2013

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