Fokker Triplane DR.1(Revell - Nr. 03762)
Produktinfo
BesprechungZur Original braucht nichts mehr gesagt werden. Dieser Dreidecker aus dem 1. Weltkrieg ist bekannt wie der sprichwörtliche „bunte Hund". Deshalb direkt zum Bausatz. Anlässlich des 75jährigen Firmenjubiläums bringt Revell einige alte und lange nicht mehr im Handel erhältliche Bausätze wieder auf den Markt. Einer davon ist der bekannte rote Dreicker. Der Karton ist ein Nachdruck der Erstauflage aus dem Jahr 1957. An den Kartonseiten sind weitere Bausätze abgebildet die es zu dieser Zeit von Revell gab. Auf der Rückseite sind auch Informationen zur Firmengeschichte abgedruckt. Der Kartondeckel lässt sich aufklappen und ist nicht die ungeliebte Schüttbox.
Der BausatzAlle Bauteile sind in einem Folienbeutel verpackt. Eine Bauanleitung, die ebenfalls der Erstauflage entspricht, ist ebenso enthalten wie ein neuer Markierungsbogen. Etwas befremdlich, aber wohl zur Zeit der Erstauflage üblich, liegt eine Rolle schwarzen Garns für die Verspannungsdrähte bei. Der Modellbauer sieht Rot, und das in wahrsten Sinne des Wortes. Wie bei den meisten Wiederauflagen des Dreideckers wurde auch hier ein roter Kunststoff verwendet. Wenn man bedenkt das die Spritzform fast 70 Jahre alt ist dann sind die Einzelteile erfreulich sauber und nur mit wenig Unsauberkeiten ausgeformt. Offenbar wurden für die Wiederauflage 1981 Teile der Tragflächen neue Spritzformen hergestellt. Denn an einer Stelle ist „Revell Inc 1981" erkennbar. Einige Teile liegen lose bei und andere hängen an handlichen Gussästen. Die drei mitgelieferten Figuren beleben die Szene ungemein. Es braucht dann nur noch wenig Zubehör um damit ein kleines, einfaches Diorama zu bauen. Auch die Größe des Modells mit einer Länge von etwa 21 cm und einer Spannweite von etwa 26 cm macht es für den Modellbaueinsteiger gut handhabbar. Als Maßstab ist 1:28 angegeben. Ob das auch so stimmig ist habe ich nicht nachgemessen. Ich weiß das man es früher in dieser Beziehung nicht so genau genommen hat.
Der MarkierungsbogenDie Details des Markierungsbogen sind glänzend und mit einem minimalen Rand gedruckt. Auch hier sind Hinweise enthalten für welche Stelle am Modell das jeweilige Decal bestimmt ist. Augenscheinlich ist kein Versatz zu finden. Es bleibt abzuwarten wie deckend die weiße Farbe mit dem Rot des Kunststoffes ist. Die Markierung „Fok. FI 102/17" weist sie als eine von zwei Vorserien-Flugzeugen aus. In der späteren Serienfertigung wurde sie auf „Fokker Dr.I" geändert. Diese Maschine wurde am 1. September 1917 von Manfred von Richthofen zum ersten mal geflogen und innerhalb von zwei Tagen erzielte er zwei Abschüsse. Mit einem anderen Piloten ging die 102/17 bereits am 15. September verloren. Aber ob diese Maschine jemals die bekannte rote Lackierung trug ist unklar. Nach Sichtung einiger Fotos kann das bezweifelt werden.
Die BauanleitungDie Bauanleitung besteht aus sieben Seiten in s/w und ist ein Nachdruck der alten Anleitung. Die Zeichnungen sind leicht verständlich und haben eine gute Größe. Jeder Bauschritt je Abschnitt ist als Text genannt und es gibt eine Liste aller Teile. Außerdem sind Farbangaben für jedes Bauteil berücksichtigt. Etwas ungewöhnlich für heutige Verhältnisse ist das die Markierungen bereits während der Bauphase aufgebracht werden sollen. Mit etwas Fummelarbeit ist die Verarbeitung des schwarzen Garns für die Verspannungen verbunden. Vielleicht mag das auch der Grund dafür sein das der Bausatz die zweithöchste Level-Stufe bekommen hat.
Darstellbare Maschinen: Fokker F.I 102/17, Jasta 10, September 1917 Stärken:
Schwächen:
Anwendung: Ein Level 4 Bausatz mit einer Altersempfehlung ab 12 Jahren FazitKein „High-Tech"-Bausatz aber vielleicht für zahlreiche Modellbauer eine Erinnerung an Ihre Kindheit. Und auch für den heutigen Modellbaunachwuchs ein geeignetes Bauprojekt für ein Vater-Sohn-Bastelwochenende. Weitere InfosReferenzen Eine mögliche Bezugsquelle auf der Webseite des Herstellers gibt es hier. Diese Besprechung stammt von Bernd Heller - 05. Oktober 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |