North American B-25J Mitchell(Revell - Nr. 05643)
Produktinfo
BesprechungZum historischen VorbildDie B-25J Mitchell prägte als vielseitiger Mittelbomber die Luftkriegsführung im Zweiten Weltkrieg. Bekannt wurde sie durch den Doolittle Raid auf Tokyo 1942, der als wegweisende Operation in die Geschichte einging. Die Flying Bulls bewahren mit ihrer restaurierten B-25J eines der wenigen noch flugfähigen Exemplare und halten damit das Erbe dieser legendären Maschine lebendig. Die B-25 Mitchell machte ihren Erstflug im Jahr 1940. Schon im Dezember 1941, als die Japaner den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbour angriffen, waren die ersten B-25A bei der Air Force im Kampfeinsatz. Der B-25A folgte der Typ B-25B mit einem Geschützturm mit zwei MGs am hinteren Rumpf. Von den insgesamt 870 Stück wurden 72 in die Sowjetunion exportiert. Die neueren C- und D-Muster kamen unter anderem in die Niederlande, nach Brasilien und Kanada. Die 400 Stück B-25 vom Typ G verfügten 1943 über eine 75-mm Kanone in einem festen Rumpfbug. Das Folgemodell – B-25H – war eines der am schwersten bewaffneten Flugzeuge der damaligen Zeit: Mit 14 weiteren Bord-MGs und einer Vorrichtung zum Mitführen eines Torpedos oder von 1450-kg-Bomben. Die Hauptversion der Mitchell war mit 4318 Exemplaren die B-25J. Im Unterschied zur B-25H hatte sie einen verglasten Rumpfbug, eine geänderte Bewaffnung und eine sechsköpfige Besatzung. Insgesamt war die B-25 der meistgebaute mittelschwere Bomber des Zweiten Weltkriegs. Die B-25J Mitchell der Flying Bulls, die in Kansas City gebaute B-25J der historischen Flugzeugsammlung Flying Bulls in Salzburg, war nie im Kriegseinsatz gewesen, sondern wurde zunächst als elektronische Testplattform verwendet. Die geplante Umrüstung zu einem Löschflugzeug wurde nie realisiert. Stattdessen kam sie Anfang der Achtzigerjahre zu einem Fliegerclub wiederum nach Kansas City. Dort wurde sie 1995 von den Piloten der Flying Bulls entdeckt, gekauft und von Experten in 20.000 Arbeitsstunden restauriert und auf komfortabel umgebaut. 1997 wagte sie den Flug über den Atlantik, seit 2001 hat sie Ihre Homebase am Flughafen Salzburg. Von dort aus startet sie immer wieder zu den großen Airshows in ganz Europa. (Quellen: revell.de und Anleitung des Kits 05753)
Monograms B-25Der Kit beruht auf der von Monogram bereits im Jahr 1977 herausgegebenen B-25, die seither mehrfach wiederaufgelegt wurde. Die B-25J mit den zusätzlichen Bauteilen zur Darstellung der demilitarisierten, flugfähigen Red Bull-Museumsmaschine, also der Extra-Spritzling mit Antennen, Rumpfabdeckungen, Scheinwerfer, Triebwerksmodifikationen, war erstmals im Jahr 2003 als Kit 05753 auf dem Modellbaumarkt erschienen, seinerzeit neben Farben, Sprühlack, Kleber und Pinsel auch mit großzügigen Merchandise Bonus-Beigaben wie Video-Disc mit einem Flying Bulls Promo-Film, Fotoplakat des Originals und einer Dose mit Red Bull-Getränk (!). Zehn Jahre später erschien der Bausatz erneut als "Neuheit" im Revellsortiment, in identischer Bausatzausstattung wie das vorliegende Modell. Somit halten wir hier nun die mittlerweile dritte Ausgabe des Kits in der Flying Bulls-Variante in den Händen. Für die Vor- und Nachteile des Kits und die Besonderheiten beim Basteln verweise ich auf die von Bernd Heller anno 2014 durchgeführte Modellbesprechung bei Modellversium. Der Inhalt des Kits
Die Bauanleitung
Die Red Bull-VarianteDie Lackierung besteht aus mehreren Metallictönen entsprechend des Naturmetall-Originals. Dementsprechend sorgfältig sollte hier gearbeitet werden. Experten werden das Modell wohl großflächig mit Metallfolie überziehen. Der Decalbogen ist sauber und versatzfrei gedruckt. Dort findet sich auch ein Abbild des Hauptinstrumentenboards, was auf das entsprechende Cockpitteil gelegt werden und dort einiges an Detailbemalung ersparen kann. Weitere Einzelheiten des Kits
Darstellbare Maschinen: North American B-25J „N6123C", Serial-No. 44-86893A "Flying Bulls"Stärken:
Schwächen:
FazitWeder ein extravaganter, noch besonders einsteigerfreundlicher Bausatz, der leider auch noch stark überteuert daherkommt. Wohl eher für Bastler mit Nostalgiesehnsucht und Liebhaber von Vintage-Bausätzen empfehlenswert. Weitere InfosAnmerkungen: Der Artikel ist auf der Website von Revell zu finden und dort auch käuflich zu erwerben, Verfügbarkeit vorausgesetzt. Diese Besprechung stammt von Alexander Jost - 16. Mai 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |
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