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CVN-78 Gerald R. Ford

(Magic Factory - Nr. 6401)

Magic Factory - CVN-78 Gerald R. Ford

Produktinfo

Hersteller:Magic Factory
Sparte:Schiffe Militär Modern
Katalog Nummer:6401 - CVN-78 Gerald R. Ford
Maßstab:1:700
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2023
Preis:ca. 80 €
Inhalt:
  • 3 Rumpfteile aus grauem Kunststoff
  • 24 Spritzrahmen mit 340 Bauteilen aus grauem Kunststoff
  • 1 Ätzteilplatine
  • 2 Decalbögen
  • 1 Bauanleitung (s/w)
  • 1 Bemalungs- und Dekorationsanleitung (farbig) 

Besprechung

Zum Vorbild

CVN-78 Gerald R. Ford ist das Typschiff einer neuen Klasse von Flugzeugträgern für die US Navy und wurde nach achtjähriger Bau- und Erprobungszeit am 22. Juli 2017 in Dienst gestellt. Mit Baukosten von 13 Milliarden US-Dollar ist es das teuerste Kriegsschiff, das die US Navy je erhalten hat. Zwei weitere Träger sind im Bau, für einen vierten ist die Baugenehmigung erteilt. Die derzeit geplanten zwölf Einheiten werden sukzessive die Träger der Nimitz-Klasse ersetzen, die Gerald R. Ford ist jedoch der Ersatz für die im Rückbau befindliche CVN-65 Enterprise. Die neuen Schiffe behalten den äußeren Rumpf der Nimitz-Klasse, inklusive der Änderungen, die die beiden letzten Einheiten dieser Klasse erfahren hatten (bspw. den Wulstbug). Etliche weitere, neue Innovationen machen sie jedoch zu den fortschrittlichsten Trägern der Navy.

Bild: Magic Factory
Bild: Magic Factory

Das Schiffsinnere und die Aufbauten unterscheiden sich deutlich von der Vorgängerklasse, eine verbesserte Tarnkappentechnik soll die Radarsignatur des Trägers reduzieren. Äußerlich betrachtet fällt die sehr weit achtern liegende Position der Insel auf, einhergehend mit der Reduzierung der – effizienter zu betreibenden - Decksaufzüge auf drei. Erstmals sind die Flugzeugkatapulte nicht mehr wie bisher dampfgetrieben, sondern besitzen einen elektromagnetischen Antrieb (Electromagnetic Aircraft Launch System, EMALS), der die Startrate erhöhen und Verschleiß und Wartung der Flugzeuge reduzieren soll. Auch das Landesystem wurde überarbeitet. Während das herkömmliche System hydraulikbetrieben ist, werden auch im neuen Advanced Arresting Gear (AAG) Elektromagnete eingesetzt, um ein landendes Flugzeug zu stoppen. Dies macht das System so flexibel, dass auch leichte unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) landen können.

Bild: Magic Factory
Bild: Magic Factory

Bild: Magic Factory
Bild: Magic Factory

Ein überarbeitetes und damit optimiertes Flugdeck soll eine um 15 Prozent gesteigerte Einsatzrate ermöglichen. Dies wird durch eine durchdachtere Logistik zur Beladung und Betankung der Flugzeuge erreicht, weiterhin sind viele Prozesse optimiert und automatisiert, beispielsweise sind die Motoren der Munitionsaufzüge leistungsfähiger und damit schneller. Durch diese Maßnahmen konnte auch die Besatzung um über 1.000 auf rund 4.600 Mitglieder reduziert werden. Neben einer gesteigerten Effizienz erwartet man sich so auch eine Verringerung der Betriebskosten.

Die Träger der Gerald R. Ford-Klasse können maximal 90 Flugzeuge (fünf mehr als die Nimitz-Klasse) aufnehmen. Bei CVN-78 sind es derzeit die Typen McDonnell Douglas F/A-18 Super Hornet, Boeing EA-18 Growler und Grumman E-2 Hawkeye, ergänzt durch Sikorsky SH-60 Seahawk und Grumman C-2 Greyhound. Für die Zukunft sind die neue Lockheed Martin F-35C Lightning II und unbemannte Drohnen wie die MQ-25 Stingray angedacht. Zur Selbstverteidigung dienen folgende Systeme: CIWS Phalanx Block 1B, RIM-116 Rolling Airframe Missile, RIM-162 Evolved Sea Sparrow Missile, AN/SLQ-32(V)4 und AN/SLQ-25 Nixie. Als primärer Radarkomplex dient ein modifiziertes „Dual Band Radar“ (DBR) von Raytheon.

Bild: Magic Factory
Bild: Magic Factory

Bild: Magic Factory
Bild: Magic Factory

Weiterhin erhalten die Schiffe der Ford-Klasse ein neues passives Schutzsystem. Es wird als „Dynamic Armor“ (dt. dynamische Panzerung) bezeichnet und soll kritische Teile wie beispielsweise Magazine und Treibstofflager vor Hohlladungs-Gefechtsköpfen schützen. Die beiden neuen A1B-Reaktoren sind kleiner und wesentlich leistungsstärker als die A4W-Reaktoren der Nimitz-Klasse. Ein Reaktor verfügt über eine thermische Leistung von ca. 700 MW und liefert so die 2,5- bis 3-fache elektrische Leistung ihrer Vorgänger. Dies trägt dem mittlerweile erheblich gestiegenen Strombedarf Rechnung, auch im Hinblick auf neu zu integrierende Technik, die im Lauf der geplanten Einsatzzeit von 50 Jahren hinzukommen mag.

Quelle: Wikipedia 

Bild: Magic Factory
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Bild: Magic Factory
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Der Bausatz...

...kommt vom mir bisher unbekannten chinesischen Hersteller Magic Factory. Das (noch) kleine Portfolio ist eher konventionell gestrickt, mit Schwerpunkt auf Kits militärischer Vorbilder. Mein persönliches Highlight ist eben der aktuelle Bausatz der neuen Ford-Klasse. Der Kit mit der Artikelnummer 6401 kam 2023 auf den Markt; eine „Upgrade-Version“ mit der Artikelnummer 6501 bietet eine höhere Anzahl an Flugzeugen. Weiterhin ist als Artikelnummer 6402 eine (wesentlich teurere) Edition mit Klarsichtteilen und vorlackiertem Deck verfügbar.

Bild: Magic Factory
Bild: Magic Factory

Bild: Magic Factory
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Der Inhalt

In einem stabilen Stülpkarton kommen die Bausatzkomponenten zum Kunden, nach dem Öffnen findet man zuerst die drei sicher und verzugsfrei in klaren Tiefziehteilen gelagerten Hauptbauteile des Rumpfes. Alle weiteren Spritzrahmen sind meist paarweise in Klarsichtbeutel verpackt. Die Bauteile sind sämtlich aus stabilem, grauen Kunststoff in hoher Qualität gefertigt. Fischhäute, Sinkstellen oder Grate findet man keine, allerdings sind etliche angegossene Auswerfer zu entfernen. Einen Extrabeutel haben die Decalbögen und die Ätzteile spendiert bekommen. Dank eines separaten Unterwasserschiffs kann auch ein Wasserlinienmodell problemlos gebaut werden. Die Proportionen scheinen stimmig zu sein: Messungen ergeben korrekte Ergebnisse für den 700er Maßstab.

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CVN-78 Gerald R. Ford

 

Die Passgenauigkeit dürfte über jeden Zweifel erhaben zu sein: bei einer Probepassung fielen die drei Rumpfteile nahezu von selbst zusammen. Am Unterwasserschiff sind Schraubenanlage und Ruder fein detailliert, am einteiligen(!) Überwasserrumpf sieht man bereits feine Strukturen anmodelliert, die durch eine Vielzahl von Klein- und Anbauteilen ergänzt werden. Aus meiner Sicht bemerkenswert für ein Modell eines Flugzeugträgers (besonders in diesem Maßstab) ist das vorhandene und gut nachgebildete Hangardeck. Die Tore zum Hangar können wahlweise offen oder geschlossen dargestellt werden.

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Neben den drei Hauptteilen für den Rumpf sind auf elf Spritzrahmen allein die Teile für das Schiff zu finden. Insgesamt sind die Sektionen recht fein zergliedert und aus einer Vielzahl von teilweise sehr kleinen Einzelteilen zu erstellen, beispielsweise für die Balkone in den seitlichen Rumpfauslegern sowie der Bootsanleger am Heck. Überall sieht man feine und feinste nachgebildete Strukturen und Gravuren, auch die Abwehrbewaffnung in Form von Sea Sparrow- und RAM-Startern sowie CIWS ist stimmig nachgebildet.

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Das Deck ist mit einer Vielzahl von versenkten Gravuren übersät, neben den obligatorischen Tie-downs, Katapult- und Fangseilanlagen sind auch etliche Decksmarkierungen als Gravuren vorhanden. Man kennt dies in erhabener Form von Modellen aus der Frühzeit des Modellbaus als Bemalungshilfe; hier mag es zur Orientierung für die langen, feinen Decals dienen – man wird sehen, wie es das Endergebnis beeinflusst. Die Blast Deflectors sind wahlweise in versenkter oder aufgestellter Position montierbar, die anmodellierten Catwalks am Vorschiff wirken in diesem Maßstab stimmig.

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Auch die Insel besteht aus einer Vielzahl von Teilen, die Fenster der vier Brücken sind fein strukturiert, so dass sie sich nicht allzu schwer bemalen lassen dürften. Dazu gibt es jede Menge von kleinen und kleinsten Anbauteilen (Balkone, Radoms, Sensoren). Der Hauptmast besteht wiederum aus etlichen Teilen mit feinen Strukturen, hier sind dann bereits die ersten Ätzteile zu verbauen. Die meisten weiteren Ätzteile bilden Fangnetze an den Deckskanten nach – sehr fein und nach aktuellem Standard ausgeführt. Leider hat man sich allein darauf beschränkt, Relings oder weitere Ätzteile liegen keine bei.

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CVN-78 Gerald R. Ford

 

Für die Airgroup liegenaus acht F/A-18, sechs F-35C, zwei E-2D und zwei MQ-25 Tankdrohnen bei, das ist insgesamt recht mager. Über die Ausführung der Flugzeugnachbildungen gibt es allerdings in keinster Weise etwas zu meckern: alle Typen bestehen aus mindestens vier fein und sauber strukturierten Teilen. Fahrgestell und Leitwerke sind separat anzubauen, die E-2 – bestehend aus zwölf Teilen – kann man schon als kleinen Bausatz bezeichnen. Alle Typen sind stimmig nachgebildet und als die jeweiligen eindeutig erkennbar; allerdings durchgehend mit ausgefalteten Tragflächen. Für eine Darstellung mit eingefalteten Flügeln ist Eigeninitiative notwendig. Arbeitsfahrzeuge fürs Flugdeck liegen keine bei; zumindest ein Tilly-Crane wäre schön gewesen.

Bild: Magic Factory
Bild: Magic Factory

Die Beigabe von F-35C und MQ-25 ist zwar eine nette Idee, zum momentanen Zeitpunkt (Frühjahr 2026) gibt es jedoch keine Belege dafür, dass die beiden Typen auf der Ford eingeschifft sind – also Zukunftsmusik. In so fern ist auch die Zuordnung der F-35 zu VFA-82 Marauders und VFA-15 Valions hypothetisch – beide Staffeln sind aufgelöst; dazu befindet sich die MQ-25 derzeit erst in der Testphase an Land. Für die nähere Zukunft wird zumindest die F-35C relevant sein, hierfür müssten dann aber jedenfalls die Decals überarbeitet werden. Anstatt der beiden MQ-25 hätten dem Kit zwei auf jeden Fall benötigte SH-60 Helikopter definitiv besser zu Gesicht gestanden.

F/A-18E Super Hornet, obenF/A-18E Super Hornet, untenF/A-18E Super Hornet, AnbauteileF/A-18D Super Hornet, obenF-35CF-35C, AnbauteileE-2 Hawkeye, RumpfE-2 Hawkeye, TragflächeE-2 Hawkeye, Propeller und RadomMQ-25, obenMQ-25, unten

F/A-18E Super Hornet, oben

F/A-18E Super Hornet, oben 

Die Decals

Der in China hergestellte Decalbogen ist nahezu A4 groß, die Bilder sind sauber, scharf und versatzfrei auf dünnes Trägermaterial gedruckt. Über Umfang und Vollständigkeit der Bilder für das Schiff gibt es nichts auszusetzen. Neben den komplett und stimmig wirkenden Decksmarkierungen gibt es auch Bilder (außer der Schiffsnummer) für die Insel und die Deckskante. Aufpassen muss man allerdings im Bereich der verschachtelt positionierten Bilder, um beim Herausschneiden keine dazwischen stehenden Decals zu verletzen. Wie gut sie sich verarbeiten lassen, muss die Praxis zeigen.

Magic Factory - CVN-78 Gerald R. Ford

Bilder für Insel und Deckskante
Bilder für Insel und Deckskante

Hier geht es ziemlich verschachtelt zu
Hier geht es ziemlich verschachtelt zu

Der Bogen für die Flugzeuge zeigt Markierungen für die Staffeln des CVW-8 und ist sehr umfangreich: hiermit lassen sich auf jeden Fall mehr Maschinen dekorieren als die beiliegenden 18 Stück. Auch hier ist die Anzahl der Bilder je Flugzeug sehr hoch, die winzigen Decals anzubringen dürfte in ein Geduldsspiel ausarten. Von der Druckqualität her sind sie ebenfalls wieder erste Sahne; auch die kleinsten Schriften sind (mit Lupe) einwandfrei lesbar. Aber obwohl zweisitzige Super Hornets (mit der Option für EA-18) beiliegen, gibt es keine Markierungen für ein Electronic Attack Squadron (bei der CVW-8 wäre es das VAQ-142 Gray Wolves).

Magic Factory - CVN-78 Gerald R. Ford

Magic Factory - CVN-78 Gerald R. Ford

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Die Bauanleitung

Die 16-seitige, A4 große Bauanleitung ist sehr „klassisch“ gehalten: einfarbig gedruckt, zweisprachig (chinesisch und englisch) ausgeführt. Sie beginnt mit einem kurzen Abriss über die Geschichte des Schiffs, gefolgt von der Teileliste, dann führen 15 Baustufen zum fertigen Modell. Die teilweise recht kleinen Zeichnungen mit ihren dünnen Linien und vielen Pfeilen sind gewöhnungsbedürftig, besonders bei den Balkonen wird das schnell unübersichtlich. Manche Baustufen bestehen aus etlichen Unterschritten, auch hier muss man aufpassen, dass man nicht durcheinanderkommt. Hilfreich dagegen ist die Ergänzung der Teilenummern mit den jeweiligen Rahmenbezeichnungen, die Ätzteile sind extra bezeichnet. Ebenso hilfreich mag die Download-Version (im PDF-Format) der Anleitung sein, hier kann man dann die Baustufenzeichnungen nach Bedarf am Bildschirm vergrößern.

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Vorbildlich ist die Bemalungs- und Dekorationsanleitung, die Zeichnungen sind in 1:1-Größe zum Modell. Auf schwerem Papier vierfarbig gedruckt, kann man gut damit arbeiten. Die schiere Menge der Decals für das Flugdeck erschlägt einen zwar erst einmal, aber das liegt in der Natur der Sache. Die Größe der Zeichnungen erlaubt systematisches Arbeiten und Abstreichen der verarbeiteten Bilder. Die in den Zeichnungen verwendeten Farben findet man in der Farbtabelle wieder, die die Farbnummern für die AK-, Mr.Color- und Tamiya-Palette enthält. Die Anleitung für die Flugzeuge ist in der selben Manier gehalten. Das einzige, was unklar bleibt, ist die Farbgebung für den Hangar: hier ist es nur rudimentär ersichtlich, und die Bauanleitung schweigt sich darüber aus – da ist dann Vorbildrecherche nötig.

Magic Factory - CVN-78 Gerald R. Ford

Magic Factory - CVN-78 Gerald R. Ford

Darstellbare Maschinen:
  • USS Gerald R. Ford CVN-78
Stärken:
  • prima Verpackung
  • derzeit einziger Bausatz der Ford-Klasse in 1:700
  • stimmige Proportionen
  • hervorragende Ausführung der Bauteile
  • Optionen in der Darstellung von Hangartoren und Blast Deflectors
  • sehr stimmige Flugzeugnachbildungen
  • Ätzteile liegen bei
  • sehr gut gestaltete Bemalungs- und Dekorationsanleitung
  • sehr umfangreiche Decalbögen
Schwächen:
  • grundsätzlich unvollständige und (zum momentanen Zeitpunkt 4/2026) fragwürdige Zusammenstellung der Air Group
  • geringe Anzahl an Flugzeugen
  • keine Markierungen für ein Electronic Attack Squadron
  • Bauanleitung ist verbesserungswürdig
  • keine geätzten Relings

Fazit

Es ist ein weiterer moderner Schiffsbausatz, der zwar bereits aus der Schachtel heraus ein tolles Modell verspricht, aber keineswegs perfekt oder vollständig ist. Dennoch haben wir es mit einem Kit in aktueller Ausführung eines imposanten Schiffes zu tun: auch in 1:700 benötigt das Modell ordentlich Platz. Die Qualität ist hervorragend, dank der zu erwartenden hohen Passgenauigkeit dürfte der erfahrene Anfänger grundsätzlich mit Bau und Bemalung des Schiffes klarkommen. Anders sieht es mit Bauanleitung und Decals aus: die Anleitung zu lesen ist stellenweise nicht einfach und die vielen diffizilen Abziehbilder erfordern jede Menge Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Geduld. Dazu hat sich der Hersteller bei der Air Group vergaloppiert, um eine derzeit aktuelle und stimmige Zusammenstellung zu bekommen, sind sowohl hier als auch bei dem „Upgrade-Kit“ (allerdings weniger) Zusatzinvestitionen notwendig. Wer genug Ambitionen und die erforderlichen Fähigkeiten mitbringt und Flugzeugträger mag, für den ist dieser Bausatz aber absolut empfehlenswert!

Diese Besprechung stammt von Roland Kunze - 10. April 2026

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