Bundeswehr 70: Aircraft(Revell - Nr. 05627)
Produktinfo
BesprechungAm 12. November 1955 erhielten die ersten Soldaten der neu gegründeten Bundeswehr ihre Ernennungsurkunden. Revell nimmt dies als Grundlage, um mit dem Geschenkset „Bundeswehr 70: Aircraft" dieses Datum zu würdigen. Ich erspare es mir, hier im Detail auf die einzelnen Bausätze einzugehen, da sie entweder hier oder auf anderen Webseiten bereits mehrfach vorgestellt wurden. Der erste Bausatz ist der Eurofighter EF2000 Typhoon (Erstauflage 2016), dann der Tornado IDS (Erstauflage 1998) und der F-4F Phantom II (Erstauflage 1997). Bei den beiden letztgenannten Bausätzen finden sich stellenweise Unsauberkeiten, auch bei den Klarteilen, was sicherlich dem Alter der Spritzformen geschuldet ist. Neben den Bausätzen ist auch noch ein Beutel mit sechs Farben, einem Pinsel und einer Tube Klebstoff enthalten. Ein umfangreicher Markierungsbogen und eine Bauanleitung komplettiert den Kartoninhalt.
Der MarkeirungsbogenDer Markierungsbogen wurd neu für dieses Set hergestellt. Er ist fast A4 groß und augenscheinlich von sehr guter Qualität. Die Markierungen sind glänzend und dünn gedruckt. Sehr viele Wartungshinweise je Modell warten darauf, verarbeitet zu werden. Der Eurofighter mit der 30+68 konnte bereits mit dem Geschenkset „60 Jahre Luftwaffe" mit Sonderlackierung in 1:72 dekoriert werden. Im vorliegenden Set kann er in seiner Standardlackierung gebaut werden. Der Tornado mit der 43+50 und der Phantom II mit der 38+74 konnten ebenfalls mit dem o.g. Geschenkset markiert werden.
Die BauanleitungDie Bauanleitung ist im Format A4 gedruckt und besteht aus 44 farbigen Seiten. Die Zeichnungen haben eine ausreichende Größe und sind leicht verständlich. Bauoptionen zu verschiedenen Außenlasten, andere Bauoptionen oder Gewichtsangaben sind vorhanden. Sie gibt an, dass 22 Farben benötigt, bzw. selbst angemischt werden sollen. Die im Beutel enthalten Farben decken den tatsächlichen Bedarf nicht einmal ansatzweise. Könnte man hier sagen: Der gute Wille zählt?
Ein kritischer BlickDrei Dinge fallen mir bei der Bauanleitung auf: Auf Seite 18 und 19 ist oben „LuftZaffe" zu lesen. Es soll wohl „Luftwaffe" gemeint sein. Das ist, in meinen Augen, ein vermeidbarer Schreibfehler. Auf Seite 43 und 44 steht oben JG-71 „R". Das Jagdgeschwader 71 trug zu dieser Zeit den Traditionsnamen „Richthofen". Die Abkürzung „R" wurde erst ab 2016 verwendet, als der Name in „TaktLwG 71" geändert wurde. Die Abkürzung in der Bauanleitung kann auch deshalb verwendet worden sein, um Diskussionen über die Verwendung solcher Traditionsnamen und deren Verbindung zu WK1 und WK2 zu vermeiden. Auf der Revell-Webseite ist das Set als „Level 5" gekennzeichnet. Die Bauanleitung nennt aber „Level 4". Ich persönlich tendiere dazu, das Set als „Level 4" einzuordnen, da die einzelnen Bausätze als Stufe 3 bzw. 4 genannt waren. Auch das Set 05797 „60 Jahre Luftwaffe" war eine Stufe 4.
Darstellbare Maschinen:
Stärken:
Schwächen:
Anwendung: Ein Level 4-Bausatz mit einer Altersempfehlung ab 13 Jahre FazitWenn man sich für dieses Set entscheidet, dann ist es bezogen auf den UVP, tatsächlich günstiger, als wenn man die drei Bausätze aktuell einzeln über die Webseite von Revell kaufen würde. Im Einzelhandel dürfte das Set nochmals etwas günstiger sein. Wem also diese drei Jets noch auf der Werkbank fehlen, dem kann das Set „70 Jahre Bundeswehr" durchaus empfohlen werden. Weitere InfosReferenzen Eine mögliche Bezugsquelle für das Set ist hier auf der Webseite des Herstellers zu finden. Diese Besprechung stammt von Bernd Heller - 10. Januar 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |