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F-4E Phantom II (Early) Vietnam War

(Fine Molds - Nr. FP41)

Fine Molds - F-4E Phantom II (Early) Vietnam War

Produktinfo:

Hersteller:Fine Molds
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:FP41 - F-4E Phantom II (Early) Vietnam War
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2021
Preis:ca. 45 €
Inhalt:
  •  9 hellgraue Spritzgussrahmen
  • 1 Klarsichtrahmen
  • 1 Rumpfteil
  • Decals
  • Bauanleitung mit 20 Seiten im Maß 25,5x18,3 cm
  • Stülpdeckelkarton

Besprechung:

Fine Molds - F-4E Phantom II (Early) Vietnam War

Über die Phantom ist hinreichend geschrieben worden. Ziemlich geräuschlos (zumindest für mich) brachte der japanische Hersteller Fine Molds die F-4 Phantom II in neuen Formen im August 2020 auf den Markt. Zuerst in den japanischen Versionen F-4EJ und F-4EJ Kai und dann später die USAF F-4E in der frühen Ausführung. Mittlerweile sind auch die Versionen F-4C, D und J auf dem japanischen Markt erschienen. Leider besteht im Moment für Deutschland das Problem, dass die Bausätze schwer bis gar nicht zu bekommen sind. Das könnte daran liegen, dass nach der Corona-Krise und weitreichenden Transportengpässen weltweit ein Lieferproblem besteht. Bei den F-4EJ ist das Problem nicht ganz so schlimm.

Der Bausatz macht einen hervorragenden Eindruck hinsichtlich Qualität und Detaillierung. Es ist bis lang mit das Beste, was ich an F-4E Phantom-Bausätzen im Maßstab 1:72 gesehen habe und löst damit alle anderen Bausätze anderer Hersteller ab. Allerdings hat dieser Bausatz seinen Preis.

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F-4E Phantom II (Early) Vietnam War

 

Die Spritzlinge sind einzeln gut in Plastik verpackt. Die Passgenauigkeit ist bis auf einige Stellen hervorragend. Detaillierung ist hier vom Feinsten. Der Hauptrumpf kommt als ein Teil und das Rückenteil wird separat eingesetzt. Dadurch entfällt das lästige Spachteln.

Das Cockpit ist sehr schön detailliert und bietet zwei Instrumenten-Varianten. Eine Variante für Decals oder Photoetch (Eduard) und eine Variante zum Bemalen. Die Kabinendächer kommen in zwei Ausführungen und sind sehr klar. Einmal zum geschlossenen Anbau und für den geöffneten Zustand. Aber eine einteilige Haube wäre nicht schlecht gewesen. Fine Molds hat das Windscreen in der für die F-4E (Long Nose Version) richtigen Form produziert. Ob das Windscreen für die F-4D, J (Short Nose Version) dabei sein wird, bleibt abzuwarten. Aber ist das relevant im Maßstab 1:72? 

Das Seitenleitwerk besteht aus zwei Teilen, das nach dem Einsetzen des linken Teils kleine Spalten hinterlässt. Insgesamt fallen sie nach dem Lackieren nicht so doll ins Gewicht. Ebenfalls sehr schön detailliert ist das Fahrwerk mit den Fahrwerkschächten. Es ermöglicht, einige Teile vor dem Zusammensetzten zu lackieren. Die Lufteinläufe und die Triebwerkauslässe haben die durchgehend richtige Tiefe zu den Turbinen. Auswurfmarkierungen auf den Außenseiten der Lufteinläufe können verspachtelt werden, fallen aber nach dem Zusammenbau eh nicht auf. Sehr schön sind die Abstandhalter für die Leitschaufeln. Der Ansatz des Rumpfvorderteils zum Hauptteil bereitete etwas Passprobleme. Nach dem Anbringen der Tragflächen blieben an der Unterseite etwas größere Spalten im vorderen Bereich. Schade, dass für den Preis keine ausgefahrenen Landeklappen und Speedbrakes möglich sind. Auf der Rumpfunterseite sind die Aux.Air Doors geöffnet und mit Innenleben versehen.

Am Rumpf hinten wird das untere Heckteil, welches über den Triebwerkauslässen sitzt und mit Metallfarbe lackiert wird, aus drei Teilen zusammen gesetzt. Es lässt sich sehr schön vor dem Anbau lackieren und dann zum Schluss anbringen. Allerdings muss man vorher eine genaue Trockenpassung vornehmen, um sicherzustellen, dass keine unschönen Spalten zurückbleiben. Ferner muss der Klebstoff fein dosiert werden, um ihn nicht auf der Metallfarbe zu haben. Die Kanonenmündung ist in der frühen und späteren Ausführung vorhanden. Außer den drei Tanks und den Sidewinder Abschussschienen liegen keine Teile für die Bewaffnung bei. Fine Molds hat hier aber neben überteuerten Staurohren und Cockpitverfeinerung zwei Waffensätze herausgebracht. Leider fehlt im Bausatz die kleine Kanonengasentlüftung, die im Bodenzustand geöffnet sichtbar rechts oben kurz hinter der Radarnase sitzt, sowie der Temperaturgeber vorne rechts kurz vor dem Bugfahrwerk.

Fine Molds - F-4E Phantom II (Early) Vietnam War

Der Decalsatz ist eine Wucht und beinhaltet neben zwei möglichen Maschinen nahezu alle Wartungshinweise bis hin zu lesbaren Klappennummern. Sie erscheinen etwas dick, bereiteten aber mit der Anwendung von MicroSet oder Daco Decalsetting keine Probleme.

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F-4E Phantom II (Early) Vietnam War

 

Die Bauanleitung erstreckt sich über 20 Seiten und ist klar gegliedert. Der Großteil ist in Japanisch, einige Sätze in Englisch. Auch wird mit Zahlen auf kleinen, schwarzen Rauten  hingewiesen, in welcher Reihenfolge Teile einer Gruppe zusammen gesetzt werden. Die Farbtabelle beinhaltet Farben gängiger Hersteller, ist aber in japanischer Schrift. Eine Identifizierung ist anhand der Nummern möglich. Für das Tarnschema sind die Federal Standard Nummern (FS) angegeben.

Darstellbare Maschinen:
  • F-4E 68-0313/JJ, 34. TFS 388. TFW Korat 1969
  • F-4E 67-0278/LA, 4. TFS 366
Stärken:
  • neue Gussform
  • sauber und sehr gut detailliert
  • Umfangreicher Decal-Satz
  • Übersichtliche Bauanleitung
Schwächen:
  • Relative hoher Preis
  • fehlende Lufthutze und Temperaturfühler

Fazit:

Das bisher beste Modell einer F-4E Phantom II im Maßstab 1:72.

Diese Besprechung stammt von Jost Schreiber - 27. November 2021

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