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De Havilland DH.91 Albatross

G-AFDI, Imperial Airways

von Johannes Wipauer (1:144 F-RSIN)

De Havilland DH.91 Albatross

Zum Vorbild

Die De Havilland DH.91 Albatross war ein Schnell-Verkehrsflugzeug für 22 Passagiere. Das Flugzeug wurde vollständig aus Holz gefertigt, vornehmlich aus Zedern- und Balsaholz. Diese Bauweise ermöglichten der DH.91 eine Startmasse von lediglich 13.400 kg. Angetrieben wurde sie von vier 391 kW (532 PS) starken V12-Motoren. Die Reichweite betrug 1.674 km bei einer Reisegeschwindigkeit von 338 km/h.

De Havilland DH.91 Albatross

Die Albatross war ein Höhepunkt des Holz-Flugzeugbaus. Der Rumpf wurde aus Sperrholz und Balsa in Sandwichbauweise gefertigt. Diese Bauart wurde später sehr erfolgreich bei der De Havilland DH.98 Mosquito angewandt. Auch die Tragflächen und das Leitwerk waren aus Holz hergestellt.

De Havilland DH.91 Albatross

Der Erstflug einer DH.91 war am 20.5.1937, ab 1938 wurden die insgesamt sieben Maschinen in Dienst gestellt. Es entstanden zwei Post- bzw. Frachtflugzeuge: G-AEVV "Faraday" und G-AEVW "Franklin" sowie fünf Passagiermaschinen: 

  • G-AFDI  "Frobisher"
  • G-AFDJ  "Falcon"
  • G-AFDK  "Fortuna"
  • G-AFDL  "Fingal"
  • G-AFDM  "Fiona"
Bei Imperial Airways nannte man die Albatross auch "Frobisher-Class" oder "F-Class", weswegen alle Namen mit F beginnen mussten. Wäre im heutigen Airlinebetrieb, wo manche Carrier über hundert typgleiche Maschinen betreiben, etwas schwieriger...

De Havilland DH.91 Albatross

Imperial Airways wurde 1924 gegründet und war, wie man am Speedbird-Logo erkennen kann, der Vorläufer der BOAC, der British Overseas Airways Corporation. 1939 wurde Imperial gemeinsam mit British Airways verstaatlicht und hieß dann BOAC.

De Havilland DH.91 Albatross

Mein Modell

Mein Modell entstand aus dem hier auf Modellversium vorgestellten Resin-Bausatz. Ich habe die erste an Imperial Airways ausgelieferte Passagiermaschine ausgewählt: c/n 6802, also die dritte überhaupt gebaute DH.91, denn man begann mit c/n 6800 zu zählen. Als G-AFDI registriert, Taufname "Frobisher" nach Sir Martin Frobisher, einem britischen Seefahrer und Admiral (1535-1594).

Erstflug der Frobisher war am 22.6.1938, am 8.11.1938 übernahm Imperial Airways das Flugzeug, aber der Krieg ermöglichte keinen langen Betrieb: am 20.12.1940 wurde das Flugzeug bei einem deutschen Luftangriff am Boden zerstört. 

Verwendete Quellen:

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Wie in der Bausatzvorstellung erwähnt, ist mein Exemplar vollständig und ohne Transportschäden angekommen, trotz ramponierter Versandverpackung. Vor allem das sehr filigrane Leitwerk, das nur ein einziges Teil ist, kam in tadellosem Zustand an. Was ich beim ersten Auspacken nicht erkannt habe, war ein Verzug der Tragflächen, der eine asymetrische V-Stellung bewirkte, die obendrein zu steil war. Ich musste jede Tragfläche knapp innerhalb der inneren Motoren durchschneiden und korrigieren:

De Havilland DH.91 Albatross

De Havilland DH.91 Albatross

Wie bei den frühen Resin-Bausätzen von F-RSIN üblich, sind die "diversen Kleinigkeiten" wie Auspuffrohre, Antennenanlage, Staurohre, Lüftungshutzen vom Modellbauer in Eigenregie anzufertigen, was den Vorteil hat, dass man die Detaillierungstiefe selbst bestimmen kann.

Weil bei mir fast alle Flugzeugmodelle in "Parkstellung" dargestellt werden, habe ich versucht, ein Feature der DH.91 nachzubilden, das ich auf allen Bildern abgestellter Maschinen gesehen habe: zwischen Auspuff und Luftschraube gibt es eine Klappe, die am Boden leicht geöffnet ist, vermutlich zu Kühlzwecken.

De Havilland DH.91 Albatross

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Die Farbgebung wiederum war eine einfache Aufgabe: helles Aluminium über alles, die hölzerne Zelle der Albatross wurde genauso lackiert, wie wir unsere Modelle lackieren - die wenigen Metallteile der Motorverkleidungen kann man vernachlässigen. Nicht vernachlässigt habe ich die für diesen Typ charakteristischen, vorstehenden Positionsleuchten an den Tragflächenvorderkanten.

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Und weil nicht nur mir, sondern auch den Modellbaufreunden im Flugzeugforum aufgefallen ist, dass die Registrierungen und Dekorationen an den Motorgehäusen auf allen Fotos sehr hell wirken, habe ich diese Decals aufgehellt nachgedruckt. Lediglich den Namen am Rumpfbug und die Fensterdarstellungen habe ich aus dem Original-Decalsheet genommen (mein "denkmalgeschütztes" Equipement schafft die nötige Auflösung nicht).

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Zwei ganz essentielle Mängel des Bausatzes habe ich bewusst ignoriert: Die falsche Orientierung der Fahrwerkschächte. Diese sind in Wirklichkeit nicht fast quer zur Flugrichtung, sondern mehr schräg, ähnlich einer Flügelpfeilung. Der zweite Mangel sind eigentlich vier, weil an jedem Motor vorhanden: Es sollten seitlich, oberhalb der Auspuffrohre, wulstförmige Verdickungen sein. Vielleicht bei der nächsten Albatross, die ich baue...

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Johannes Wipauer

Publiziert am 02. Juli 2024

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