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Chenowth FAV

Ausgemustertes US-Militärgerät in Afrika

von Theo Peter (1:72 Playmoreit 3D)

FAV = Fast Attack Vehicle der US Special Forces aus den 1980er Jahren
FAV = Fast Attack Vehicle der US Special Forces aus den 1980er Jahren

Zum Vorbild

Das FAV Fast Attack Vehicle (Schnellangriffsfahrzeug) ist ein geländegängiges, schnelles, leicht gepanzertes Fahrzeug der US Armee. Unter anderem ist es unter den Namen "Scorpion" oder "Desert Patrol Vehicle DPV" bekannt. Entwickelt in den 1980er Jahren kam das Fahrzeug während des Zweiten Golfkriegs vor allem beim den SEAL´s zum Einsatz.

Das Fahrzeug ist auch unter den Namen Desert Patrol Vehicle oder Scorpion bekannt
Das Fahrzeug ist auch unter den Namen Desert Patrol Vehicle oder Scorpion bekannt

Hauptvorteil war hohe Geländegängigkeit und Geschwindigkeit, Hauptnachteil die fehlende Panzerung
Hauptvorteil war hohe Geländegängigkeit und Geschwindigkeit, Hauptnachteil die fehlende Panzerung

Die extreme Schnelligkeit der Fahrzeuge machten sich vor allem amerikanische Spezialeinheiten zu Nutze. Zugleich konnten die FAV´s relativ schwer bewaffnet werden und einiges an Ausrüstung transportieren. Der größte Nachteil der Fahrzeuge war der fehlende Schutz der Insassen. Das Fahrzeug bot Platz für einen Fahrer und zwei Schützen.

Aus diesem Grund wurde das Fahrzeug der Firma Chenowth Racing auch durch das Light Strike Vehicle ersetzt
Aus diesem Grund wurde das Fahrzeug der Firma Chenowth Racing auch durch das Light Strike Vehicle ersetzt

Platz bot das Fahrzeug für einen Fahrer und zwei Schützen, wobei der hintere Schütze einen drehbaren Sitz hatte
Platz bot das Fahrzeug für einen Fahrer und zwei Schützen, wobei der hintere Schütze einen drehbaren Sitz hatte

Angetrieben wurde das Fahrzeug von einem 200 PS starken luftgekühlten VW-Motor, der das nur 960 kg schwere Gefährt im Gelände auf bis zu 130 km/h beschleunigen konnte. Produziert wurde der militärisch genutzte Geländebuggy von der kalifornischen Firma Chenowth Racing. Allradantrieb war dabei nicht verbaut. Mittlerweile wurde das FAV durch das neuere LSV Light Strike Vehicle ersetzt.

Das 200 PS starke Fahrzeug konnte im Gelände Geschwindigkeiten bis zu 130 km/h erreichen
Das 200 PS starke Fahrzeug konnte im Gelände Geschwindigkeiten bis zu 130 km/h erreichen

Zum Bau des Fahrzeugs

Es handelt sich bei dem Modell um ein Fahrzeug aus dem 3D Drucker. Gekauft wurde der Artikel bei Wüstenpatrouillenfahrzeug DPV Chenowth - Etsy.de. Der Aufbau ist sehr fein und filigran. Die Entfernung der fertigungsbedingten Stäbchen ging relativ gut von der Hand und ohne große Schäden am eigentlichen Modell zu hinterlassen.

Der Bausatz stammt aus dem 3D-Drucker und weist feine Details auf - allerdings ging beim Entfernen der Druckäste einiges schief
Der Bausatz stammt aus dem 3D-Drucker und weist feine Details auf - allerdings ging beim Entfernen der Druckäste einiges schief

So mussten etliche Teile des Rohrrahmens durch gezogene Gußästen ersetzt werden. Bemalt wurde das Fahrzeug mit matten Revell-Farben
So mussten etliche Teile des Rohrrahmens durch gezogene Gußästen ersetzt werden. Bemalt wurde das Fahrzeug mit matten Revell-Farben

Allerdings ist mir das Modell heruntergefallen und der komplette hintere Aufbau wurde zerstört – aber wir wären ja nicht Modellbauer, wenn es hierfür keine Lösung geben würde: also wurde der Käfig kurzer Hand mit gezogenen Gußästen komplett neu aufgebaut. Bemalt wurde das Modell mit matten Revell-Farben und dem Pinsel.

Eingestaubt wurde das Fahrzeug mit Pigmentpulver der Firma Tamiya
Eingestaubt wurde das Fahrzeug mit Pigmentpulver der Firma Tamiya

Um den Innenraum richtig zu bemalen, musste allerdings das Dach abmontiert werden. Einige Details am Fahrzeug lassen das FAV noch realistischer wirken. So wurde am Maschinengewehr ein Munitionsgurt aus Fotoätzteilen angebracht. Die Scheinwerfer habe ich mit kristallklarer Windowcolor verglast und eine ausrangierte Laufrolle eines Panzer III wurde kurzerhand zum Radar umfunktioniert. Eingestaubt wurde das Fahrzeug mit Tamiya Pigmentpulver. Das Zubehör am Fahrzeug kommt aus der Restekiste und stammt überwiegend vom Hersteller CMK und besteht aus Resin.

Gut zu erkennen: die sehr filigranen Details des FAV´s
Gut zu erkennen: die sehr filigranen Details des FAV´s

Zum Bau des Dioramas

Inspiriert durch die Videospiele Mercenaries 2 und FarCry 2 entstand die Idee zum Diorama - bei beiden Spielen kommen geländegängige Buggys zum Einsatz. Das Diorama besteht aus einer ca. 25 x 15 cm großen Holzplatte, die ich mit Dekogras (ursprünglich giftgrün) beklebt habe. Die Fahrspuren wurden dabei ausgespart und mit langfasrigem Streugras in Fahrtrichtung beklebt.

Über Umwege und etliche Waffenschieber erreichte das bei dem US-Militär ausgemusterte Fahrzeug den afrikanischen Kontinent
Über Umwege und etliche Waffenschieber erreichte das bei dem US-Militär ausgemusterte Fahrzeug den afrikanischen Kontinent

Inspiriert durch die Videospiele Mercenaries 2 und FarCry 2 entstand die Idee zum Diorama. Einer der Seecontainer entstand in Eigenregie aus Wellpappe
Inspiriert durch die Videospiele Mercenaries 2 und FarCry 2 entstand die Idee zum Diorama. Einer der Seecontainer entstand in Eigenregie aus Wellpappe

Nach Trocknung des Dioramas erfolgte die Lackierung mit matter brauner Farbe aus der Spraydose. Dieser Vorgang musste ca. fünf mal wiederholt werden, bevor von der Ursprungsfarbe nichts mehr zu sehen war. Im Anschluss wurde mit einem breiten Pinsel das komplette Diorama mit heller mattbrauner Revellfarbe trockengemalt.

Das langfasrige Gras ist eigentlich eine Osterdeko-Grasmatte aus dem Ein-Euro-Shop und wurde entsprechend eingefärbt
Das langfasrige Gras ist eigentlich eine Osterdeko-Grasmatte aus dem Ein-Euro-Shop und wurde entsprechend eingefärbt

Afrikanische Milizen nutzen das Fahrzeug und feiern ihren letzten gelungenen Einsatz
Afrikanische Milizen nutzen das Fahrzeug und feiern ihren letzten gelungenen Einsatz

Einer der Container stammt von CMK (20 Feet Cargo Container), der andere ist Marke Eigenbau, weil dem CMK-Resinbausatz zweierlei Containertüren beilagen - einmal in geschlossenem und einmal in geöffnetem Zustand.

Gut vorstellbar, dass das FAV den Insassen nur wenig Schutz bot und daher bei den US Special Forces ersetzt wurde
Gut vorstellbar, dass das FAV den Insassen nur wenig Schutz bot und daher bei den US Special Forces ersetzt wurde

Die Figuren...

...stammen aus den Bausätzen "Chechen Rebels 1:72" von Orion und "Modern Special Forces Worldwide" von Caesar Miniatures in 1:72. Die Figuren wurden aber allesamt komplett umgebaut - so dass die Posen zu der Diorama-Szene passen. Bemalt wurden die Figuren mit matten Revell-Farben und dem Pinsel.

Die Figuren entstanden durch Umgestaltung der Posen bzw. Änderung der Ausrüstung und wurden mit matten Revellfarben und dem Pinsel bemalt
Die Figuren entstanden durch Umgestaltung der Posen bzw. Änderung der Ausrüstung und wurden mit matten Revellfarben und dem Pinsel bemalt

Hier sind einige der Umbauten der 1:72er Winzlinge auf Grund der unterschiedlichen Spritzgußfarben gut zu erkennen
Hier sind einige der Umbauten der 1:72er Winzlinge auf Grund der unterschiedlichen Spritzgußfarben gut zu erkennen

Der Fahrer und der Beifahrer nutzen die Pause zum Durchatmen und zur Waffenreinigung
Der Fahrer und der Beifahrer nutzen die Pause zum Durchatmen und zur Waffenreinigung

Das Maschinengewehr des hinteren Schützen wurde durch einen Munitionsgurt aus Fotoätzteilen aufgewertet
Das Maschinengewehr des hinteren Schützen wurde durch einen Munitionsgurt aus Fotoätzteilen aufgewertet

Weitere Bilder

Im Hintergrund zu erkennen, wie einer der Söldner betrunken in die Luft feuert. Das AK-47 entstand scratch aus gezogenen Gußästen und Papier

Im Hintergrund zu erkennen, wie einer der Söldner betrunken in die Luft feuert. Das AK-47 entstand scratch aus gezogenen Gußästen und Papier

Im Hintergrund zu erkennen, wie einer der Söldner betrunken in die Luft feuert. Das AK-47 entstand scratch aus gezogenen Gußästen und Papier 

Theo Peter

Publiziert am 04. April 2023

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