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DHC-1 Chipmunk T. Mk.20

von Kenneth Pedersen (1:72 AZ model)

DHC-1 Chipmunk T. Mk.20

Zum Vorbild

Anfang der 50er Jahren kaufte die dänische Luftwaffe 27 Chipmunks von de Havilland in Hatfield/Großbritannien. Sie wurden für die Grundschulung auf dem inzwischen aufgegebenen Fliegerhorst Avnø auf Südwest-Seeland eingesetzt, und ersetzten die vorher benutzten SAI KZ-II Trainer. Mitte der 70er-Jahren wurden sie von der Saab T-17 abgelöst. Auf zwei Versteigerungen 1976 und 1978 wurden fast alle übrig gebliebene Flugzeuge an zivile Käufer verkauft. Viele davon fliegen heute noch, alleine in Dänemark etwa 10 Stück.

DHC-1 Chipmunk T. Mk.20

Ich baue bevorzugt dänische Flugzeuge, weil ich Däne bin, aber um so interessanter wird es für mich, wenn ich einen persönlichen Bezug zum Vorbild herstellen kann. Für den Bausatz hatte ich einen Decal-Bogen von Stoppel Decals erworben, der zwei Chipmunks beinhaltet; P-127 und P-146.

Jetzt trifft es sich so, dass ich Anfang der 1980er Jahre in einem Verein in Kopenhagen aktiv war, der historische Flugzeuge pflegte und restaurierte. Ein damals dort eingelagertes Flugzeug war eben Chipmunk P-127, hier kurz in der frischen Luft, als die Lagerhalle aufgeräumt wurde. Sie war eine von drei Flugzeugen, die nicht versteigert wurden. Heute ist sie im Oldtimer-Museum im Schloß Egeskov auf Fünen ausgestellt.

DHC-1 Chipmunk T. Mk.20

Der Bausatz...

...von AZ ist mit schönen Oberflächendetails ordentlich detailliert und gibt im großen und ganzen die Form und das Aussehen der Chipmunk recht gut wieder. Allerdings ist die Passgenauigkeit nicht so toll, vor allem im Bereich Flügel/Rumpf-Übergang, und bei der Montage der Cockpithaube. Diese hat darüber hinaus in der Windschutzscheibe und im hinteren Teil jeweils eine dicke Strebe, die in dieser Form beim Vorbild nicht vorkommt. An diesen Stellen befinden sich am Vorbild innen lediglich eine dünne, von der Verglasung beabstandete Stange. Außerdem sind die Antispin-Strakes am Höhenleitwerk um etwa 2 mm zu lang, was ich leider erst zu spät gesehen habe. Die Räder sind auch viel zu groß, und der Propeller ist mir etwas zu klobig geraten.

DHC-1 Chipmunk T. Mk.20

Das Modell

Ich habe folgende Details hinzugefügt bzw. Änderungen gemacht:

  • das Staurohr
  • ein Lufteinlaß oben auf der Motorhaube (aus Weinflaschenfolie)
  • die grüne UHF-Antenne zwischen den Fahrwerksbeinen
  • die Stabantenne unter dem rechten Flügel
  • die Landeklappen-Kinematik
  • Bremsschläuche
  • Abrißkanten an den inneren Vorderkanten der Flügeln
  • Öffnungsgriffe für die Cockpithaube
  • Sitzgurte
  • die vorher erwähnten Streben in der Cockpit-Haube entfernt
  • drei Lufteinlässe an der Motorhaube sowie den Auspuff aufgebohrt.

DHC-1 Chipmunk T. Mk.20

Ich habe Revell Aqua Color-Farben und Lacke benutzt, sowie den vorher erwähnten Stoppel-Decalbogen verwendet. Bis auf ein paar Wartungshinweise waren die dänische Decals im Bausatz unbrauchbar, da nicht vorbildgetreu. Die schwarzen Umrandungen der leuchtorangenen Felder habe ich aus 0,75 mm breiten Streifen von TL Modellbau gemacht. Sie sind auf dem Vorbild 50 mm breit, was 0,69 mm im Maßstab 1:72 entspricht, aber das kann man so stehen lassen, denke ich.

DHC-1 Chipmunk T. Mk.20

Mit den (empfindlichen, sieht man leider stellenweise) Stoppel-Decals bin ich nicht hundertprozentig glücklich; „P-127“ ist etwas zu fett und einige Stencils sind nicht enthalten. Alternativen gibt es zur Zeit ohnehin nicht, Lima November Decals hat vor kurzem jedoch Bögen in 1:72 und 1:48 angekündigt.

DHC-1 Chipmunk T. Mk.20

Kenneth Pedersen

Publiziert am 11. April 2022

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