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North American B-25J Mitchell

Cpt. Ervin J. Werhand, 823rd BS, 38th BG, Okinawa 1945

von Andy Hartung (1:72 Eduard)

North American B-25J Mitchell

Die mittelgroßen Bomber vom Typ B-25 Mitchell haben doch irgendwie etwas Interessantes an sich. Bereits das Design mit dem nach außen hin abgewinkelten Flügeln verleiht dem Flugzeug bereits einen sportlichen Eindruck. Außerdem hat eben dieser Flugzeugtyp eine sehr spannende Geschichte. Hinzu kommen die oft kunstvoll und individuell gestalteten Nosearts, die so ein Flugzeug gerade in der Vitrine zum Hingucker machen.

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Es sollte niemanden wundern, dass ich mir zeitnah die Special-Edition von Eduard zugelegt und mit dem Bau begonnen habe. Gerade die Auswahl des Themas, nämlich die ersten Gunships und damit die ersten in großer Stückzahl eingesetzten Erdkampfflugzeuge fand ich spannend.

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Der Bau

Wie in meiner Vorstellung bereits angesprochen, befand sich hier keine Neuheit von Eduard im Karton, sondern der immer noch gute Bausatz von Hasegawa. Zusätzlich hat man aber in Tschechien alles Mögliche an Zurüstsets beigelegt. Masken, Brassin-Räder, PE-Ätzteile, das Ganze wird untermalt von einer großen Anzahl an sehr schön gestalten Vorbildern.

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Da war auch schon das Problem, sich zu entscheiden, letztlich viel meine Wahl aber auf das Flugzeug des 823rd Bombersquadron auf Okinawa 1945.

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Der Bau begann im sehr schön ausgeschmückten Innenraum, von den man später leider wenig sehen wird. An den kleineren Teilen stellte man auch schnell fest, dass die Formen schon älter sind und daher manche Details eher rudimentär wirken.

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Bei der Lackierung des Innenraums unterlief mir außerdem ein kleiner Fehler, denn hier hätte die Farbe etwas heller sein müssen als im Rest des Rumpfs. Die meisten PE-Teile wanderten auch ins Cockpit. Hier ist durch die großen Fensteröffnungen auch das eine oder andere zu sehen.

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Auch im Heckbereich hat man die Gefechtsstände der Heckschützen gut dargestellt. Leider fehlt im Inneren der Laufsteg für die Besatzung. Der Bombenraum ist sehr detailliert dargestellt. Durch die geöffneten Einstiegsluken und die großen Scheiben sieht man hier aber immerhin noch etwas davon.

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Leider war die Passung am Rumpf nicht ganz problemlos. Hier gab es einen ziemlichen Versatz. Es dauerte ewig, bis ich die Übergänge einigermaßen zufriedenstellend versäubert hatte. Der Rest vom Flieger fiel dann aber fast von selbst zusammen.

Lackiert wurde mit Ammo of Mig Deepgreen, Sea Grey, Olivdrab und AK-Interactive Deep-Red. Das ganze wurde dann mit Klarlack versiegelt und es ging zu Alterung.

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Was mich störte, ist das halbgeschlossene Fahrwerk, allerdings wollte ich auch keine großen Umbaumaßnahmen ergreifen, so dass ich mich damit arrangierte. Der Gefechtsturm ist im übrigen ebenfalls super dargestellt, passt allerdings auch nur schlecht in seine Halterung.

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Zum Vorbild

Das 823. Bomber Squadron wurde im Frühjahr 1943 aus dem 69. Und 70. Squadron gegründet, um die 38. Bombergruppe auf volle Einsatzstärke zu bringen. Stationiert war der Verband zunächst in Port Moresby in Australien und wurde mit der B-25 ausgestattet. Es folgten nun vermehrt Einsätze auf verschiedene Pazifikinseln, welche meist die Landungen der US-Truppen unterstützten. Aber auch Angriffe gegen Schiffskonvois und Industrieziele, z.B. auf Taiwan gehörten zu den Aufträgen. Der Name der Einheit war "Terrible Tigers", das Geschwaderwappen (den Tiger) trugen alle Maschinen der Staffel. Gegen Kriegsende zog der Verband nach Okinawa und flog Einsätze gegen Japan selbst, dort diente es ab November 1945 auch als Besatzungstruppe. Im Kalten Krieg wurde der Verband dann zur 823. taktischen Raketenstaffel umgerüstet. 1966 wurde die Einheit dann deaktiviert.

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Captain Werhand selbst begann seine Militärkarriere bei der 823rd BS, wo er eben Bodenangriffe, aber auch Angriffe gegen Schiffe und Industriezentren flog. Er wurde mehrfach verwundet und erhielt das Purple Heart. Nach dem Krieg flog er dann Transportmaschinen im Polarkreis. Den nächsten Kriegseinsatz erlebte er dann von Tokio aus, wo er verschiedene Versorgungsflüge nach Korea flog. Zuletzt wurde er auf dem B-47 Atombomber eingesetzt. Er starb letztlich am 26. März 2002.

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Fazit

Wieder ist ein Projekt fertig. Der Bau zog sich etwa zwei Monate hin, allerdings liefen nebenher ja auch noch andere Projekte. Insgesamt war ich doch erstaunt, dass der Flieger soviel Arbeit gemacht hat, das habe ich dann doch unterschätzt.

North American B-25J Mitchell

Andy Hartung

Publiziert am 05. Oktober 2023

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