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Spitfire Mk.VIII HF

Höhenjäger

von Thomas Wirsching (1:48 Eduard Bausätze)

Spitfire Mk.VIII HF

Für den Einsatz gegen sehr hoch einfliegende deutsche Bomber wurde eine kleine Serie von Spitfire Mk.VII und Mk.VIII als Höhenjäger umgebaut. Dafür wurde der kraftvolle Merlin 70 Motor verbaut, welcher das Flugzeug mit 1.710 PS ausstattete und für eine Topgeschwindigkeit von 657 km/h und maximale Flughöhe bis zu 13.000 Meter erlaubte. Dafür waren die Tragflächen verlängert und angespitzt ausgeführt, um so mehr Auftrieb zu erhalten. Die Bewaffnung bestand hier aus 2 x 20 mm Maschinenkanonen und 2 x 7,7 mm Maschinengewehren. Dieses Flugzeug war bei der 32. Staffel der Royal Air Force zu Beginn des Jahres 1944 in Foggia, Italien im Einsatz.

Spitfire Mk.VIII HF

Der Bausatz von Eduard ließ sich wirklich einfach bauen, es gab auch keinerlei Probleme mit Paßungenauigkeiten. Eduard bietet für diesen Bausatz einige sehr attraktive Varianten an und dementsprechend schwer fiel die Wahl, welche Maschine ich darstellen möchte. Letztendlich entschloss ich mich für den Höhenjäger, weil es keine „normale“ Spitfire darstellt. Dazu war es durch die jeweils einfarbige Lackierung der Ober- und Unterseite ein ideales Testobjekt für das Vorschattieren, was ich hier gerne zum erstenmal ausprobieren wollte, um die Oberflächen nicht zu homogen aussehen zu lassen.

Spitfire Mk.VIII HF

Der Pilot von CMK ist zwar als Commonwealth Pilot ausgewiesen (ich wollte ursprünglich den Australier bauen), kann aber auch ohne Probleme als Pilot der RAF genommen werden. Weil der Pilot aber als Höhenjäger in einer Maschine arbeiten soll, welche noch keine Druckkabine hat, habe ich ihm aus Epoxy Putty eine Sauerstoffmaske und eine Fliegerbrille ins Gesicht modelliert.

Spitfire Mk.VIII HF

Das Cockpit ist innen sehr schön ausgestattet und ich habe mir mit dem Finish Mühe gegeben. Allerdings sieht man davon später leider mit der geschlossenen Kabinenhaube und dem Pilot drinsitzend gar nix mehr. Aber ich weiß, es ist alles da.

Spitfire Mk.VIII HF

Spitfire Mk.VIII HF

Grundiert wurde die Maschine mit Alclad Black Primer. Nach einem Tag Austrocknen wurde mit sehr hellem Grau die Panelen konturiert und die Flächen akzentuiert. Davor hatte ich immer Respekt, aber eigentlich ist es ganz einfach. Ich kann es jedem, der eine Airbrush hat, nur empfehlen auszuprobieren – es lohnt sich.

Spitfire Mk.VIII HF

Spitfire Mk.VIII HF

Spitfire Mk.VIII HF

Die Oberseite wurde mit Alclad RAF Ocean grey und die Unterseite mit Alclad RAF Pru Blue lackiert. Es ist hier wichtig, dass die Deckfarben nicht „satt“ aufgesprüht werden, sondern eher lasierend, bis sich der gewünschte Effekt einstellt, so dass man die Deckfarbe zwar sieht, aber noch das hellere Grau durchschimmert und die Oberflächen und die Stöße betont. Gerade das kann man mit den sehr gut zu sprühenden Alclad Farben relativ leicht hinbekommen.

Spitfire Mk.VIII HF

Spitfire Mk.VIII HF

Ich wollte mein Flugzeug im Flug darstellen. Dazu habe ich einen geätzten Propeller von Blurred Propeller verwendet, die für mich am realistischsten drehende Propeller simulieren. Das fertig lackierte Flugzeug wurde dann am hinteren unteren Heck vor dem Heckrad vorsichtig aufgebohrt. Ein durchsichtiger Acrylstab 5 mm Durchmesser wurde über heißem Wasser vorsichtig so gebogen, dass er fast einen 120°-Bogen macht.

Spitfire Mk.VIII HF

Spitfire Mk.VIII HF

Dann muß man ihn nur noch in die vorgebohrten Löcher der Trägerplatte und des Modells mit Sekundenkleber einkleben. Das Staffelabzeichen der 32nd Squadron habe ich in England gekauft und ebenfalls mit Sekundenkleber aufgeklebt. 

Spitfire Mk.VIII HF

Obwohl ich kein großer Flugzeugbauer bin, hatte ich viel Spaß mit diesem Modell und werde ihm einen schönen Platz in der Vitrine zuweisen.

Thomas Wirsching

Publiziert am 21. July 2022

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