Vought A-7E Corsair IIvon Axel Theis (1:72 HobbyBoss)
Geschichtlicher Rückblick:
Die A-7 Corsair ist eine Weiterentwicklung der Vought F-8 Crusader. Die US Navy benötigte einen Nachfolger für die A-1 Skyraider als Angriffsflugzeug. Auch sollte sie die A-4 Skyhawk teilweise ersetzen. Die Corsair ist kürzer als die Crusader, hat einen größeren Rumpfquerschnitt und einen größeren Flügel. Der Erstflug der YA-7A erfolgte 1965 und die Indienststellung der ersten A-7A im September 1967. Die spätere A-7E wurde angetrieben von einem Allison TF-41 Triebwerk, welches ein Lizenzbau des Rolls Royce Spey 201 Aggregats war. Die Corsair konnte keine Überschallgeschwindigkeit erreichen. Von der A-7E wurden insgesamt 529 Maschinen bei der US Navy eingesetzt. Außer den Vereinigten Staaten setzten in Europa noch Griechenland und Portugal die Corsair ein. Insgesamt wurden etwa 1570 Maschinen aller Varianten gebaut.
Das hier vorgestellte Modell besteht aus einem Grundbausatz von Hobby-Boss, aufgewertet mit einem Cockpitsatz aus Resin- und Fotoätzteilen von Aires. Des Weiteren habe ich neue tiefgezogene Transparentteile, welche ich selbst herstelle, verbaut. Dafür musste ein Ziehstempel hergestellt werden. Dies hielt ich für notwendig, da die beigefügten Transparentteile aus dem Hobby-Boss Bausatz nicht die richtige Form haben. Die Haube sowie die Frontverglasung sind oben zu flach, also zu eckig. Im Original ist die Haube in der Vorderansicht halbkreisförmig. Dies trifft auch auf den zu flachen Lufteinlauf zu. Dieser ist ebenfalls im Original fast halbkreisförmig. Da musste ebenfalls nachgearbeitet werden.
Ansonsten hat mir der Hobby-Boss Bausatz gut gefallen, was die sonstige Vorbildtreue anbetrifft. Feine Oberflächendetails sowie offen darstellbare Electronic-Bays haben mir gut gefallen. Daher zog ich diesen Bausatz denen von Fujimi und Italeri vor. Unterflügelbewaffnungen aus entsprechenden Hasegawa Sätzen habe ich ebenfalls verbaut. Zusätzlich noch Sidewinder Raketen von Eduard. Die Decals stammen von einem Italeri Bausatz und ließen sich sehr gut verarbeiten. Die Passgenauigkeit der Bausatzteile war zufriedenstellend, ohne nennenswerte Probleme beim Zusammenbau. Ein wenig Flüssigspachtel war allerdings notwendig.
Lackiert habe ich meine Corsair mit Gunze FS 36440 hellgrau auf den Oberseiten und Tamiya weiß unten. Beim Rest kamen unterschiedliche Produkte zum Einsatz, wie beispielsweise von Alclad und Revell. Um das Modell etwas lebendiger erscheinen zu lassen, habe ich mit hell-dunkel Effekten gearbeitet und mit Washing und trockenpinseln eine Alterung vorgenommen. In dem Air-Doc Heft wird die richtige Form der Cockpitteile gezeigt in vielen Fotos und bei maßstäblichen Zeichnungen. Ich konnte daraus weiterhin viele wichtige Informationen entnehmen, was mir beim Bau des Modells sehr geholfen hat.
Fazit:In nächster Zeit plane ich noch die Doppelsitzer Variante aus einem Hobby-Boss Bausatz zu bauen. Es wird voraussichtlich eine griechische Maschine. Der Bau meiner A-7E war sehr anspruchsvoll, hat aber viel Spaß gemacht.
Axel Theis Publiziert am 30. April 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |