Du bist hier: Home > Galerie > Flugzeuge Militär Modern > McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

52nd TFW / 81st TFS, Spangdahlem AB, Deutschland

von Max Hauswald (1:48 Zoukei-Mura)

McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

Vorwort

Zur McDonnell Douglas F-4 Phantom II muss man eigentlich nichts sagen.

Die hier gezeigte Version ist jedoch die EF-4C, die sogenannte „Wild Weasel IV“, speziell umgerüstet zur Jagd auf feindliche Radar-Anlagen. Eine Art Notlösung zwischen der Wild Weasel III, der F-105G und der Wild Weasel V, der F-4G.

Eingesetzt wurde die seltene Version u.a. auch in Spangdahlem, bei der USAF Europe. Die Einsatzzeit dieser nur 36 umgerüsteten F-4C-Modelle war nicht gerade lang, sie trafen ca. 1973 ein und wurden bereits 1979 durch F-4G ersetzt. Ein Jahr zuvor wurden die ersten Einsätze in Vietnam geflogen.

McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

Die Wild-Weasel-Geschichte ist recht spannend, da man hierzu eigens Einheiten mit speziellen Flugzeugen ausstattete um SEAD (Suppression of Enemy Air Defences) zu betreiben. Dazu gehörten jedoch erst einmal das Aufklären und Erkunden, dann das Bekämpfen. Als man den Besatzungen ihren Job erklärte, wurde der Mythos des „YGBSM“ geboren: you gotta be shittin me… du willst mich wohl verarschen!

Es ist klar, dass es ein wilder Ritt ist, gegnerische Luftabwehrsysteme zu locken, diesen auszuweichen und gleichzeitig zu bekämpfen, alles im schnellen Tiefflug mit plötzlichen „pull ups“. Daher auch das berühmte Symbol mit dem „wilden Wiesel“, was doch ziemlich zerzaust „YGBSM“ zu stöhnen scheint.

McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

Die hier besprochene EF-4C ist ein wichtiger Zwischenschritt in der Reihe der Entwicklung von der „Wild Weasel I“ F-100F bis zur heutigen F-16CJ, welche noch heute diese Aufgabe übernimmt.

DIE Standardwaffe der WW-Fluggeräte ist natürlich die passende Lenkwaffe zur Bekämpfung von Radar-Anlagen, welche sich parallel und eng verknüpft zu den Flugzeugen entwickelte: AGM-45 Shrike, AGM-78 Standard ARM, AGM-88 HARM und AGM-88G AARGM-ER.

McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

Das Modell

Es handelt sich hierbei nicht bloß um eine weitere Phantom in meiner Modellbaugeschichte, denn es ist der erste F-4-Bausatz von Zoukei-Mura, den ich endlich in den Händen halten konnte. Fast schon eine Art heiliger Gral, in manchen Modellbauerkreisen.

Das Vorbild sprach mich direkt an, eine WW-Phantom mit guter Umsetzung gibt es sonst eher selten am Markt. Und dann hatte ich noch Glück diesen zu einem halbwegs vertretbaren Preis von nur ca. 70 € zu bekommen.

McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

Doch was soll ich sagen: super Decals, designed von „House of Phantoms“, tolle Sache. Anleitung völlig überladen, es ist wirklich nicht schön – alles auf Japanisch erklärt, teilweise ist etwas Englisch dabei, aber insgesamt leider sehr unübersichtlich. Unglaublich viele Schritte, aber einfach nicht gut zu erkennen.

Die Qualität der Spritzgussteile ist hervorragend – super Details, größtenteils sehr schöne Passgenauigkeit – ABER Vorsicht: die Unterrumpfveränderungen der EF-4C müssen anhand von Maßen herausgeschnitten werden und dann neue Teile eingeklebt werden. Hier wird eifrig geschnitten, gefeilt, gespachtelt und geschliffen. Hier sollte eine „Standard-F-4“ ein schöneres Bauerlebnis sein.

Ansonsten muss man leider sagen, dass es Teile gibt, bei denen die Aufteilung nicht sehr clever ist. Es muss teilweise mehr nachgearbeitet werden als es nötig wäre.

McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

Die Sitze von Zoukei-Mura gehen absolut nicht: da haben andere Hersteller heute deutlich bessere Spritzguss-Lösungen im Angebot. Ich habe meine durch 3D-Druck-Sitze ausgetauscht – mit Ätzteil-Gurten.

Es ist ein sehr hochwertiges Produkt, aber preislich leider zu hoch angesiedelt für meinen Geschmack und die Phantoms von MENG sind ein ganzes Stück besser zu bauen – hier eine klare Empfehlung für MENG – am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden!

McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

Lackierung und Fertigstellung

Lackiert wurde die Standard-SEA-Tarnung. Diese wurde auch ordentlich verdreckt. Wie es eben sein muss.

Beladen ist die schwere Kiste mit 2x Unterflügeltanks, dem großen Centerline-Tank, zwei AGM-45-Shrike unter den inneren Flügeln, zwei AIM-7 Sparrow unter dem Heck. Dazu kommt das festverbaute Elektronikmodul im vorderen Rumpfbereich linksseitig und der ECM-Störsender in der rechten, vorderen Sparrow-Bucht. Dazu verfügt das Fluggerät über viele weitere Antennen: neben den RWR-Antennen an Nase und Heck befinden sich insbesondere zwischen Radom und Cockpit oben und unten mehrere Antennenmodule, welche alle super detailliert sind und problemlos angebaut werden.

McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

Endlich Zoukei-Mura abgehakt. Mal schauen, ob weitere folgen werden. Hängt vermutlich vom Angebot und dem dargestellten Modell ab.

McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

Max Hauswald

Publiziert am 02. April 2026

Du bist hier: Home > Galerie > Flugzeuge Militär Modern > McDonnell Douglas EF-4C Phantom II „Wild Weasel IV“

© 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links