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Hawker Fury Mk.1

von Bruno Schilli (1:72 Revell)

Hawker Fury Mk.1

Die Intention

Der kleine Bausatz der Hawker Fury Mk.1 von Revell ist ein alter Bekannter und wurde hier schon vorgestellt. Gereizt haben mich die elegante Form des Rumpfes und das etwas andere Farbdesign, so dass der Bausatz als Projekt für zwischendurch auf meinem Arbeitstisch landete.  

Hawker Fury Mk.1

Die wenigen Teil machen allesamt einen vernünftigen Eindruck und haben wenig Gussgrat. Einzig der Propellerblattansatz am Spinner will nicht wirklich gefallen und auch die Streben machen einen zerbrechlichen Eindruck.

Hawker Fury Mk.1

Der Bau

Das einfach gehaltene Cockpit ist schnell zusammengebaut. Der Pilot erhielt eine Kopfstütze aus Spritzgussrahmen spendiert. Laut Beschreibung soll das Schiebebild für das Armaturenbrett nach dem Zusammenbau des Rumpfes mit einer Pinzette im Cockpit eingeklebt werden. Das erschien mir zu fummelig. Ich entschied mich daher dafür, das Schiebebild auf ein eigenes Armaturenbrett aufzubringen und vor Schliessen des Rumpfes zu montieren. Nun konnte der Pilot Platz nehmen.

Hawker Fury Mk.1

Zur Vorbereitung des Bauabschnitts „Verspannung der Tragflächen“ pflege ich stets die am Rumpf endenden Verspannungsdrähte durch kleine Bohrungen in den Rumpf zu führen und im Innern zu verknoten. Dies verhindert ein Lösen bei der Endmontage der Tragflächenverspannung. Als Verspannungsdrähte verwende ich unsichtbares Nähgarn (das gar nicht unsichtbar ist).

Nun durfte der Pilot seinen Arbeitsplatz wieder verlassen und die beiden Rumpfhälften wurden sodann mit den Grundfarben Silber und Aluminium gespritzt. Ich entschied mich dann, den gelben Streifen auf dem Rumpfrücken mit der Airbrush vorzulackieren. Ich bin da noch nicht so ganz bewandert und trug wohl zu viel Farbe auf. Leider lief mich die Farbe unter die Maskierung, so dass ich dies mehrfach korrigieren musste. Mit dem Pinsel wurde dann ein roter Streifen rund um den Cockpitrand aufgemalt.

Hawker Fury Mk.1

Sodann verklebte ich beide Rumpfhälften und verspachtelte die Nähte. Den gelben Streifen auf dem Rumpfrücken musste ich dann allerdings nochmal lackieren. Das spare ich mir in Zukunft.

Zur Vorbereitung der Verspannung bohrte ich nun weitere Löcher in die Tragflächen an den Befestigungspunkten. Nun montierte ich die untere Tragfläche, das einteilige Höhenruder und die beiden inneren Tragflächenverstebungen an der Motorhaube, die separat beiliegt. Die angebotene Lösung mit zwei zueinander gerichteten Montagehilfen für die vier Streben finde ich genial. Die Streben erhalten automatisch die richtige Ausrichtung, um die obere Tragfläche im nächsten Schritt einfach draufzulegen.

Hawker Fury Mk.1Hawker Fury Mk.1Hawker Fury Mk.1Hawker Fury Mk.1Nach Montage der Motorhaube kann der Pilot nun endgültig Platz nehmenHawker Fury Mk.1

Hawker Fury Mk.1

 

Nun kommt die Montage der oberen Tragfläche und der gefürchtete Verdrahtungsakt. Um gleichmässigen Zug auf alle Verspannungen zu erhalten, führe ich die Fäden durch die bereits gebohrten Löcher, sichere sie auf der unteren Tragfläche mit Knoten und spanne sie mittels frei hängenden Wäscheklammern. Der Flieger schwebt dabei kopfüber mittels Spannzwinge in luftiger Höhe. Nun wird Schnellkleber in die Löcher geträufelt. Die folgenden Bild zeigen diesen Vorgang für die Verspannung, die über den inneren Verstrebungen endet.

Hawker Fury Mk.1

Hawker Fury Mk.1

Hawker Fury Mk.1

Nach Trocknung dieser ersten Verspannung habe ich die äusseren Verstrebungen montiert. Ich muss zugeben, dass ich da ganz schön ins Schwitzen kam. Diese Verstrebungen sind so filigran und passen nicht wirklich in die vorgegebenen Löcher. Ich hatte Glück, kein Bruch. Einmal drin, kommen die Wäscheklammern zum zweiten Mal zum Einsatz, um auch hier die Verspannung zu vervollständigen. Nun erhalten die Fäden möglichst nah am Flügel einen Endknoten, die Stellen werden verspachtelt und verschliffen, sodann mit etwas Farbe kaschiert.

Hawker Fury Mk.1

Die nachfolgenden Schritte betreffen Seitenleitwerk, Zieleinrichtung, Cockpitscheibe, Fahrwerk und seine Verspannung. Dann werden die sehr schön zu verarbeitenden Decals angebracht. Etwas Arbeit muss dann noch am Propellerspinner aufgewendet werden. Der Plastikklumpen um Übergang von Propellerblatt zu Spinner wird mittel Skalpell und Feile abgetragen, zurechtgeschliffen und an die Antriebseinheit montiert.

Am Ende steht dann ein schöner, bunter Flieger auf dem Tisch, der nicht viel Platz wegnimmt.

Hawker Fury Mk.1Hawker Fury Mk.1Hawker Fury Mk.1Hawker Fury Mk.1Hawker Fury Mk.1Hawker Fury Mk.1Hawker Fury Mk.1

Hawker Fury Mk.1

 

Bruno Schilli

Publiziert am 16. March 2021

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