M2A2 BradleyOperation Iraqi Freedom, 2003von Olaf Sprenger (1:35 Academy)
Der Trend geht zum Zweitpanzer und da ich hier schon einen Bradley der Operation Desert Storm vorgestellt habe, musste dieser hier auch sein. Rein optisch finde ich ihn mit seiner Zusatzpanzerung klobig und hässlich, neben ihm sieht ein Marder geradezu schnittig aus. Aber: Der Bradley hat in der Ukraine gezeigt, was er kann. Seit der Dominanz der FPV Drohnen hört man allerdings nicht mehr viel von gepanzerten Vorstößen.
Mein Modell:
Mit dem Academy Bausatz kann man leider keinen ukrainischen Bradley bauen. Die sind alle kampfwertgesteigert und weichen maßgeblich ab. Also ist es einer aus der Schachtel geworden, ergänzt um zwei Figuren von MiniArt und Ausrüstung von Tamiya. Detaillierung und Passgenauigkeit sind gut. Oberteil und Wanne schließen vorne nicht ganz bündig ab. Ich habe eine Leiste ergänzt und solange geschnitten und geschliffen, bis es passte. Zahllose Kleinteile, also kein ganz leichter Bau. Besonders der Turm mit seinen zahlreichen Panzerplatten, Mechanik, TOW Werfer und Zieloptik ist nicht ohne. Hier empfiehlt es sich vor dem Bau Fotos zu studieren um keine Fehler zu machen, die Bauanleitung ist nicht genau genug. Ich hatte Probleme bei der Montage der Ketten. Die sind etwas zu kurz geraten. Beim Dehnen entstand an der Kontaktstelle eine Lücke, die man aber gut nach oben in den Kettenschacht verschieben kann.
Dargestellt ist ein Bradley der Operation Iraqi Freedom in 2003. Ich habe noch gut das Bild der ersten Bradleys am Tigris in Bagdad vor Augen - über Sinn und Sinnlosigkeit liesse sich aus gegebenem Anlass heutzutage trefflich streiten.
Fazit:Ein schöner Bausatz eines mittlerweile legendären Panzerfahrzeugs. Olaf Sprenger Publiziert am 20. Mai 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |