LKW 0,25t DKW Munga F91/4 (Funkrüstsatz)Dargestellt wird ein Munga F91/4 1000, Aufklärungskp 10 der PzGrenBrg. 1 der 1. PzGrenDivvon Hauke Ahrendt (1:35 Ace)
Zum VorbildDer Lkw 0,25t gl Munga (Mehrzweck-Universal-Geländefahrzeug mit Allradantrieb) vom Typ DKW F91/4 mit Wannenaufbau gehörte zur Erstausstattung der neu aufgestellten Bundeswehr und wurde in den Jahren 1956 bis 1968 in einer Stückzahl von ca. 28.000 Stück bei der Truppe eingeführt. In dieser Stückzahl ist auch die große und erst später gefertigte 8-sitzige Version mit verlängerter Pritsche (Typ DKW F91/8) enthalten, die einen Anteil von ca. 3.000 Stück hatte und im Zeitraum von 1962 bis zum Fertigungsende 1968 angeschafft wurde.
Die Fahrzeuge wurden von der Fa. DKW/Auto-Union produziert und waren mit einem 900 bzw. ab 1959 mit einem 1.000 cm³ großen 3-Zylinder-Zweitaktmotor mit 40 bzw. 44 PS angetrieben. An den beiden Lüftungsschlitzen im unteren Rahmen der Windschutzscheibe kann man die beiden Motorentypen unterscheiden. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei bis zu 98 km/h. Das Fahrzeug wog je nach Ausrüstung ca. 1,5 – 1,8 t, die Zuladung betrug dabei maximal 700 kg. Die Steigfähigkeit erreichte trotz dieses Leistungsgewichts immer noch 70%.
Eingesetzt wurden die Fahrzeuge bei allen Truppenteilen in verschieden Funktionen, überwiegend jedoch als Verbindungsfahrzeug. Der Munga F91/4 wurde auch als Trägerfahrzeug für die PAL 810-Cobra-Pz-Abw.-Rakete verwendet. Diese wurden dann bei den Luftlande-Einheiten sowie bei den Panzerjägerzügen der Panzergrenadier-Brigaden eingesetzt. Der Munga F91/8 wurde auch als behelfsmäßiger KrKrw sowie als Waffenträger für das PzAbw-Leichtgeschütz 106 mm. Die Ausmusterung bei der Bundeswehr erfolge ab 1978 mit der Einführung des VW Iltis
FunkgerätesatzEinige Mungas wurden bereits ab Werk mit einem Funkrüstsatz SEM25/35 ausgerüstet, der an den Halterungen des linken hinteren Sitzes befestigt war. Dazu kamen noch 2 Batterien hinter dem Fahrersitz, das SEM-Abstimmgerät auf dem rechten Kotflügel und eine SEM25-Antennenaufnahme an der Rückwand. Da nicht alle benötigten Mungas ab Werk so ausgestattet wurden, hat die Truppe oft auch mobile SEM-Anlage im Mungas eingesetzt oder entsprechende Rüstsätze ergänzt.
Das ModellDer Bausatz ist von ACE und wurde bei mir schon hier besprochen. Es besteht aus vielen Kleinteilen, und bei einigen Arbeitsschritten macht einem die etwas unübersichtliche Bauanleitung zu schaffen. Nicht jede Baugruppe macht Sinn gemäß Bauanleitung vorgefertigt zu werden, bzw. im Falle des Motors sollte dieser komplett gebaut werden, bevor er ins Fahrzeug gesetzt wird. Wenn die Motorhaube geschlossen dargestellt wird kann man auch den Bau des Motors verzichten, es reichen die 3 Teile des Getriebes, das auch alleine genau positioniert werden kann. Ausreichende Trockenzeit für den Kleber empfehle ich in jedem Fall zu berücksichtigen.
Ich habe insgesamt 3 Mungas gebaut, und aus „Lessons learned“ jedes Mal eine andere Bauweise angewendet. Keine ist wirklich optimal gewesen, daher empfehle ich an dieser Stelle lieber nichts. Wichtig ist Geduld und eine gutes Auge. Aber an sich ist das Modell im Endzustand sehr passgenau und gut detailliert
Dieses Fahrzeug in der Standardausführung haben ich erstmal ohne Verdeck gebaut damit man die Funkgeräte sehen kann. Diese stammen aus Resten eines Perfect-Scale-Funkkoffer-Unimog, den ich als San-Koffer gebaut habe und daher über waren. Es gibt einige andere scratch gebaute Ergänzungen wie das SEM- Abstimmgerät und der SEM-Fuß an der Rückwand. Nicht alles genau richtig für den Munga, da es auch nur wenige originale Bilder gibt, und an den Bildern restaurierter Fahrzeuge gibt es in Teilen unterschiedliche Ausführungen, daher war meine wesentliche Vorlage das einzige mir verfügbare Bild aus der TdV. Das Modell ist also nicht exakt, aber schon sehr nahe dran, für mich gut genug. Auf den wesentlichen Wiedererkennungseffekt kommt es mir an.
LackierungAirbrush mit Revell 42 Gelboliv, unter Beimengung von etwas 57 Grau und wenig 88 Ocker
DecalsDie Decals stammen im Wesentlichen aus der Grabbelkiste.
Hauke Ahrendt Publiziert am 24. Juni 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |