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ZIL-131 Lastkraftwagen

Warlords und das Geschäft mit dem Krieg

von Theo Peter (1:72 ICM)

Der ZIL-131 ist ein ab 1967 von der sowjetischen Firma Sawod Imeni Lichatschowa gebauter geländegängiger 6x6 Lastkraftwagen
Der ZIL-131 ist ein ab 1967 von der sowjetischen Firma Sawod Imeni Lichatschowa gebauter geländegängiger 6x6 Lastkraftwagen

Zum Original

Der ZIL-131 ist ein ab 1967 von der sowjetischen Firma Sawod Imeni Lichatschowa gebauter geländegängiger 6x6 Lastkraftwagen. Neben dem Ural-375D war der Laster ein Standard-Lastkraftwagen vieler ehemaligen Staaten des Warschauer Pakts. Aber auch im zivilen Bereich fand der LKW zum Beispiel als Feuerwehrfahrzeug, Schneepflug oder Fahrzeug des Katastrophenschutzes große Verwendung. Besonders geschätzt war die große Vielzahl an möglichen Aufbauten wie zum Beispiel eine Pritsche, ein Kommandocontainer, ein Raketenwerferaufbau, eine Version als Zugmaschine und vieles mehr. Ab 2011 wurde der Bau des Fahrzeugs eingestellt und durch das Nachfolgemodell ZIL-4334 abgelöst. Motorisiert war die Standardversion mit einem V8-Ottomotor mit 150 PS mit einem manuellen Fünfgang-Schaltgetriebe und zwei Geländeuntersetzungen.

Neben dem Ural-375D war der Laster ein Standard-Lastkraftwagen vieler ehemaligen Staaten des Warschauer PaktsAb 2011 wurde der Bau des Fahrzeugs eingestellt und durch das Nachfolgemodell ZIL-4334 abgelöst Das hier gezeigte Fahrzeug ist mit einer Pritsche und einem Verdeck ausgerüstet

Neben dem Ural-375D war der Laster ein Standard-Lastkraftwagen vieler ehemaligen Staaten des Warschauer Pakts

Neben dem Ural-375D war der Laster ein Standard-Lastkraftwagen vieler ehemaligen Staaten des Warschauer Pakts 

Zum Bau des Fahrzeugs

Wieder einmal handelt es sich um die Renovierung eines bereits gebauten Modells. Das Ursprungsmodell stammt von ICM und wurde bereits hier auf Modellversium gezeigt. Nach der völligen Demontage aller Aufbauten, aller Klarsichteile und aller Anbauteile erfolgte der Komplettneuaufbau des Fahrzeugs. Es sollte ein Truppentransporter oder ein Lastkraftwagen mit Stoffplane entstehen. Als erstes wurden die verlorenen Spiegel aus dünnen gezogenen Gußästen und Karton neu gebaut und am Modell angebracht. Anschließend wurden alle Reifen auf die richtigen Felgen aufgezogen und samt Ersatzreifen (neue Ersatzradhalterung aus Karton- und Plastikresten angefertigt) wieder am Modell angebracht. Nach Anbringung der neu verglasten Frontscheinwerfer (mit kristallklarer Windowcolor) und der Schutzgitter (stammen vom alten Bausatz selbst) folgte eine Dachluke (besteht aus einer Panzerturmluke aus der Restekiste) und zwei neue Seitentanks, neue Staufächer neben dem Ersatzrad und neue Abschlepphaken (eines alten Panzer V Bausatzes) und Seilen sowie Schaufeln.

Blick auf das Bausatzcover des 1:72 ICM Bausatzes
Blick auf das Bausatzcover des 1:72 ICM Bausatzes

Jetzt begann der Aufbau der Pritsche. Die Unterkonstruktion wurde aus Holz- und Plastikteilen gebaut. Die Pritsche selbst stammt von einem 1:87 Werbetruck (alter Magirus LKW mit Anhänger) und musste der Größe entsprechend angepasst werden. Nach Kürzung der Ladepritsche wurde die nun fehlende Bordwand mit Balsaholz wieder aufgebaut. Die Plane selbst stammt von einem Opel Blitz von Academy und wurde mit einer Schicht Weißleim und einem Papiertaschentuch weiter aufgewertet. Die nach oben geöffnete Plane entstand durch Ausschneiden des Kunststoffes und Modellieren des Taschentuchs. Detailliert wurde das Fahrzeug durch einen Feuerlöscher und Wegfahrkeilen aus der Restekiste. Nachdem die Klarsichtteile (eines ist leider gebrochen) wieder eingesetzt, repariert und mit kristallklarer Windowcolor verfugt wurden, folgte eine Bemalung des LKWs mit matter Revellfarbe und dem Pinsel. Abschließend folgte ein Washing mit stark verdünnter Revellfarbe und eine Verschmutzung mit Tamiya Pigmentpulver. Die Spritzlappen stammen aus der Restekiste und bestehen aus alten übrig gebliebenen PE-Teilen.

ZUM BAU DES MODELLS

Zahlreiche Umbauten am bereits zuvor gebauten Modell waren notwendig, um den ZIL 131 Transportlaster darzustellenLeider war der Spiegel nach Jahren in der Restekiste nicht mehr auffindbar und wurde kurzer Hand aus gezogenen Gußästen und Karton selbst gebautAuch die Klarsichtteile waren nicht mehr in allerbestem Zustand - wurden aber dennoch verwendet. Auf Grund der Verschmutzung des LKWs fällt dies aber nicht weiters aufDie Plane des Aufbaus wurde mit einem in Weißleim und Wasser getränktem Papiertaschentuch dargestellt

Zahlreiche Umbauten am bereits zuvor gebauten Modell waren notwendig, um den ZIL 131 Transportlaster darzustellen

Zahlreiche Umbauten am bereits zuvor gebauten Modell waren notwendig, um den ZIL 131 Transportlaster darzustellen 

Das Diorama

Das Diorama besteht aus einer ca. 20 x 30 cm großen Holzplatte. Nachdem die Platte mit Strukturpapier der Firma NOCH beklebt wurde, erfolgte eine Geländemodellierung mithilfe von echter fein gesiebter Erde und Vogelsand. Nach der Trocknung wurde die Strukturpappe abgeklebt und das komplette Gelände mit der Spraydose besprüht. Die Mauer besteht ebenfalls aus Strukturpapier, allerdings von der Firma Auhagen. Eigentlich stellen die Mauern Flugfeldbodenplatten dar. Begrünt wurde das Diorama mit kurzem Streugras der Firma NOCH. Da das Gras leider eine viel zu grelle Grünfärbung hatte, wurde das Gras kurzer Hand ebenfalls mit der Spraydose bearbeitet. Das Tor besteht aus Resin und stammt vom Hersteller AddOnParts. Der Stacheldraht aus fotogeätztem Metall kommt von Hauler, die Fässer aus der Restekiste, die Reifen von alten Modellen und die Plakate, Zeitungen und Wegweiser aus dem Farbdrucker. Die Absperrgitter stammen von Preiser und passen hervorragend in die Szenerie. Einige Büsche und vertrocknete Sträucher detaillieren das Diorama zusätzlich. Die Kisten stammen von Preiser, die Waffen von Alex Miniatures und Preiser, die Munitionsgurte sind aus Fotoätzteilen und die Sträucher aus der Natur.

Einige sogenannte Warlords nutzen den Tschetschenien-Konklikt, um Kasse zu machen und verkaufen Waffen an alle Seiten der KonfliktparteienWährend die Verkäufer die Ware noch vom LKW laden, testen die Käufer die Feuerwaffen bereits auf Herz und NierenNeben Sturmgewehren, schweren Maschinengewehren werden auch RPG-Raketenwerfer und PaK-Munition vom LKW entladenDer Waffendeal muss schnell über die Bühne gehen - bevor die andere Konfliktpartei davon Wind bekommtVerdreckt wurde der LKW mit Pigmentpulver von TamiyaNiemand traut hier niemandem - daher sind sowohl die Käufer als auch die Verkäufer bis an die Zähne bewaffnet

Einige sogenannte Warlords nutzen den Tschetschenien-Konklikt, um Kasse zu machen und verkaufen Waffen an alle Seiten der Konfliktparteien

Einige sogenannte Warlords nutzen den Tschetschenien-Konklikt, um Kasse zu machen und verkaufen Waffen an alle Seiten der Konfliktparteien 

Die Figuren

Die Figuren stammen aus dem 1:72 Resin Kit „Spetsnaz GRU 90-s“ des Kleinserienherstellers Alexminiatures und von Zvezda aus dem Set „Soviet Motorized Infantry 1:72“. Die Figuren von Alexminiatures sind von hervorragender Qualität und ebenso wie die Figuren des Kleinserienherstellers Alexminiatures jedem 1:72 Dioramabauer wärmstens zu empfehlen. Aber auch die Figuren von Zvezda stehen detail- und qualitätsmäßig in nichts nach. Bemalt wurden die Figuren mit matten Revellfarben und dem Pinsel. Anschließend wurden sie einem Washing unterzogen.

DIE FIGUREN:

Blick auf die eingesetzten 1:72 Figuren von Alexminiatures und Zvezda Auch wenn die Figuren als sowjetische bzw. russische Soldaten verkauft werden, sollen sie in diesem Diorama keine sowjetischen/russischen Streitkräfte darstellen - sondern Warlords, die aus dem Leid anderer Kasse machenEin Bild das so oder so ähnlich mit Sicherheit um die Welt gehen würde, wenn so ein Waffendeal fotografiert werden würde

Blick auf die eingesetzten 1:72 Figuren von Alexminiatures und Zvezda

Blick auf die eingesetzten 1:72 Figuren von Alexminiatures und Zvezda 

Theo Peter

Publiziert am 31. December 2021

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