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Boeing 707-436

G-APFC, BOAC

von Steffen Meister (1:144 Authentic Airliners)

Boeing 707-436

Die G-APFC (Herstellungsnummer 17704, Baunummer 101) absolvierte ihren Erstflug am 24. Januar 1960 im Boeing-Werk Renton (Washington, USA). Nach Abschluss der Erprobung erfolgte die Übergabe an die BOAC am 16. Mai 1960. Mit der Indienststellung wurde das Flugzeug Bestandteil jener Flotte, die den weltweiten Linienverkehr der Gesellschaft grundlegend modernisierte. Während die erste Generation der De Havilland Comet durch mehrere Konstruktionsmängel beeinträchtigt worden war, erwies sich die Boeing 707 als technisch ausgereiftes und wirtschaftlich erfolgreiches Langstreckenflugzeug und entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zum internationalen Standard im Interkontinentalverkehr.

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Während ihrer aktiven Dienstzeit wurde die G-APFC auf zahlreichen Langstreckenverbindungen des BOAC-Streckennetzes eingesetzt. Dieses verband London Heathrow mit den bedeutenden Verkehrszentren Nordamerikas, Afrikas, des Nahen Ostens sowie Süd- und Südostasiens. Typische Einsatzstrecken führten beispielsweise nach New York, Montreal, Nairobi, Johannesburg, Khartum, Beirut, Bahrain, Bombay, Singapur, Hongkong und Tokio. Viele dieser Verbindungen wurden aufgrund der damaligen Reichweitenbegrenzungen mit planmäßigen Zwischenlandungen durchgeführt. Die Boeing 707 reduzierte dennoch die Reisezeiten gegenüber den zuvor eingesetzten Langstreckenflugzeugen mit Kolbenmotoren um mehrere Stunden und erhöhte zugleich die Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit des Flugbetriebes erheblich.

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Die BOAC selbst war am 24. November 1939 durch den Zusammenschluss von Imperial Airways und British Airways Ltd. gegründet worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sie sich zur staatlichen britischen Interkontinentalfluggesellschaft und übernahm eine zentrale Rolle beim Wiederaufbau des internationalen Luftverkehrs. In den späten 1940er- und 1950er-Jahren bestand ihre Flotte zunächst aus Flugbooten sowie Kolbenmotorflugzeugen wie der Avro York, der Canadair Argonaut und der Lockheed Constellation. Einen Meilenstein stellte 1952 die Einführung der De Havilland Comet dar, des weltweit ersten strahlgetriebenen Verkehrsflugzeugs. Nach den bekannten Strukturversagen der frühen Comet-Versionen setzte die BOAC ab 1960 zunehmend auf die Boeing 707, die sich rasch als Rückgrat ihres Langstreckenverkehrs etablierte.

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Mit der Boeing 707 begann für die BOAC eine Phase außerordentlichen Wachstums. Die deutlich verkürzten Flugzeiten machten interkontinentale Reisen für Geschäftsreisende ebenso wie für den aufkommenden Ferntourismus wesentlich attraktiver. Gleichzeitig nahm die Zahl der Passagiere kontinuierlich zu, sodass die Gesellschaft ihr weltweites Streckennetz erheblich ausbauen konnte. Die Boeing 707 wurde damit zu einem Symbol des wirtschaftlichen Aufschwungs der Nachkriegszeit und der zunehmenden Globalisierung des Luftverkehrs.

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Am 1. April 1974 wurden die BOAC und die British European Airways (BEA) im Rahmen einer staatlichen Neuordnung zur neuen Fluggesellschaft British Airways zusammengeführt. Sämtliche Flugzeuge der BOAC gingen dabei in den Bestand der neuen Gesellschaft über, darunter auch die G-APFC. Zu diesem Zeitpunkt hatte jedoch bereits die Einführung der wesentlich größeren Boeing 747 begonnen, sodass die Boeing 707 schrittweise aus dem Liniendienst verdrängt wurde. Die G-APFC blieb nur noch kurze Zeit für British Airways im Einsatz und wurde bereits 1975 außer Dienst gestellt. Anschließend ging sie an Boeing zurück und wurde nicht an eine andere Fluggesellschaft weiterverkauft, sondern für Struktur- und Belastungsversuche verwendet. Im Verlauf dieser Tests wurde die Zelle zerstört, womit die Geschichte eines Flugzeugs endete, das über fünfzehn Jahre lang den internationalen Linienverkehr Großbritanniens mitgeprägt hatte.

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Infos zum Bau:

Nach der Lufthansa war eigentlich klar, dass früher oder später auch eine Boeing 707 der BOAC in meiner Vitrine landen würde. Für mich gehört die dunkelblaue BOAC-Lackierung zu den schönsten und elegantesten Liverys der frühen Jet Jahre.

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Als Basis diente erneut der Bausatz von Authentic Airliners. Da der Bau nahezu identisch mit meiner zuvor gezeigten Lufthansa 707 verlief, bleibt hier eigentlich nicht mehr so viel zu erwähnen.

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Lackiert wurde die 707 wieder mit der Airbrush und den bewährten MRP-Acrylfarben. Das Weathering fiel wieder etwas stärker aus, auf den Vorbildfotos sieht man gerade in den späten 60er Jahren einige Gebrauchsspuren. Die Decals stammen von 26Decals und Authentic Airliner Decals.

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Auch wenn mittlerweile einige 707 in meiner Sammlung stehen, wird mir dieser Flugzeugtyp einfach nie langweilig, euch hoffentlich auch nicht.

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Steffen Meister

Publiziert am 31. Juli 2026

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