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Junkers Projekt 2273

Auf dem Weg zur Junkers F13

von Enrico Friedel-Treptow (1:72 Revell)

Junkers Projekt 2273

Die Projektskizze

In dem von mir schon mehrfach erwähnten Buch von Lennart Andersson, Günter Endres, Rob J.M. Mulder und Günther Ott „The World First All-Metal-Airliner Junkers F13“  finden sich auf Seite 12 mehrere Projektskizzen, die während der Entwicklung der Junkers F13 angefertigt wurde. Allerdings habe ich die Zeichnung zwar zur Kenntnis, aber nicht so richtig wahrgenommen. Ich hatte mich mehr auf die vielen Fotos und Informationen gestürzt. Als ich dann das Buch von Angelika Hofmann „Als das Auto fliegen lernte – Die Geschichte der Junkers F13“ in den Händen hielt und durch schmökerte, erfasste ich den Inhalt der dort ebenfalls abgebildeten Projektzeichnungen. Mindestens eines dieser Projekte wollte ich bauen. Besonders interessant ist die Ausführung des Projekts 2266 in der Auslegung als Schulterdecker. Hier habe ich dann doch den Umbau als zu aufwändig erachtet. So orientierte ich mich auf das Projekt 2273. Es zeigt sehr viele Gemeinsamkeiten mit der Serien F13 und der Umbau erschien mir relativ gut machbar. Übrigens sind beide Bücher unbedingt zu empfehlen. Das erste aufgrund der, wie bereits angesprochen, vielen tollen Bilder und vielen technischen Details sowie der Auflistung aller gebauten F13. Auch die farbigen Zeichnungen sind nicht zu verachten. Allerdings wünscht sich der Modellbauer mehr davon. Das zweite Buch empfiehlt sich durch den lockeren und gut zu lesenden Schreibstil. Hier gibt es einige Geschichten über und um die Junkers F13, sehr interessant und teilweise amüsant zu lesen. Kleines Beispiel: für Flüge der „Herta“, um Absatzmöglichkeiten zu finden, wurde die Maschine luxuriös ausgestattet und erhielt auch einen neuen Außenanstrich – „Hellblau, Motorlagerung, Bauchdecke, Flügel und Ruderorgane, auf Unterseite dunkelblau. Durch Silbersteifen abgesetzt. Name Junkers in Silberbronze. Zulassungs-Nr. in schwarz auf weißem Felde D 183“. Na, wenn das nicht förmlich nach einer Umsetzung als Modell schreit.

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Junkers Projekt 2273

 

Das Projekt 2273

Doch zurück zum Projekt 2273. Datiert ist die Zeichnung auf den 03.01.1919. Welche Unterschiede zur späteren F13 sind erkennbar? Am auffälligsten sind Bug und Seitenleitwerk. Die Motorverkleidung ist deutlich schmaler als bei der F13. Der breitere Rumpf beginnt mit halbrunden „Wangen“ etwa in der Mitte der Motorenverkleidung. Das Seitenruder ähnelt dem der Junkers J1 (J4). Weiterhin hat das Projekt nur zwei Fenster pro Rumpfseite, kürzere Tragflächen, gerade Höhenruder und keine „Verdickungen“ an den Fahrwerksbeinen.

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Junkers Projekt 2273

 

Das Modell

Grundlage für mein Modell war natürlich wieder der Revell-Bausatz. Daran habe ich versucht, all die Änderungen umzusetzen. Dafür habe ich auch wieder einiges an „Wellblech“ selber hergestellt. Leider ist nicht alles so gelungen, aber insgesamt finde ich es ganz annehmbar. Das das Flugzeug nie existiert hat, konnte ich mich bei der Farbgebung etwas „austoben“. Da die oben erwähnte Herta auch in Blau unterwegs war, sollte es auch bei meinem Projekt Blau werden. Allerdings nicht die gesamte Maschine, sondern nur der Bug. Aufgrund fehlender Zulassung gab es auch keine Kennung, dafür von mir die Projektnummer 2273 auf die Rumpfseiten. Die Tragflächen erhielten stattdessen den Schriftzug Junkers. Dafür wählte ich die in meinen Augen sehr attraktive Ausführung mit dem geschwungenen Bogen (den gibt es auch an einigen Junkers G24). Alle Beschriftungselemente wurden mithilfe von selbstgefertigten Masken gespritzt. Irgendwie habe ich es gerade mit kleinen Arrangements, also habe ich für die 2273 eine kleine Ausstellungsfläche geschaffen. Die Figuren stammen von Preiser.

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Junkers Projekt 2273

 

Enrico Friedel-Treptow

Publiziert am 10. May 2021

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