GMC WSQK Squawk Van(Revell - Nr. 07732)
Produktinfo
Besprechung
Mit dem GMC WSQK Squawk Van vervollständigt Revell sein Portfolio an Modellen des "Stranger Things"-Universums. Im Gegensatz zu den anderen Bausätzen gibt bzw. gab es hier durchaus ein reales Vorbild. Der Sender WSQK wurde als Pop-Up Radio ins Leben gerufen und war für sechs Wochen im Äther zu hören. In erster Line war der Sender als Werbung für die finale Staffel der Serie gedacht. Die Macher dahinter haben sich mächtig ins Zeug gelegt um das Ganze so authentisch wie nur irgend möglich zu gestalten. Nicht nur die Musik, die Werbung, die Nachrichten oder das ´Gespräch´ der Moderation war zeitgenössisch im Stil der 1980er Jahre. Man hat sogar den analogen Klang jener Zeit durch die Verwendung entsprechender Elektronik und Hardware realisiert. Die Hörer konnten während dieser sechs Wochen vollständig in die Welt von "Stranger Things" eintauchen. Der Bausatz von Revell kommt in einer sehr ansprechenden Verpackung daher, endlich sind die Zeiten der labberigen Schüttboxen vorbei. Innen im Karton geht es sehr übersichtlich zu. Der Van besteht gerade einmal aus etwas mehr als 70 Einzelteilen. Die Frage, ob dies eine Neuentwicklung ist oder eine mit neuen Teilen aufgepeppte olle Kamelle, lässt sich durch einen Blick auf die Rückseite des Kartons schnell beantworten: es handelt sich tatsächlich um eine neue Bausatzform. Entweder stand man bei der Entwicklung unter erheblichen Zeitdruck oder das Modell stellt eine Art Gegenpol zu den anderen Neuentwicklungen dar, die ja bisweilen recht aufwändig gemacht sind (Chevrolet Blazer oder Gloster Meteor).
Hat man sich erst einmal an die etwas ungewohnte Farbe der Bauteile gewöhnt, fallen einem erst einmal die teilweise sehr dicken Angüsse ins Auge. An manchen Teilen muss man regelrecht mit schwerem Gerät anrücken, der kleine Seitenschneider aus den Revell-Adventskalendern tut sich da schon schwer ;). Die Bauteile machen einen guten Eindruck, die Gussqualität ist, wie man es von einer neuen Werkzeugform erwarten darf, sehr gut. Es gibt ein paar Auswerferspuren, die liegen aber meist im nicht sichtbaren Bereich. Die Detaillierung hält sich in Grenzen, es gibt ein paar einfache, erhabene Details im Innenraum, vergleichbar mit einem DieCast-Fertigmodell. Die angedeutete Holzmaserung der Seitenverkleidungen sollten sich ganz gut mit Farbe hervorheben lassen. Die Schiebetür kann beweglich angebaut werden, ebenso die beiden Hecktüren. Diese werden übrigens nicht am Heck der Karosserie angeschlagen, sondern innen an den Seitenverkleidungen.
Der Unterboden ist aus einem Guss, es gibt außer den Rädern und den verchromten Sidepipes keinerlei Einzeilteile, die man noch anbauen müsste. Die Räder können drehbar angebaut werden. Die Reifen sind aus Weichplastik und man kennt sie bereits aus vielen anderen US Car-Bausätzen von Revell. Die Chromteile sehen ganz vernünftig aus, am Kühlergrill sind die Rippen sogar durchbrochen. Neben den Stoßstangen und den Sidepipes gibt es noch Spiegel sowie ein Chevrolet-Emblem. Das heißt nichts anderes, als dass man weitere Modelle auf dieser Basis erwarten kann. Ich bin mal gespannt, ob es auch eine etwas detailreichere Variante geben wird, die Aufteilung der Spritzlinge würde das durchaus ermöglichen. Für die Dachantenne hat sich Revell folgendes überlegt: die Sendeantenne ist aus klarem Kunststoff, die einzelnen Stege soll man mit Silberfarbe hervorheben. Na, mal schauen wie das wird :)... Die übrigen Klarsichtteile sind mit die besten, die ich seit langem Von Revell gesehen habe - die beiden Bullaugen mal ausgenommen, diese werden aber ohnehin getönt. Schön, dass auch die Leuchtengläser enthalten sind.
Der Decalbogen ist recht groß ausgefallen und scheint wieder bei Cartograf in Italien gedruckt worden zu sein. Revell nimmt uns einen schwierigen Part der Bemalung ab und bietet uns für die dünnen Zierstreifen passende Decals an. Die Weißwandringe-Decals hätte es nicht gebraucht, die Reifen haben ja schon welche aufgedruckt. Ob das Lochmuster für die Sidepipes was taugt, wird sich erst nach dem Anbringen zeigen, ich habe da so meine Zweifel. Ein paar Decals gibt es noch für das Armaturenbrett und natürlich für die ganzen WSQK-Logos. Die Bauanleitung ist wieder sehr übersichtlich ausgefallen, hier mal wörtlich gemeint. Es gibt für die 70 Einzelteile 36 Baustufen, damit dürfte wohl jeder gut zurechtkommen. Zu den fünf auf dem Karton angegebenen Farben kommen noch einmal fünf dazu. Erfreulicherweise braucht man keine Farbe anzumischen - naja, fast. Für die beiden Bullaugen soll man 40% Schwarz Seidenmatt mit 60% Glanzlack mischen. Oder man nimmt gleich Tamiya Smoke.
Darstellbare Fahrzeuge:
Stärken:
Schwächen:
Anwendung:
FazitNun, das ist mal was Neues von Revell, sowohl was den Typ angeht, als auch die Aufmachung des Bausatzes. Die Fertigungsqualität ist sehr gut und das gilt auch für die Chrom- und Klarteile. Die Detaillierung ist in etwa vergleichbar mit einem Fertigmodell à la Bb..... & Co. Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man sich das Modell kaufen möchte. Weitere InfosAnmerkungen: Den Bausatz bekommt man direkt bei Revell oder natürlich im einschlägigen analogen und digitalen Fachhandel. Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 05. Februar 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |