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CAC Wirraway ‘In training and combat’

(Special Hobby - Nr. SH48242)

Special Hobby - CAC Wirraway ‘In training and combat’

Produktinfo

Hersteller:Special Hobby
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:SH48242 - CAC Wirraway ‘In training and combat’
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:November 2024
Preis:ca. 40 €
Inhalt:
  • 3 Rahmen aus grauem Kunststoff, 1 Rahmen mit Klarsichtteilen
  • 1 Platine mit Ätzteilen, 1 Stück Fotofilm mit Instrumenten
  • 16 Resinteile
  • 1 Decalbogen
  • Farbige Bauanleitung

Besprechung

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CAC Wirraway ‘In training and combat’

 

Die CAC Wirraway war eines der ersten in Australien entworfenen und gebauten Militärflugzeuge und spielte eine wichtige Rolle in der frühen Luftfahrtgeschichte des Landes. In den frühen 1930er Jahren wollte Australien unabhängiger von britischen Flugzeuglieferungen werden. 1936 gründete man dafür die Commonwealth Aircraft Corporation (CAC). Als Grundlage für ein eigenes Flugzeug diente das amerikanische Schulflugzeug North American NA-16, das stark weiterentwickelt wurde. Der Erstflug der Wirraway fand 1937 statt, die Serienproduktion begann kurz darauf. Insgesamt wurden über 750 Maschinen gebaut, für die junge australische Luftfahrtindustrie eine enorme Leistung .

Ursprünglich als Trainingsflugzeug gedacht, wurde die Wirraway wegen Flugzeugmangels auch als leichter Jagd- und Erdkampfflieger eingesetzt, vor allem im Pazifikraum. Gegen moderne japanische Jäger war sie zwar klar unterlegen, wurde aber dennoch für Bodenangriffe, Aufklärung und Notverteidigung genutzt. Ein berühmter Erfolg war sogar ein bestätigter Abschuss eines japanischen Flugzeugs – eine echte Ausnahme.

Nach dem Krieg diente die Wirraway noch viele Jahre als Schul- und Verbindungsflugzeug bei der Royal Australian Air Force (RAAF), bis sie in den 1950er-Jahren schrittweise ersetzt wurde. Die Wirraway mag militärisch nicht so bedeutsam gewesen sein, historisch betrachtet war sie aber enorm wichtig. Sie legte den Grundstein für die australische Flugzeugindustrie und galt als Symbol für Australiens industrielle Selbstständigkeit im Krieg. Die Erfahrungen mit der Wirraway flossen auch in die Entwicklung der wesentlich stärkeren Boomerang ein.

Special Hobby - CAC Wirraway ‘In training and combat’

Mit einer stetigen Regelmäßigkeit bringt Special Hobby seine CAC Wirraway im Maßstab 1:48 zurück in die Händlerregale. Nachdem er 2008 zum ersten Mal erschienen war kam er jeweils acht Jahre später meist unverändert zurück. Die hier gezeigte 2024er Auflage wartet mit einem neuen Decalbogen auf der endlich mal etwas Abwechselung bei den möglichen Bemalungen bringt. Gab es bisher nur getarnte Maschinen im RAAF typischen Braun-Grün-Sky-Schema so kann man hier eine gelbe und eine einfarbig grüne Maschine bauen. Neu hinzugekommen ist auch ein gedrucktes Resinteil für den Luftfilter unterhalb des Motors. An den ca. 66 Kunststoffteilen hat sich erwartungsgemäß nichts geändert. Die Qualität der Bauteile ist typisch Short-Run, d.h es gibt keine Passhilfen, keine Teilenummern und relativ viel Grat. Ergänzt werden die Teile durch knapp 40 Ätz- und 16 Resinteile. Die Ätzteile sind unbedruckt, für die Instrumente kommt der klassische Fotofilm zum Einsatz.

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CAC Wirraway ‘In training and combat’

 

Das Cockpit ist mit fast 40 Einzelteilen schon ein kleiner Mutlimadia-Bausatz für sich und sehr gut detailliert. Schade dass man die einzelnen Segmente der Cockpithaube nicht offen anbauen kann da sie aus einem Stück gespritzt ist. Special Hobby gibt als Bemalungshinweis einen Grau-Grünen Farbton an, ich denke hier wäre Silber die bessere Wahl. Zumindest auf Fotos sieht das eher silberfarben als grüngrau aus. An der Haube muss man den hinteren Teil noch absägen. Hier hat Special Hobby eine gute Gelegenheit nicht genutzt den Bausatz mit neuen Teilen aufzuwerten. 

Der Motor, oder besser gesagt dessen Grundkörper ist aus Resin und sehr schön detailliert. Warum sage ich Grundkörper? Nun ja Special Hobby überlässt es uns ob wir die fehlenden Stößelstangen und Zündleitungen selbst ergänzen. Zumindest die Vorbereitungen dafür wurden getroffen. Glücklicherweise gibt es von dem Commonwealth Wasp Type S1H1-G (1340) genügend Bilder im Netz zu finden. Wieder eine verpasste Chance... 

Die Fahrwerksschächte sind nur mit sehr einfachen Details versehen, beim Original ist da deutlich mehr vorhanden. Die Fahrwerke selbst sind ganz ok und brauchen eigentlich nur noch ein paar Bremsleitungen. Dass da keine Einziehstreben sind ist korrekt, die sieht man von außen nicht. Bei den Rädern muss man Abstriche machen, glattes Profil und nicht abgeflacht. Dafür gäbe es sogar einen schön gemachten hausinternen Ersatz. Warum liegen die nicht bei? Das Spornrad liegt sowohl in Resin als auch in Kunststoff bei. Die beiden geben sich nix also werde ich hier beim Plastik bleiben. 

Sämtliche Ruder und Klappen sind fest angegossen, immerhin gibt es aber ein paar Ätzteile für die Betätigungen der Höhen- und Seitenruder. Die Positionsleuchten und Landescheinwerfer sind nettwerweise aus klarem Kunststoff. Beim Leuchmittel ist wieder Eigeninitiative gefragt. Wer die Decaloption B wählt kann die Bug-MG´s verwenden. Und was ist mit dem hinteren Vickers Mk.I MG ? Kann natürlich sein dass die mal eingebaut waren und mal nicht. Hat man dann die Lafette auch ausgebaut ? Beides gibt es im Bausatz nicht. Interessanterweise im identischen 1:72er Bausatz allerdings schon, wie man durch einen Blick in dessen Bauanleitung sehen kann.

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CAC Wirraway ‘In training and combat’

 

Der Decalbogen ist von der gewohnt guten Qualität wie man sie von Special Hobby kennt. Der Umfang hält sich in Grenzen, es werden lediglich zwei Optionen angeboten. Die erste ist eine komplett in gelb lackierte Maschine aus der finalen Phase des Krieges. Sie flog bei der No. 86 Sqn im Norden des Landes. Als kleine Besonderheit stammt der hintere Teil der Cockpithaube von einer getarnten Maschine. Die zweite Option ist eine komplett grün lackierte Maschine der No. 4 Sqn in Neuguinea 1944. Diese Maschine musste wegen schlechten Wetters auf einer Straße mit eingezogenem Fahrwerk notlanden. Die beiden Insassen kamen unverletzt davon, die Maschine war allerdings ein Totalschaden. Bezüglich der Lackierungen gibt es offensichtlich keine eindeutige Informationen. Je nach Quelle war die Maschine entweder Foliage Green über alles oder eben in Standard Dreifarb-Tarnschema lackiert. Das weiße Heck und die weißen Flügelvorderkanten stimmen aber in beiden Fällen. Übrigens ist A20-637 keine CA-9 Mk.II sondern eine CA-16 Mk.III Wirraway.

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CAC Wirraway ‘In training and combat’

 

Darstellbare Maschinen:
  • CAC CA-9 Mk.II Wirraway, A20-617, No. 86 Sqn RAAF, Sommer 1945
  • CAC CA-16 Mk.III Wirraway, A20-637, N0. 4 Sqn RAAF, Neuguinea 1944
Stärken:
  • Gute Ausstattung mit Ätz- und Resinteilen
  • Gute Detaillierung
Schwächen:
  • Short-Run Qualität
  • Leichte Formfehler am Rumpf (zu kurz, zu ´dick´, Cockpitöffnung zu breit da zu weit unten)
Anwendung:
  • Es ist eine multimediale Kiste und daher nicht unbedingt für Anfänger gedacht.

Fazit

Hatte ich oben Erwähnt das Special Hobby hier seine Chance nicht genutzt hat den Bausatz mit sinnvollen Teilen zu ergänzen bzw. aufzuwerten? Bestimmt mehrmals. Das Einzige was sich gegenüber früher geändert hat ist der Preis und die Decals. Deswegen ist es aber kein schlechter Bausatz. Dank unserer und diverser anderer Bausatzvorstellungen im Netz weiss ja jeder was er bekommt. Bei den Australienexperten in den einschlägigen Foren kommt der Bausatz nicht so gut weg weil er anscheinend auf falschen Zeichnungen basiert. Mir liegen die korrekten Zeichnungen nicht vor, deswegen lasse ich das erst einmal so stehen.

Weitere Infos

Anmerkungen:

Den Bausatz könnt ihr direkt bei Special Hobby oder im einschlägigen Fachhandel erwerben.

CAC Wirraway ‘In training and combat’ 1/48

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 04. Februar 2026

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