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Type 99 Aichi D3-A1 Val Midway

(ZTS Plastyk - Nr. S055)

ZTS Plastyk - Type 99 Aichi D3-A1 Val Midway

Produktinfo:

Hersteller:ZTS Plastyk
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:S055 - Type 99 Aichi D3-A1 Val Midway
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2013
Preis:ca. 5 euro;
Inhalt:
  • 2 dunkelgraue Gussrahmen
  • 1 Klarsichtteil
  • 1 Decalbogen
  • 1 Anleitung

Besprechung:

Zum Vorbild

Die Aichi D3A, alliierter Codename "Val", war ein trägergestützter Sturzkampfbomber der japanischen Marineluftwaffe im Zweiten Weltkrieg, dessen Entwicklung 1936 begann, wobei Studien der deutschen Heinkel He 66 und He 70 einflossen. 1938 begann der Serienbau mit der Version D3A1 (oder Modell 11). Das Flugzeug wurde von einem Mitsubishi Kinsei-44 Doppelsternmotor mit 1.075 PS angetrieben und war schnell und wendig genug, um (ohne Bombenlast) bis zur Mitte des Krieges einen Luftkampf mit einem Jagdflugzeug auszutragen. 1942 wurde sie von einer Nachfolgeversion, der D3A2 oder Modell 22 mit dem 1.300 PS Mitsubishi Kinsei-54 Motor, abgelöst. Die Besatzung bestand aus zwei Mann, bewaffnet waren die Maschinen mit zwei vorwärtsgerichteten und einem schwenkbaren rückwärtigen Maschinengewehr. Die Abwurfwaffen waren normalerweise eine 250 kg- und ggf. zwei 60 kg-Bomben.

Die D3A war sowohl beim Angriff auf Pearl Harbor als auch bei praktisch allen Seegefechten im Pazifik bis zur Einführung der Yokusuka D4Y beteiligt, z.B im Korallenmeer, bei Midway sowie bei der Schlacht bei den Ost-Salomonen und versenkte dabei mehr alliierte Schiffstonnage als irgendein anderer Flugzeugtyp der Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg. Ab 1944 waren die Maschinen schließlich zunehmend veraltet und wurden an Trainingseinheiten abgegeben oder wegen ihrer guten Sturzflugeigenschaften für Kamikazeattacken verwendet. Das Projekt einer hölzernen Trainerversion, der D3Y, kam nicht über einige wenige Maschinen hinaus, eine ebenfalls hölzerne einsitzige Variante dezidiert für Kamikazeangriffe, die D5Y, schaffte es nicht über das Entwicklungsstadium.

ZTS Plastyk - Type 99 Aichi D3-A1 Val Midway

Der Bausatz

Für so ein „Arbeitspferd“ der Japanischen Luftwaffe wie die Aichi D3A gibt es eigentlich erstaunlich wenig Bausätze. Neben dem ZTS-Kit, der auch unter dem Label von Mistercraft verkauft wird, gibt es noch den uralten Airfixbausatz, die D3A von Cyber Hobby sowie einen Kit von Fujimi, der auch als späterer Bautyp Modell 22 zu haben ist. Schauen wir uns also die ZTS- Val an. Enthalten sind neben der Kabinenhaube zwei Gussäste aus dunkelgrauem, etwas schlierigem Plastik, wobei diese Schlieren sich nur optisch bemerkbar machen, die Oberfläche ist glatt. Hier und da gibt es etwas Gussgrat, im Großen und Ganzen sind die Teile aber sauber gearbeitet.

ZTS Plastyk - Type 99 Aichi D3-A1 Val Midway

Ein Negativpunkt zuerst: Beim Öffnen der Packung kam mir direkt die lose Cockpithaube entgegen, zusammen mit dem Unterflügel und einer vom Spritzast abgebrochenen halben Bombe. Das ist nicht schön, Kleinteile können so verloren gehen und die Scheibe verkratzen. Die Tragflächenteile haben beim vorliegenden Exemplar zudem sichtbaren Verzug. Ich hoffe, das lässt sich beim Kleben richten.

ZTS Plastyk - Type 99 Aichi D3-A1 Val Midway

Auf der Habenseite ist es hier ein Bausatz, der im Gegensatz zur anderen einfach erhältlichen Aichi D3A von Airfix (einem Veteranen aus den Sechzigern) mit versenkten Gravuren aufwarten kann, die zwar deutlich, aber nicht übertrieben sind. Wie die Passgenauigkeit ausfällt, wird der Bau zeigen müssen, das größte Problempotential sehe ich hier beim Rumpfoberteil, welches im Bereich des Cockpits auf die beiden Seitenhälften aufgesetzt wird.

ZTS Plastyk - Type 99 Aichi D3-A1 Val Midway

ZTS Plastyk - Type 99 Aichi D3-A1 Val Midway

Die Detaillierung diverser Bauteile könnte feiner sein, so sind die Räder bereits in die Radgehäuse eingegossen und das Cockpit verfügt nicht über seitliche Details auf der Innenseite. Sitzgurtdecals liegen nicht bei, hier muss man ggf. selbst tätig werden, denn die Sitze mit Pilotenfiguren verdecken kann man nicht, auch diese sind nicht vorhanden. Als Abwurflasten gibt es eine große und vier kleinere Bomben, womit die Maschine allerdings meines Wissens nach in der Realität überladen gewesen wäre. Laut der Anleitung werden vier Bomben gebaut, davon aber nur zwei am Flugzeug angebracht. Wozu die beiden anderen dann dienen sollen, erschließt sich mir nicht: Ersatz?

ZTS Plastyk - Type 99 Aichi D3-A1 Val Midway

ZTS Plastyk - Type 99 Aichi D3-A1 Val Midway

Der Decalbogen ermöglicht eine einzige Option, wie der Karton schon verkündet, eine „Val“ aus der Schlacht bei Midway. Die Decals machen soweit einen ganz ordentlichen Eindruck, nur die Wartungshinweise und das Decal fürs Instrumentenbrett hätten feiner gedruckt sein können.

Darstellbare Maschinen:
  • Aichi D3-A1 vom Flugzeugträger Akagi in der Schlacht bei Midway
Stärken:
  • im Gegensatz zum Airfix-Modell versenkte Gravuren
  • Preis
Schwächen:
  • Einige Teile vereinfacht, z.B. Fahrwerk und Cockpit
  • Tragflächen zumindest beim vorgestellten Bausatz etwas verbogen
  • Haube lose in der Packung

Fazit:

Vernünftige Passgenauigkeit vorausgesetzt, sollte man mit dem Bausatz eine ordentliche D3A bauen können. Die "Val“ von Cyber Hobby ist freilich eine andere Liga im Bezug auf Detaillierung, kann aber, wenn verfügbar, je nach Anbieter auch das bis zu sieben- oder achtfache kosten.

Diese Besprechung stammt von Oliver Teppe - 03. Dezember 2022

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