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Gloster Gladiator Mk. II

(Revell - Nr. 03846)

Revell - Gloster Gladiator Mk. II

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:03846 - Gloster Gladiator Mk. II
Maßstab:1:32
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2021
Preis:ca. 45 €
Inhalt:
  • 5 Spritzlinge aus Kunststoff
  • 1 Spritzling mit Klarsichtteilen
  • 1 Decalbogen
  • 1 Anleitung

Besprechung:

Die Gloster Gladiator wird bei Wikipedia vorgestellt, daher verzichte ich an dieser Stelle auf eine Beschreibung.

Die Formen stammen ursprünglich vom ukrainischen Hersteller ICM. Dort ist der Bausatz der Mk.I 2019 erschienen, die Mk.II in 2020.

Revell - Gloster Gladiator Mk. II

Die Spritzrahmen A bis E sind gemeinsam in einer sehr stabilen und wiederverschließbaren Tüte untergebracht. Die Klarsichtteile vom Spritzling E sind in dieser Tüte noch einmal gesondert verpackt. Spritzling F mit den zusätzlichen Teilen für die Mk.II liegt noch mal extra dabei. Dadurch, dass fast alle Spritzrahmen gemeinsam verpackt sind, ist es möglich, dass sich die Teile gegenseitig beschädigen.

Revell - Gloster Gladiator Mk. II

Spritzrahmen A enthält die beiden Rumpfhälften. Die Innenseiten haben zwar keine Details, allerdings ist an dieser Stelle beim Original auch nichts vorhanden, soweit ich weiß. Die Außenseiten sind sehr schön detailliert. Die Darstellung des verspannten Rohrrahmens finde ich sehr gelungen, auch an anderen Bauteilen. Allerdings hätten die Öffnungen im Heck für die Steuerkabel des Leitwerkes meiner Meinung nach schon als Löcher dargestellt werden sollen. Aber das ist etwas, was sich nicht schnell mit einem Bohrer lösen lässt.

Revell - Gloster Gladiator Mk. II

Rahmen B enthält die oberen Tragflächen und die Steuerflächen am Leitwerk. Die Steuerflächen können in beliebiger Stellung befestigt werden.

Revell - Gloster Gladiator Mk. II

Auf Spritzling C sind die unteren Tragflächen, das Fahrwerk und Teile des Cockpits untergebracht.

Revell - Gloster Gladiator Mk. II

Der Spritzling D enthält das Triebwerk, diverse Kleinteile und die Bewaffnung. Die Mündungen der Bordwaffen müssen aufgebohrt werden. Das Triebwerk sieht besonders gut aus, wobei es mit ein paar dünnen Drähten bestimmt noch weiter verfeinert werden kann.

Revell - Gloster Gladiator Mk. II

Spritzling E mit den Klarsichtteilen enthält nicht nur die Verglasung des Cockpits, sondern auch diverse Lampen.

Revell - Gloster Gladiator Mk. II

Auf Spritzling F sind alle zusätzlichen Teile, um aus dem eigentlichen Bausatz der Mk.I eine Mk.II zu erstellen, wie zum Beispiel eine neues Instrumentenbrett und eine Luftschraube.

Ansonsten vermisse ich eine kleine Rolle Lycra oder ähnliches, um die Antennen, Steuerseile und Verspannungen darzustellen.

Revell - Gloster Gladiator Mk. II

Die Decals sehen grundsätzlich wie immer sehr gut aus. Auf dem Bogen sind auch Bilder für die Darstellung der Instrumente und des Gurtzeuges. Das große Manko hier sind die Kokarden. Die kleinen roten Punkte in der Mitte sind separat ausgeführt und müssen genau mittig platziert werden. Warum macht Revell das? Im besten Fall ist es schwierig, den Punkt genau in die Mitte zu bekommen, im schlimmsten Fall wird es schief.

Revell - Gloster Gladiator Mk. II

Die Anleitung (hier bei Revell als Download) erklärt in 60 Schritten, wie man zum fertigen Modell kommt. Die Anleitung ist, wie eigentlich alle neueren Revell-Anleitungen, sehr gut gemacht. Besonders gut finde ich, wann immer eine Farbangabe in der Anleitung zu finden ist, das entsprechende Fähnchen auch in etwa die Farbe hat, in der das Teil bemalt werden soll.

Leider möchte Revell mal wieder, dass man sich einige Farben selber mischt. Was mich aber besonders irritiert, dass bei in der „Revell-Version“ die Farbe H aus drei verschieden Farben gemischt werden soll. Der ursprüngliche Hersteller ICM verweist aber bei seiner Version an derselben Stelle auf die Revell-Farbe 67 Grüngrau, matt. Ist die Empfehlung von Revell, sich die Farbe zu mischen, wirklich besser als die Empfehlung von ICM, eine normale Revell zu nehmen? Ansonsten sind die Farbangaben von ICM und Revell bis auf ein kleines Detail identisch.

Weiterhin vermisse ich die Angabe der originalen Farbtöne. Bei Flugzeugen der Luftwaffe gibt Revell ja auch die RLM-Nummern an, warum nicht auch hier?

Darstellbare Maschinen:
  • KW°T, No. 615 Squadron, Merville, November 1939
  • B°, No.247 Squadron, Roborough, August 1940
Stärken:
  • Sehr schöne Darstellung der Stoffbespannung
  • Tolles Modell, auch out of the Box
  • Sehr gute Anleitung
Schwächen:
  • Das Revell-typische Farbmischen
  • Der rote Punkt bei den Kokarden
  • Die Verpackung der Rahmen in einer gemeinsamen Tüte

Fazit:

Ich bin etwas genervt von der einen Farbangabe und dem roten Punkt der Kokarde. Das sind zwar eigentlich Kleinigkeiten und keine unüberwindbaren Hindernisse, aber bei einem Bausatz im Bereich von fast 50 € einfach unnötig. Andererseits hat dieses Modell auch sehr viel Potential. ICM hat die passenden Piloten und Mechaniker bei sich im Sortiment. Damit lassen sich sehr schöne Dioramen erstellen.

Nichtsdestotrotz freue ich mich sehr darauf, dieses sehr schöne Modell zu bauen!

Diese Besprechung stammt von Christian Kütemeyer - 16. November 2021

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