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Heinkel He 60C-D German Seaplane

(AIM - Nr. 7201)

AIM - Heinkel He 60C-D German Seaplane

Produktinfo:

Hersteller:AIM
Sparte:Flugzeuge Militär bis 1939
Katalog Nummer:7201 - Heinkel He 60C-D German Seaplane
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2018
Preis:ca. 50 €
Inhalt:
  • 7 Spritzrahmen mit 88 Einzelteilen
  • 1 Gussast mit 4 Klarteilen
  • 1 Markierungsbogen
  • 1 Bauanleitung

Besprechung:

Das Original

Als im Geheimen die Wiederbewaffnung der Reichsmarine Anfang der 1930‘er geplant wurde, wurde auch ein bordgestützter Aufklärer für die größeren Kriegsschiffe benötigt. Hierzu musste die Maschine katapultfähig sein. Da man bei Heinkel bereits einige Erfahrungen auf diesen Gebiet hatte, wurde dorthin ein Entwicklungsauftrag vergeben, dem im August 1931 der Erstflug der Heinkel He 60A folgte. Mit der He 60B und 60C flogen zwei weitere Prototypen. Als He 60A wurden die Maschinen der Vorserie genannt und 1933 gebaut. Die ersten Serienflugzeuge He 60B und C folgten 1934.

Ab Mitte 1935 wurde die He 60D mit geänderter Abwehrbewaffnung und verbesserter Funkausrüstung produziert. Bis zum Kriegsbeginn war sie auf allen größeren deutschen Kriegsschiffen und drei Küstenfliegerstaffeln im Einsatz. Ab dieser Zeit verdrängte jedoch die Heinkel He 114 und die Arado Ar 196 die He 60 in die zweite Kampfreihe. So wurden die Maschinen an Schulverbände und andere Staffeln abgegeben. Zwischen 1941 und 1943 wurden viele Maschinen wieder reaktiviert und in Griechenland und im Baltikum für Patrouillenflüge eingesetzt.

Bis Ende September 1944 wurden noch 10 Maschinen im Bestand der Luftwaffe geführt. Auch im Spanischen Bürgerkrieg wurden He 60 eingesetzt, die als He 60E geführt wurden. Später wurden die Maschinen an Spanien abgegeben und dort bis 1948 eingesetzt. Weitere Länder wie Portugal, Bulgarien oder Rumänien waren am Kauf interessiert, doch es kamen keine Verträge zu stande. Ausnahme war die Lieferung von zwei Schulungsmaschinen an die bulgarischen Seeflieger.

Von den über 360 hergestellten He 60 hat keine Maschine den Krieg überstanden. Lediglich zwei Schwimmer einer Maschine wurden 1984 aus dem österreichischen Toplitzsee geborgen, die dort für Versuchszwecke verwendet wurden.

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Heinkel He 60C-D German Seaplane

Heinkel He 60C-D German Seaplane

 

Der Bausatz von AIM

Die Heinkel He 60 wurde in der Erprobungsphase und der Zeit bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges sehr oft fotografiert. Aber auch als Motiv für Postkartenserien wurde sie gerne verwendet. Eine dieser Szenen hat AIM für die Gestaltung der Kartongrafik gewählt. Der Karton enthält acht Spritzrahmen, sowie einen Gussast mit vier Klarteilen. Resin- oder Ätzteile sind nicht vorhanden.

Wenn man den Azur-Bausatz als Referenz betrachtet, dann sind sind die Bauteile von AIM deutlich detaillierter. Auch weicht die Größe leicht ab, wobei ich nicht zu sagen vermag, wer hier näher am Original liegt. Bei Azur sind die Kanten an Rumpf und Tragflächen eher abgerundet und bei AIM eher eckig dargestellt. Auch wenn es immer noch eine Kleinserienproduktion ist, so sind die Details des Bausatzes bei AIM deutlich detailreicher vorhanden als bei Azur. Da machen sich die etwa 20 Jahre, die zwischen beiden Bausätzen liegen, doch bemerkbar.

Im Cockpitbereich ist die innere Rumpfstruktur mit einigen Details wiedergegeben. Doch wenn beide Rumpfhälften (ohne Paßzapfen) verklebt sind, dürfte davon nur noch wenig zu sehen sein. Hier sollten Sitzgurte ergänzt werden. Einige Bauteile sind optional, bzw. müssen für bestimmte Versionen Öffnungen verschlossen werden. Fast jedes Kleinteil muss bearbeitet werden, bevor es final verklebt werden kann. Das ist leider der Preis der Kleinserienherstellung.

Alle Steuerflächen sind nur fest darstellbar. Wir hier mehr „Leben" möchte, muss selbst die Mikrosäge ansetzen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Bauteile für einen Slipwagen vorhanden sind. So kann man das Modell auch an Land darstellen. Nach einer Politur sollten auch die Klarteile ihren Namen verdienen.

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Die Bauanleitung

Die Bauanleitung besteht aus acht s/w-Seiten, die im Format A5 gedruckt sind. Die Größe der Zeichnungen sind akzeptabel. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass auch die Verspannungs- und Antennendrähte angegeben sind. Das separate Blatt mit den Lackierungshinweisen ist in Farbe gedruckt. Die Farbangaben beziehen sich auf Model Master und sind auf der Kartonrückseite abgedruckt.

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Heinkel He 60C-D German Seaplane

 

Der Markierungsbogen

Der Markierungsbogen ist üppig bestückt und erlaubt die Auswahl unter sechs verschiedenen Heinkel He 60. Die Markierungen sind matt und augenscheinlich versatzfrei gedruckt.

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Heinkel He 60C-D German Seaplane

 

Darstellbare Maschinen:
  • 1. He 60D, Kennung 60+I91, 1./Bfl. St. 196
  • 2. He 60D, Kennung 60+G51, 1./Kü. Fl. Gr. 506
  • 3. He 60D, Kennung 60+E41, 1./Kü. Fl. Gr. 406
  • 4. He 60D, Kennung 60+I51, 1./Kü Fl. Gr. 506
  • 5. He 60C, Kennung 60+D11, 1./Kü. Fl. Gr. 106
  • 6. He 60D, Kennung 60+F91, 1./Bfl. St. 196

 

Stärken:
  • Aktuell bester Bausatz einer Heinkel He 60 in diesem Maßstab
  • Gut detaillierte Rumpf- und Tragflächenteile
  • Bauteile für Slipwagen
  • Üppig ausgestatteter Markierungsbogen
Schwächen:
  • Formversatz und Unsauberkeiten an fast allen Kleinteilen
  • Keine optionalen Ruderflächen darstellbar
  • Keine Paßzapfen
  • Preis
Anwendung:

Nicht für Modellbaueinsteiger geeignet

Fazit:

Wer ein Faible für Schwimmerflugzeuge oder Modelle abseits des Mainstream haben sollte, wird um den Bausatz von AIM Kits kaum herumkommen. Derjenige wird auch gerne die Nachteile einer Kleinserienherstellung und den relativ hohen Preis in Kauf nehmen. Für allen anderen ist der Bausatz bedingt empfehlenswert.

Eine kleine Info am Rande: Die Heinkel He 60 von Azur war ebenfalls der erste Flugzeugbausatz dieser Firma (Art.Nr. 001).

Weitere Infos:

Referenzen: Weitere Informationen vom Hersteller AIM gibt es hier.

Diese Besprechung stammt von Bernd Heller - 12. July 2021

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