Heinkel He 70 F-2(Revell - Nr. 03962)Produktinfo:
Besprechung:Zum Vorbild
Die Heinkel He 70 entstand aus einer Forderung von Lufthansa und Swissair nach einem Schnellverkehrsflugzeug. Sie war aerodynamisch gut geformt und besaß erstmalig in Europa ein einziehbares Fahrwerk. Dadurch konnte die Maschine acht Weltrekorde aufstellen, u.a. zum schnellsten Verkehrsflugzeug der Welt und bekam so den Beinamen „Blitz“. Die erste Prototypen wurden 1933 an die Lufthansa übergeben. Die Lufthansa richtete anschließend den Blitz-Flugdienst ein, der verschiedene deutsche Städte verbinden sollte. Die Flugzeuge wurden aber nur bis 1937 im zivilen Flugdienst eingesetzt. Die noch existierenden Flugzeuge wurden dann an die Luftwaffe übergeben. Die He 70 nahm sowohl Einfluss auf die Entwicklung der Heinkel He 112, der Supermarine Spitfire, als auch der Heinkel He 111, als deren Vorgänger die He 70 gilt. Sie wurde militärisch als Verbindungs- und Aufklärungsflugzeug sowie als Bomber verwendet. Ihren ersten Einsatz sollte die He 70 im spanischen Bürgerkrieg erfahren. Die Ausführung F war die militärische Version, von der 296 Stück gebaut wurden. Der Antrieb erfolgte durch einen BMW VI 7,3 Z mit 750 PS, die Besatzung bestand aus 2 bis 5 Mann. (Quelle: Wikipedia) Der BausatzSchon beim Auspacken der Teile fällt auf, dass wir hier keinen revelleigenen Bausatz, sondern die ICM Heinkel He 70 vorliegen haben. Damit hat also auch hier die alte Matchbox He 70 ausgedient, wo man aber den Vorteil hatte, die militärische und die zivile Variante bauen zu können. Beginnen will ich jetzt bei den Klarsichtteilen. Diese machen einen recht guten Eindruck Die Verstrebungen sind gut ausgearbeitet, allerdings haben die Seitenscheiben einige Unsauberkeiten. Die Instrumente sind ebenfalls als Klarsichtteile vorhanden, wodurch Details gut erkennbar sind.
Auf dem ersten Spritzling befinden sich eine Rumpfhälfte, sowie die Teile für eine Flügelhälfte. Der zweite Spritzling enthält dann die Teile für die jeweils andere Hälfte. Die Teile sind insgesamt recht schön detailliert, aber an vielen Stellen müssen Unsauberkeiten versäubert werden. Das Interior macht einen guten Eindruck, aber einige Strukturen sind insgesamt zu schwach dargestellt. Der dritte und vierte Spritzling enthält weitere Teile des Interiors und des Fahrwerks, sowie den unteren Rumpf. Es zeigen sich aber auch hier die bereits erwähnten Detailschwächen und Unsauberkeiten. Insgesamt wird man mit etwas Mühe und Nacharbeit ein sehr schönes Flugzeug bauen können. Ein paar Teile, welche zur zivilen Variante gehören, bleiben am Ende übrig.
Die Decals
Die Abziehbilder wurde in Italien bei Hobbico gedruckt und enthalten alle Markierungen und Warnhinweise. Auch die Instrumentenbretter sind hier dabei. Etwas kompliziert wird hier das Anbringen der Bodensichtmarkierungen, da man diese bei ausgefahrenen Fahrwerk zurechtschneiden muss. Hier wäre ein zweiter, entsprechend gestalteter Satz Markierungen hilfreich gewesen. Leider ist nur eine Decalvariante vorgesehen, was aber den Vorteil hat, dass man sich nicht entscheiden muss. Die darstellbare Maschine ist die D8-LP, die im Jahr 1942 in Bad Zwischenahn (Niedersachsen) beim Luft-Dienstkommando 62 stationiert war, wo sie unter anderem Flak-Übungsziele schleppte und Verbindungsflüge durchführte. Die Bauanleitung
Diesem Bausatz liegt die neue farbige Anleitung des Herstellers bei. Vorteil des neuen Deckblatts ist, dass man Details des Prototypmodells besser erkennt, der Nachteil ist, dass man leider gar keinen historischen Abriss mehr hat. Für das Modell werden lediglich neun Farben benötigt. Ein kleiner Übersichtsplan der Gießäste erleichtert die Suche nach Teilen ungemein. Auf Seite 7 beginnt dann der Bau mit dem Cockpit und dem angedeuteten Interior. Nach 32 übersichtlichen Bauschritten erhält man dann ein recht detailliertes Flugzeug. Schritt 33 zeigt die Position der Decals und die Farbgebung.
Darstellbare Maschinen:
Stärken:
Schwächen:
Anwendung: Aufgrund der kleineren Schwierigkeiten empfehle ich den Bausatz Modellbauern, die schon ein wenig Erfahrung haben.
Fazit:Die Heinkel He 70 gehört zu einem meiner Lieblingsflugzeuge und entsprechend freue ich mich auch auf das Modell. Der Bausatz wird einige Herausforderungen bereithalten, doch mit etwas Mühe kann man hier ein sehr schönes Flugzeug entstehen lassen. Wer sich also von den Kleinigkeiten nicht verschrecken lässt, kann hier getrost zugreifen, zumal es außer dem Matchboxbausatz keine Alternative gibt. Diese Besprechung stammt von Andy Hartung - 29. April 2019 © 2001-2024 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |
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