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Douglas SBD-3 Dauntless

von Stefan Zimmermann (1:18 I Love Kit)

Douglas SBD-3 Dauntless

Kurz zum historischen Vorbild

Die Dauntless war ein von Douglas in der Mitte der 1930er Jahre entwickeltes amerikanisches Sturzkampfflugzeug, dass bei der US Navy, dem US Marine Corps und dem US Army Air Corps (hier als A-24 Banshee) zum Einsatz kam. Robust, mit guten Flugeigenschaften ausgestattet, jedoch recht langsam, erhielt die Dauntless von ihren Besatzungen den Spitznamen "Slow but deadly".

Douglas SBD-3 Dauntless

Im Jahre 1942 konnte sich die Dauntless in der Schlacht in der Korallensee auszeichnen und wenig später, während der Schlacht um Midway, sogar entscheidend zum Sieg der US-Streitkräfte beitragen. Bei der Navy und den Marines diente die Dauntless bis 1948, bei USAAC/USAF bis 1950. Neben den USA nutzten auch Mexiko, Frankreich, Neuseeland, Chile und Großbritannien (Navy) die SBD von Douglas.

Douglas SBD-3 Dauntless

Zum Modell

Der Bausatz stammt von "I Love Kit" (aka Merit ... aka Trumpeter ... aka HobbyBoss) und macht in der Schachtel einen ersten, ganz guten Eindruck. Auch der Zusammenbau geht recht gut von der Hand, wobei fast mehr geschraubt als geklebt wird.

Douglas SBD-3 Dauntless

ABER........offensichtlich hat der Hersteller es sich hier einfach gemacht und den wirklich tollen Bausatz der Trumpeter-Dauntless in 1:32 hochskaliert. Nur wurden die größeren Formen augenscheinlich nicht überarbeitet. So erscheinen speziell viele Instrumente, Konsolen und Details des Innenraums eher verwaschen, grob und spielzeughaft. Glücklicherweise hat dieser Effekt auf die Detaillierung der Außenhaut nicht gewirkt.

Douglas SBD-3 Dauntless

Auch hat man auf einige Bauteile, die bei der 32er Vorlage vorhanden sind, beim größeren Pendant verzichtet. Zum Beispiel sind die Sturzflugbremsen geöffnet/beweglich darstellbar. Nur den Mechanismus zum Öffnen und Schließen derselben fehlt. Ursprünglich wollte ich diesen "scratch" bauen, aber irgendwie sieht eine stehende Dauntless mit komplett ausgefahrenen Sturzflugbremsen seltsam aus. So habe ich es halt gelassen.

Douglas SBD-3 Dauntless

Auch die Waffenzuladung sah eher grob aus. So habe ich auf die kleineren Bomben verzichtet und nur das größere Kaliber unter dem Rumpf verbaut. Dieses Abwurfmittel war ganz okay und ist auch nicht so prominent zu sehen.

Douglas SBD-3 Dauntless

Durch die überschaubaren Angebote des Zubehörmarktes (es gibt nur ein Metallfahrwerk für diese Monster-Dauntless) muss man schon ein "Scratch-Gott" sein, wenn man eine tiefergehende Detaillierung haben möchte. Alleine durch meine Trommlerwurstfinger gehöre ich nicht zu dieser Klientel.

Douglas SBD-3 Dauntless

Gebaut habe ich aus der Box. Lediglich dehnbares Garn für den Antennendraht und ein wenig Basteldraht für die Zündkabel am Motor kamen zum Einsatz. Na, ja.....und ich habe noch ein wenig geschummelt, denn wegen der bereits erwähnten Nichtverfügbarkeit von Zurüstteilen gab es für den Piloten Gurtzeug einer 1:24 Hellcat. Fällt zum Glück nicht groß auf. 

Douglas SBD-3 Dauntless

Lackiert mit Farben von Mr.Color (Gunze), Tamiya und Revell. Auch habe ich hier zum ersten mal die Acrylfarben-Marker von AK benutzt (für Detailarbeiten) und bin hellauf begeistert von diesen "Modellbau-Eddings".

Douglas SBD-3 Dauntless

Die Alterung bestand wieder mal aus einer "Wäsche" mit verdünnter Ölfarbe, etwas Trockenmalen und dem Einsatz verschiedener Pastellkreiden, die Endversiegelung dann mit hochverdünntem, mattem Klarlack von Revell (Enamel). 

Douglas SBD-3 Dauntless

Mein Fazit ist, dass trotz der genannten Schwächen in der Formenherstellung und der Ausstattung des Bausatzes, das fertige Modell in der Gesamtansicht eine ganz gute Figur macht. Die Dauntless wird in der Ausstellungssaison 2026 bei mir sicher mit von der Partie sein.

Douglas SBD-3 Dauntless

Stefan Zimmermann,
www.zimmosflugwelten.de

Publiziert am 29. November 2025

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